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die linke im kreistag

Johannes Müllerschön

DIE LINKE im nördlichen Landkreis mit Ihrer eigenen Seite

Von Hoteliers lernen: Kaufen Wir den Atomausstieg!

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Der politische Blog aus dem Zabergäu

Wer Ist DIE LINKE

Wir sind keine Spinner,
wir sind keine Träumer und
wir sind auch keine Alt-SED-Kader.
Wir sind Gewerkschafter,
wir sind Alt-SPDler,
wir sind Ex-Grüne und viele andere,
die mit der Entwicklung der letzten 20 Jahre nicht einverstanden sind,
und wir sind der Überzeugung,
daß man dieses Land auch sozialer regieren kann,
wenn man denn will !!!

Spruch des Monats Februar

Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben.
 Mark Twain.

02.01.2010

Spruch des Monats Januar

Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu Essen bekommen, denen, die frieren und keine Kleidung haben. Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein. Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder.

Man höre und staune! vom Weltkriegsgeneral und amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower


13.12.2009

Spruch des Monats Dezember

Gesetze werden gemacht, damit der Stärkere seinen Willen nicht in allen Dingen durchsetzt.

Publius Ovidius Naso (Ovid) 43 v. Chr.

Spruch des Monats November

Les utopies ne sont que des vérités prématurées 

Die Utopien sind nur verfrühte Wahrheiten

Alphonse de Lamartine französischer Dichter und Politiker

05.10.2009

Spruch des Monats Oktober

Welch triste Epoche, in der es leichter ist ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil Albert Einstein

05.09.2009

Spruch des Monats September

In Deutschland wächst die Kluft zwischen Kindern die gesund, abgesichert und gefördert aufwachsen und solchen, deren Alltag durch Hoffnungslosigkeit Mangel und Ausgrenzung geprägt ist. (UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland)

Der Spruch des Monats August

„Wir gehen mit dieser Welt um, als hätten wir eine zweite im Kofferraum.“
Jane Fonda

06.07.2009

Der Spruch des Monats Juli

Es herrsch Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die der Reichen, die den Krieg führt und wir sind dabei zu gewinnen (Warren Buffet, geschätztes Privatvermögen 37 Milliarden US - $ aus Forbes 2009)

Der Spruch des Monats Juni

Der Minister nahm den Bischof beim Arm,

halt du sie dumm, ich halt sie arm.



Fünf Minuten Seele baumeln lassen un zu hören. Warnung: Herzinfarkgefahr für FDP  und CDU Mitglieder

Empfohlene Website des BBMN hier klicken

Die BBMN ist die Bürgerinitiative gegen die Atomlobby mittlerer Neckar (Bund der Bürgerinitiativen mittlerer Neckar e.V.)

DIE LINKE im Bundestag - aktuell und unbequem fürs Etablissement Kippling, Gisy, Lafontaine Immer am Ball .

4,81 Millionen Arbeitslose Zeit zu handeln statt zu tricksen!

Schlechte Meldungen kann auch die neue Regierung nicht gebrauchen. Deshalb bleibt sie wie die alte dabei, die Arbeitslosenzahlen schön zu rechnen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit längerem nicht als

arbeitslos gezählt. Fast alle Arbeitslosen, die älter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. Im Mai 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler tätig werden, zählt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.

Wer die tatsächliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss ehrlich rechnen.

Dazu sagte der damalige Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) am 4. Juni in der Fernsehsendung Panorama: „Alles, was an Effekten durch arbeitsmarkt-politische Maßnahmen entsteht, wird jedes Mal zusammen mit der Arbeitsmarktstatistik veröffentlicht. ... Ich glaube, dass man sich auf die Seriosität dieses Prozesses verlassen kann.“ Wer anders rechnen wolle, könne ja „seine Zahl veröffentlichen - und dazu ein Flugblatt drucken.“

Das tun wir gern. Hier ist die tatsächliche Zahl, die allein auf amtlichen Daten beruht. Im Januar 2010 sind 4,81 Millionen Menschen arbeitslos. Zeit zu handeln statt zu tricksen.

Tatsächliche Arbeitslosigkeit im Januar 2010

      4.811.485

Offizielle Arbeitslosigkeit

      3.617.485

Nicht gezählte Arbeitslose

      1.194.000

  Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld II

     ca. 350.000

  Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld I (§ 428 SGB III)

              2.812

  Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten)

           290.111

  Berufliche Weiterbildung

           209.040

  Eignungsfeststellungs- u. Trainingsmaßnahmen

              2.308

  Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. private Arbeitsvermittlung)

           252.937

  Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose)

            42.304

  Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen

              3.805

  Kranke Arbeitslose (§126 SGB III)

            40.683

 

Quellen: Bundesagentur für Arbeit: Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland. Monatsbericht Januar 2010, Seite 65. Die dort aufgeführte Altersteilzeit sowie Gründungszuschüsse und sonstige geförderte Selbstständigkeit haben wir in der Tabelle nicht berücksichtigt. Die dort ebenfalls aufgeführten älteren Arbeitslosen, die gemäß § 53a

Abs. 2 SGB II nicht als arbeitslos zählen, sind enthalten in der ersten Gruppe der Tabelle (Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld II). Diese große Gruppe der älteren ALG II-Bezieher, die nicht als arbeitslos gelten, ist nicht im Monatsbericht ausgewiesen, sondern in einer Sonderpublikation der Bundesagentur für Arbeit: Analyse der Grundsicherung für Arbeitsuchende Dezember 2009, Seite 17. Die genaue Zahl für diese Gruppe wird jeweils mit viermonatiger Verzögerung publiziert.

29.01.2010

Linkspartei: Differenzen über Nachfolgeregelung

Berlin (dpa) - In der Linkspartei verstärkt sich der Unmut über die Nachfolgeregelung an der Parteispitze. Das Personaltableau mit der Doppelspitze Lötzsch und Ernst sowie erstmals zwei Bundesgeschäftsführern sei ein «schwieriger Happen für die Leute aus dem Osten». Das sagte der Fraktionschef der Linken in Sachsen-Anhalt, Gallert, der dpa. Eine Gruppe um Wagenknecht und der Landesverband Baden-Württemberg warnten, den Kompromiss, über den der Parteitag im Mai in Rostock abstimmen soll, wieder infrage zu stellen. Die SPD sieht die Linke bereits im Streit versinken. SPD-Generalsekretärin Nahles erwartet bei der Linkspartei weiteren Führungsstreit. Durch den Wechsel an der Spitze werde «das Feuer in der Linkspartei jetzt erst richtig angefacht», sagte Nahles der «Augsburger Allgemeinen» (heute). Der designierte Linke-Vorsitzende Ernst wies die Kritik zurück: «Nahles sollte erst mal den eigenen Laden in Ordnung bringen, bevor sie anderen Ratschläge gibt.» Thüringens Linke-Fraktionschef Ramelow brachte zudem eine Urwahl ins Gespräch. Ein halbes Jahr nach dem Parteitag sollten die Parteimitglieder entscheiden, ob die Linke dauerhaft von einer Doppelspitze geführt werde oder nicht.

Lafontaine stellt einiges klar.

Rede von Oskar Lafontaine auf dem Neujahrsempfang der Linksfraktion in Saarbrücken


Lafontaine stellt einiges klar und geht auch mit den Medien heftig in die Kritik. Die Frage nach seiner vollen Rückkehr in die Politik liess er noch offen, er wartet hier offensichtlich noch auf das "grüne Licht" von seinen Ärzten.



Im Anhang finden sie den kommentierten Artikel "Der virituelle Kandidat" aus SpiegelOnline vom 16.11.09 und wie die Redakteure vom SPIEGEL heute mit Gerüchten und Halbwahrheiten versuchen Stimmung zu machen. Mit Anmerkungen von Klaus Hanselmann.

Interview mit Dietmar Bartsch "Da läuft eine Kampagne"

Das Geschehen der letzten Wochen aus der Sicht von Dietmar Bartsch in der FR.

Und auch hier wieder sogleich ein verzerrender Kommentar desselben Blattes. Stephan Hebel schreibt "scheinheilig verständnisvoll" wie er sich die LINKE vorstellt. Auf solche Ratschläge kann DIE LINKE eigentlich problemlos verzichten.

Hilfe für Haiti

Wolfgang Gerke MdB DIE LINKE

„Die furchtbare Erdbebenkatastrophe, die Haiti getroffen hat, fordert von den Industrienationen eine sofortige große Hilfsaktion für dieses Land. Die Bilder der Menschen in Haiti können kein Herz unberührt lassen“, so Wolfgang Gehrcke zu dem verheerenden Erdbeben auf der Karibik-Insel. Der außenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzender der Deutsch-Mittelamerikanischen Parlamentariergruppe weiter:

„Als ich im vergangenen Jahr Gelegenheit hatte, Haiti zu besuchen, waren schon die „normalen“ Zustände auf der Insel erschreckend. Massenhafte Arbeitslosigkeit, Wohnungslosigkeit, Hunger, Armut und Massenkrankheiten machen das Leben für viele Menschen zur Hölle. Haiti ist ein Land, in dem die Spätfolgen des Kolonialismus, der Sklavenhaltergesellschaft und der neokolonialen Regime besonders sichtbar sind.

Die Bundesregierung muss in hohem Umfang Soforthilfe leisten. Darüber hinaus muss der Entwicklungsetat für Haiti bedeutend und langfristig erhöht werden. Sofort- und Sonderhilfe für Haiti müssen zu einem wichtigen Thema der Haushaltberatungen werden.“

Wolfgang Gehrcke


13.01.2010

Philosophische Gedanken zum Zustand der Partei DIE LINKE

Über den Tag hinaus gedacht! Hans Oette

Fehler macht jeder, wahrscheinlich jeden Tag einige. Nur bei Leuten in verantwortungsvoller Position haben Fehler manchmal gravierende Folgen. Es kann dann z. B. ein Verkehrsflugzeug abstürzen oder die Medien triumphierend von „Selbstzerfleischung“ reden.

Manche „Fehler“ sind gar keine Fehler. Man sollte vor einer Verurteilung die Leute erst mal sich verteidigen lassen.

Aus der Ferne sehen Berge leicht besteigbar aus. So ähnlich ist es bei der Übernahme von Verantwortung in einem Parlament und in einer Regierung.

In einer Koalition muss jeder Kröten schlucken. Es muss dann auch über das Positive gesprochen werden, das erreicht wurde. Und gefragt werden, wie sähe es aus, wenn statt der LINKEN die CDU in der Koalition wäre. (Mappus poltert z. B. gegen den Länderfinanzausgleich, weil manche Länder -sinngemäß- viel Geld für sozialen Klimbim rausschmeißen würden.)

Leere Kassen können Kommunen und Landesregierungen zum Verrücktesten zwingen. Der Missstand öffentliche Armut / privater Reichtum (neben privater Armut) kann im Wesentlichen nur auf Bundesebene angegangen werden. Und international (Bekämpfung der Steuerflucht).

Verschiedenheit der Positionen ist natürlich und fruchtbar. Überhaupt ist positives Denken nützlich. Kritisieren (z. B. die LINKE sei am abdriften wie SPD und Grüne) ist Silber, etwas dagegen tun ist Gold (abgewandeltes Sprichwort).

Linke sind von Natur aus kritisch. Manche besonders,  und sie stören dann etwas den Parteifrieden. Aber auch für sie ist Platz bei uns.


08.01.2010

Ramelow: Unterschiede aushalten

Berlin (ddp). Im Machtkampf in der Linkspartei hat der Thüringer Fraktionschef Ramelow unmittelbar vor der Klausurtagung am Montag die Position von Bundesgeschäftsführer Bartsch gestützt. Ramelow, der
Linkenchef im Thüringer Landtag ist, sagte der «Berliner Zeitung» (heute): «Wenn jetzt gefordert wird, Bartsch möge zurücktreten, dann ist das, als würde man mutwillig ein Rad von einem Wagen abschlagen.» Ramelow macht Unterschiede in der politischen Kultur der Linken in Ost und West
als Ursache der Auseinandersetzung aus: Während die Linke im Osten eine Volkspartei sei, die gegebenenfalls Regierungsbeteiligung anstrebe, sei die Linke im Westen klar Opposition. Diese Unterschiede müsse die Partei aushalten.

07.01.2010

Interview mit Bernd Riexinger in der NEUEN WELT

Bernd Riexinger

Liebe Genossinnen und Genossen,

diese vom STERN verbreitete Meldung beruht nicht auf einer Veröffentlichung von Bernd Riexinger oder des Landesvorstandes.

Aber es trifft zu, dass sich Bernd nach einer Landesvorstandsberatung bereits Mitte Dezember in einem persönlich gehaltenen Brief an Gregor Gysi gewendet hat, an Gregor deshalb, weil er in dem schwelenden Konflikt zwischen Parteispitze und Bundesgeschäftsführer seit Wochen der wichtigste Moderator ist.

In diesem Schreiben hat sich Bernd kritisch zur Amtsführung von Dietmar Bartsch geäußert und auf die weitreichenden Folgen für die gesamte Partei für den Fall hingewiesen, dass Oskar Lafontaine als Parteivorsitzender im Mai nicht mehr antritt.

Bernd bat Gregor Gysi darauf einzuwirken, dass Dietmar Bartsch das Amt des Bundesgeschäftsführeres aufgibt, d.h. auf dem Bundesparteitag dafür nicht mehr antritt.

Der Bundesparteitag im Mai sollte dem neu gewählten Parteivorsitzenden bzw. den beiden neu gewählten Parteivorsitzenden (Doppelspitze Mann/Frau) das
Vorschlagsrecht für den/die Bundesgeschäftsführer/in einräumen.

siehe dazu auch das JungeWelt-Interview (Donnerstagsausgabe).
www.jungewelt.de/2010/01-07/046.php


Mit freundlichem Gruß
Bernhard Strasdeit

07.01.2010

Schluss mit dem Lohndumping - Die Arbeitslosigkeit steigt stärker, als zugegeben wird

Michael Schlecht MdB

Es heißt, die Rezession sei beendet, es gehe wieder voran, kurz: Optimismus vielerorts. Wirtschaftsforscher, Bundesbanker und Regierung verkünden ein Wirtschaftswachstums von rund 1,5 Prozent für dieses Jahr. Für die Industrieproduktion erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sogar einen Anstieg um fünf Prozent.

Selbst wenn es so käme, wären wir nicht aus der Krise heraus. Um 115 Milliarden Euro ist die Wirtschaft letztes Jahr in den Keller gerauscht. Auch wenn es mit jährlichen Steigerungen von 1,5 Prozent wieder aufwärts gehen sollte, müsste das Land erst mühsam die Stufen der Kellertreppe hochkrabbeln. Frühestens 2013 könnte der Wert von Produktion und Dienstleistungen des Jahres 2008 wieder erreicht werden. Sollte es schlechter laufen, droht ein verlorenes Jahrzehnt.

In den Betrieben wird jahrelang weniger zu tun sein als vor der Krise und weniger Arbeit bedeutet weniger Arbeitsplätze. Die Arbeitslosigkeit wird wachsen. Ein Anstieg um eine Million wird für das nächste Jahr befürchtet. Der DIHK erwartet, dass allein in der Industrie 300 000 Jobs abgebaut werden. Die Arbeitslosigkeit liegt heute schon deutlich höher als die gemeldeten 3,3 Millionen. Denn mehr als eine Million Arbeitslose werden einfach nicht mitgezählt.

Der neueste Trick: Arbeitslose, die von privaten Vermittlern betreut werden, fallen aus der Statistik raus. So sind im letzten Halbjahr 200 000 Arbeitslose "verschwunden". Deshalb behauptet die Bundesagentur für Arbeit zu Unrecht, die Arbeitslosigkeit gehe zurück. Ein tatsächlicher Puffer für den Arbeitsmarkt ist hingegen die Kurzarbeit. Sie hat bislang 500 000 Vollzeitstellen gesichert, denn die Unternehmer hielten bis zur Bundestagswahl bewusst still.

Reinhold Würth, der mit seinem gleichnamigen Schrauben- Konzern Milliardär geworden ist, bekräftigt, dass Personal abgebaut wird: "Mit Kurzarbeit lässt sich den Überkapazitäten nicht beikommen."

Die Brücke Kurzarbeit, die über das Tal der Krise führen sollte, hängt oft in der Luft. Viele, die heute kurzarbeiten, werden im Laufe des Jahres zur Arbeitsagentur gehen müssen.

Zudem nutzen Unternehmer die Krise und Ängste der Menschen aus: Die Drogeriekette Schlecker schließt immer mehr kleine Geschäfte und entlässt die Beschäftigten. Die können sich dann in den neuen "XL-Märkten" bewerben, mitunter für ein geringeres Gehalt als zuvor.

Dabei werden sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen vernichtet und unsichere Minijobs geschaffen, von denen man nicht leben kann. Von Sommer 2008 bis 2009 wurden rund 300 000 sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen abgebaut. Gleichzeitig schufen Unternehmer ebenso viele Teilzeitstellen und Minijobs. Wer so eine Arbeit hat, erscheint in der Statistik weiterhin als Beschäftigter. Doch er arbeitet weniger, verdient weniger Geld und hat weniger soziale Sicherheit.

Steigende Arbeitslosigkeit, das Senken der Löhne und die Verunsicherung der Menschen werden den privaten Konsum weiter nach unten ziehen. Wachstumsimpulse wird es so nicht geben, eher die Gefahr, dass die konjunkturelle Entwicklung wieder kippt.

Damit es den Menschen besser geht und die Wirtschaft angeschoben wird, müssten die Löhne stattdessen steigen. Eine besondere Chance bietet ab 13. Januar die Tarifrunde im öffentlichen Dienst. Die Regierung muss gezwungen werden, ihre Verantwortung wahrzunehmen: Für höhere Löhne müssen im Notfall Schulden gemacht oder noch besser, Reiche stärker besteuert werden. Zusätzlich muss der Staat dem verhängnisvollen Lohndumping mit einem gesetzlichen Mindestlohn den Riegel vorschieben. Und mit einem 100-Milliarden-Zukunftsprogramm kann er viel für Erziehung, Bildung und bessere Infrastruktur tun, sowie der Binnennachfrage einen massiven Schub verpassen. Damit unser Land möglichst schnell aus dem Keller kommt.


05.01.2007

Herr Kauder, willkommen im Club

Kauder verlangt Einlenken der FDP bei Börsenumsatzsteuer

Hamburg (APD) Die Union will auch den Banken die Kosten der Finanzkrise aufbürden und verlangt dafür ein Umdenken beim Koalitionspartner FDP. Unionsfraktionschef Kauder forderte die Liberalen auf, endlich ihren Widerstand gegen eine international abgestimmte Einführung einer Finanztransaktionssteuer aufzugeben. «Auch die Liberalen können sich nicht dem verschließen, dass wir Lehren aus der Finanzkrise ziehen müssen und entsprechende Veränderungen vornehmen», sagte der CDU-Politiker der «Financial Times Deutschland». «Es kann nicht sein, dass die Kosten der Krise vollständig von der Allgemeinheit getragen werden müssen», sagte er

Es ist schon bemerkenswert die aich CDU Mitglieder auf die Apelle der Partei DIE LINKE hören und an das Geld der Profiteure der Krise wollen.

30.12.2009

Unternehmerverband in der Partei DIE LINKE gegründet

Am 19.12.2009 gründete sich in Berlin eine "Bundesarbeitsgemeinschaft Linke Unternehmerinnen und Unternehmer (BagliU)" als Teil der Linkspartei, deren Parteiprogramm sie beeinflussen will.

Die BagliU sieht die Klein- und Mittelunternehmen im Kampf gegen die immer drohendere Insolvenzwelle. Sie streitet darum für mehr Massenkaufkraft und Mindestlöhne, für eine gesetzliche Altervorsorge gerade für Kleinstunternehmer (auch nach der Selbständigkeit), für mehr Unabhängigkeit von den Konzernen (Reparatur, Zulieferer u.ä.), Niedrigstzinsen und Steuerstundung bei unverschuldeter Insolvenz sowie gegen unkalkulierbare Gewerbemieterhöhungen.

Der mittelstandspolitische Sprecher der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Dr. Diether Dehm, sprach sich für einen "großangelegten Diskurs für regionale Kreisläufe, für nachhaltiges Wirtschaften und eine Aufwertung des Reparaturhandwerks anstelle blinder Austauschwut" aus.

"Was wir brauchen, statt Steuergeschenke ans Hotelgewerbe, ist die verminderte Mehrwertsteuer fürs Handwerk. Deutschland braucht eine Reparaturoffensive, um Stoff zu sparen, um Müll zu meiden, um CO2 beim Transport von Austauschaggregaten durch Arbeitsplätze in der Reparatur zu ersetzen. Konzerne sollen gesetzlich gezwungen werden, Autos, Haushaltsprodukte, Unterhaltungsmedien u.ä. reparaturfreundlich zu produzieren."

Als Bundesvorsitzender des Unternehmerverbands wurde der Bundestagsabgeordnete und Medienunternehmer Dr. Diether Dehm (Niedersachsen) einstimmig gewählt. Dem Sprecherrat gehören ausserdem an: Renate Vehlow (Brandenburg), Marjana Schott (Hessen), Petra Hauthal (Sachsen), Bernd Mewes(Berlin), Mario Bender (Saarland), Joachim Gabriel (Bayern).

23.12.2009

Irrsinn: Kultusministerium und Bundeswehr schließen Kooperationsvereinbarung

Vertrag zwischen Bundeswehr und Kultusministerium in Baden - Württemberg.

Das Kultusministerium von Baden-Württemberg und die Bundeswehr haben  am 4.12.2009 einen speziellen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Offiziere der Bundeswehr sollen nun nicht mehr nur Informationsveranstaltungen halten dürfen, sondern nun AKTIV in die Lehre eingebunden werden. Darüber hinaus sollen Lehrerinnen und Lehrern Seminare im Bereich Sicherheitspolitik, Krisenbewältigung und Aufstandsbekämpfung angeboten werden.

Das Lehrpersonal und die Vertreter der Schulaufsicht sollen landesweit regelmäßig Einrichtungen und spezielle Schulungen der Bundeswehr besuchen.

Schulen sollen nun nicht mehr nur der Rekrutierung, sondern auch als erweiterter Schulungsraum für die militärische Kontrollpolitik der herrschenden Klasse nach innen und au0en dienen. So erklärte Kultusminister Helmut Rau (CDU): “Vor dem Hintergrund einer globalisierten Welt soll die Kooperation Jugendliche an sicherheitspolitische Themen heranführen. Damit soll der Blick auf die Chancen und Risiken unserer Sicherheit und auf das Fundament unserer freiheitlichen Grundordnung geschärft werden.”

Nach Informationen der Internetseite des Kultusministeriums beziehen sich die Themen auf Aufstandsbekämpfung im Inneren und Kriegsführung im Ausland: “Themen können globale Konfliktvermeidung und Krisenbewältigung sein, ebenso wie nationale Interessen, die mit baden-württembergischen Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Kooperation erörtert werden.”

 

Stellungnahme vom Ortsverband Kocher-Jagst der Partei DIE LINKE:

Das es sich bei dieser Kooperationsvereinbarung leider um keinen Scherz handelt, kann man auf der Webseite des “Bundesministerium der Verteidigung” nachlesen.

Zwang zur Aufrüstung, Krieg und sogar Aufstandsbekämpfung im Inneren…

der Lissabonvertrag lässt Grüßen!

Wussten Sie, dass mit in krafttreten des Lissabonvertrages die Todesstrafe wieder zulässig ist?

Um den Wahnsinn / Irrsinn weiter unter das “Volk” zu bringen und um eine breite Akzeptanz der Bundewehr unter dem Volk zu bekommen, greift die Landesregierung unserer Meinung nach zu einem perversen Mittel, in dem sie schon bei unseren kleinsten (Kinder und Jugendliche) unserer Gesellschaft mit der „Gehirnwäsche“ beginnen.

Im Frühjahr 2011 sind wieder Landtagswahlen!

Machen Sie mit, wählen Sie DIE LINKE damit wir gemeinsam diesen Prozess stoppen können!! 

Thorsten Evers, Erika Evers,  Alois Muth

(Vorstand des Ortsverband Kocher - Jagst der Partei DIE LINKE – Heilbronn - Unterland)

24.12.2009

Solidaritätserklärung der Partei DIE LINKE Heilbronn

bei der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Heilbronn - Unterland der Partei DIE LINKE am 17.12.09 beschlossen wir folgende Erklärung:

"Nach der Commerzbank im Frühjahr 2009 kündigte die Deutsche Bank im November 2009 sämliche Konten der MLPD ohne Angaben von Gründen. Am 7.Dezember zog die Volksbank Ruhr/Mitte nach und kündigte ein weiteres Konto der MLPD.

In einer Gesellschaft, die auf dem Geldverkehr basiert, bedeuten diese Kontenkündigungen den Versuch eines Ausschlusses von der aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und eine ernste Behinderung der politischen Arbeit.

Die öffentliche Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Heilbronn - Unterland DER LINKEN verurteilt dieses Verhalten der Banken, die sich damit das Recht herausnehmen eine politische Partei in ihrem Wirken zu behindern. Wir fordern diese diskriminierende Entscheidungen zurück zu nehmen. Die politische Arbeit der MLPD darf wie die anderer Parteien nicht behindert werden"

20.12.2009

Spekulationen über Lafontaines Rückkehr

Berlin (dpa) - Der Vorsitzende der Linkspartei, Lafontaine, wird nach Medienberichten voraussichtlich sein Amt weiter ausüben. «Die Zeichen sprechen für eine Rückkehr», sagte ein Mitglied der Parteiführung der «Frankfurter Rundschau» (heute). Auch das Magazin «Der Spiegel» berichtete, in der engsten Parteiführung werde damit gerechnet, dass Lafontaine weiterhin Bundesvorsitzender bleibe. Er werde zu einer Zusammenkunft der Bundestagsfraktion am 11. Januar erwartet, wo er sich zu seiner politischen Zukunft äußern wolle. Ein Fraktionssprecher sagte dazu: «Wir können das nicht bestätigen, der Termin steht noch nicht fest.» Linksfraktions-Chef Gysi sagte der Zeitung «Die Welt» über Lafontaine: «Natürlich kehrt er zurück. Aber ich gebe zu, dass da auch die Hoffnung ein schweres Gewicht hat. Gesundheit und Familie haben Vorrang.»

18.12.2009

EU-Kommission verfüttert LBBW an Finanzhaie

Michael Schlecht MdB Partei DIE LINKE

"Die EU-Kommission schickt die LBBW ins Casino", erklärt der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE, Michael Schlecht, zu den Sanierungsauflagen der EU-Kommission für die Landesbank Baden-Württemberg. Schlecht weiter:

"Das sich die LBBW vom Investmentgeschäft trennt und die Bilanzsumme verkürzt ist sinnvoll. Allerdings will die EU-Kommission die LBBW, eine Anstalt des öffentlichen Rechts, in eine Aktiengesellschaft umwandeln.

Es waren doch ausnahmslos CDU-geführte Bundesländer, die Landesbanken durch Renditejagd ruinierten, um an der Börse Kasse zu machen. Es ist verrückt, dass die Glücksspieler in Stuttgart und Brüssel die LBBW nun zur Therapie ins Casino schicken.

Die Steuerzahler in Baden-Württemberg haben eine Kapitalerhöhung von 5 Milliarden Euro und eine Absicherung fauler Wertpapiere von 12,7 Milliarden Euro bezahlt. Dieses Geld wird nun veruntreut, um Finanzhaie zu füttern.

Die Sparkassen zeigen, wie solide öffentliche Geschäftspolitik aussieht. Baden-Württemberg braucht eine starke öffentliche Landesbank zur Ergänzung der regionalen Sparkassen. Glücksspiel ist Sache der CDU, keine Sache der Landesbanken."

18.12.2009

Herr Guttenberg, Sie haben keine Lizenz zum Töten!

jan van Aken MdB DIE LINKE

Rede des Abgeordneten Jan van Aken der Partei DIE LINKE

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren!

In Kunduz ging es nie um die Tanklaster. Es ging darum, Menschen zu töten. Ich zitiere hier jetzt nur aus öffentlichen Quellen. Ich habe keinen Grund, an deren Seriosität zu zweifeln. Kurz vor dem Bombenabwurf fragten die beiden amerikanischen Piloten fast schon verzweifelt: Worum geht es denn jetzt? Geht es um die Tanklaster oder um die Menschen? Darauf gab es eine ganz klare Antwort aus dem deutschen Lager ich zitiere wörtlich : Wir wollen die Menschen töten. Kein Wort von den Tanklastern, und ein paar Minuten später waren über Hundert Menschen tot.
(Volker Kauder (CDU/CSU): Wo steht das denn? Geben Sie eine Quelle an!)


Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keinen einzigen Angriff mit deutscher Beteiligung, bei dem so viele Menschen getötet worden sind.
(Dr. h. c. Hans Michelbach (CDU/CSU): Falschbehauptungen! - Volker Kauder (CDU/CSU): Das ist die Unwahrheit, die Sie hier reden!)


„Vernichten“, das ist das Wort, das Oberst Klein dafür benutzt hat. Bis heute wissen wir immer noch nicht, wie viele unschuldige Zivilisten dabei zu Tode gekommen sind.
(Dr. h. c. Hans Michelbach (CDU/CSU): Falschbehauptungen!)
Auf jeden Fall waren es sehr, sehr viele.
(Zuruf von der CDU/CSU: Nennen Sie die Quellen!)


Dann setzt sich Herr zu Guttenberg ins deutsche Fernsehen und sagt: Wir brauchen eine „notwendige Anpassung an die Realitäten“. Sie haben hier gar nichts anzupassen. Herr zu Guttenberg, Sie haben keine Lizenz zum Töten.
(Beifall bei der LINKEN)


Gezielte Tötung ist nichts anderes als eine Todesstrafe ohne Gerichtsurteil und ohne Gerichtsverfahren. Das dürfen Sie nicht.
(Zurufe von der CDU/CSU)


Das Einzige, was Herr zu Guttenberg hat, ist ein Mandat des Deutschen Bundestages. Dieser Bundestag hat Ihnen niemals die Erlaubnis zum gezielten Töten gegeben.
(Beifall bei der LINKEN - Volker Kauder (CDU/CSU): Das gab es nur in der DDR, nur an der deutsch-deutschen Grenze! Todesschuss! Mauer!)


Um es deutlich zu sagen: Das vom Bundestag erteilte Mandat umfasst nicht das Recht, Zielpersonen unter Anwendung tödlicher Gewalt wegen einer nur vermuteten Gefahr gezielt zu liquidieren.
(Beifall bei der LINKEN)


Wenn Sie in den Reihen der CDU/CSU jetzt dagegen protestieren, dann sage ich Ihnen: Sie sind doch völlig kriegsblind. Das, was ich eben hier vorgelesen habe, kommt aus Ihren eigenen Reihen. Der Staatssekretär im Verteidigungsministerium hat dies vor wenigen Monaten im Bundestag gesagt. Ich wiederhole:
Das ... Mandat umfasst nicht das Recht, Zielpersonen ... gezielt zu liquidieren, ...
Das sagte der Staatssekretär im Verteidigungsministerium hier am 11. Februar dieses Jahres. Das heißt, der Bombenangriff in Kunduz war illegal und durch kein Mandat und durch kein Gesetz gedeckt. So weit sind wir jetzt gekommen.
(Beifall bei der LINKEN)


Sie von der CDU/CSU, Sie von der FDP, aber auch Sie von der SPD und den Grünen haben Deutschland in einen Krieg getrieben, über den Sie nie die Wahrheit gesagt haben.
(Beifall bei der LINKEN)


Sie haben immer von Aufbau geredet und meinten den Krieg. Sie reden von Brunnenbau und verschweigen die Leichen. Sie alle haben gelogen, und Sie wissen ganz genau, warum. Denn die ganz große Mehrheit in Deutschland lehnt diesen Krieg ab.
(Beifall bei der LINKEN)


Selbst vor zwei Wochen, vor dem Desaster, das Sie jetzt hier angerichtet haben, haben sich gerade einmal 27 Prozent der Deutschen für den Krieg in Afghanistan ausgesprochen, und das trotz all Ihrer Lügen, all Ihrer Aufbau- und Schutztruppenrhetorik; da war von Vernichten noch gar nicht die Rede. Wir wollen keinen Krieg, wir wollen keine Leichen, und wir wollen nicht die tagtägliche Zerstörung, die dieser Krieg in Afghanistan anrichtet.
(Beifall bei der LINKEN)


Es geht jetzt um zwei Dinge:
Erstens. Heben Sie sofort das Mandat für den Afghanistan-Krieg auf,
(Beifall bei der LINKEN)
das der Bundestag vor zwei Wochen beschlossen hat; denn noch vor zwei Wochen hat niemand etwas von Vernichtung gesagt. Das ganze Mandat ist doch unter völlig falschen Voraussetzungen zustande gekommen.
(Beifall bei der LINKEN)
Deswegen sagen wir: Das Mandat muss weg, und der Krieg muss jetzt aufhören.
(Zuruf von der CDU/CSU: Menschenverachtend!)


Zweitens muss Frau Merkel endlich erklären, wer wann die Erlaubnis oder sogar den Befehl zum gezielten Töten gegeben hat. Ich bitte Sie: Kein Mensch glaubt doch im Ernst, dass ein deutscher Offizier ohne Absicherung nach oben Regeln verletzt, Amerikaner belügt und eigenmächtig handelt, was dazu führt, dass über 100 tote Menschen auf der Strecke bleiben.
(Beifall bei der LINKEN)


Irgendwer hier in Berlin hat diese Entscheidung irgendwann getroffen. Alle, die an dieser Entscheidung beteiligt waren, müssen ihren Hut nehmen. Es kann doch nicht sein, dass jemand in Deutschland die illegale Tötung beschließt und danach weiterregiert.
(Michael Grosse-Brömer (CDU/CSU): Was reden Sie denn da? So ein Unsinn! - Dr. Andreas Schockenhoff (CDU/CSU): Jetzt ist es aber langsam gut, Herr Kollege!)
Dazu muss sich Frau Merkel jetzt erklären.
(Beifall bei Abgeordneten der LINKEN)


Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Deutschland keine Waffen mehr exportieren sollte. Gestern konnten wir lesen: Über 8 Milliarden Euro hat Deutschland im letzten Jahr am Export von Kriegsgerät verdient. Ich finde, das sind 8 Milliarden Euro zu viel.
Ich danke Ihnen.
(Beifall bei der LINKEN)

17.12.2009

Gedanken zur Schweinegrippe

Pandemie der Profitg(e)ier

Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Menschen an der Malaria, die ganz
einfach durch ein Moskitonetz geschützt werden könnten.
Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.

Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Mädchen und Jungen an
Durchfallerkrankungen, die mit einer isotonischen Salzlösung im Wert
von ca. 25 Cent behandelt werden könnten.
Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.

Die Masern, Lungenentzündungen und andere, mit relativ preiswerten
Impfstoffen heilbare Krankheiten rufen jedes Jahr bei fast 10 Mio.
Menschen den Tod hervor.
Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.

Aber als vor einigen Jahren die famose "Vogelgrippe" ausbrach,
überfluteten uns die globalen Informationssysteme mit Nachrichten.
Mengen an Tinte wurden verbraucht und beängstigende Alarmsignale ausgegeben.
Eine Epidemie, die gefährlichste von allen!

Eine Pandemie!

Die Rede von der schrecklichen Krankheit der Hühner ging um den Globus.
Und trotz alledem, die Vogelgrippe hatte weltweit "nur" 250 Menschen zu
beklagen. 250 Menschen in zehn Jahren, das ist ein Mittel von 25
Menschen pro Jahr. Die normale Grippe tötet jährlich weltweit ca.
500.000 Menschen.
Eine halbe Million gegen 25 .

Einen Moment mal. Warum wird ein solcher Rummel um die Vogelgrippe
veranstaltet?

Etwa weil es hinter diesen Hühnern einen "Hahn" gibt, einen Hahn mit
gefährlichen Sporen.

Der transnationale Pharmariese Roche hat von seinem famosen Tamiflu zig
Millionen Dosen alleine in den asiatischen Ländern verkauft. Obgleich
Tamiflu von zweifelhafter Wirksamkeit ist, hat die britische Regierung
14 Mio. Dosen zur Vorsorge für die Bevölkerung gekauft.
Die Vogelgrippe hat Roche und Relenza, den beiden Herstellern der
antiviralen Produkte milliardenschwere Gewinne eingespült.

Zuerst mit den Hühnern, jetzt mit den Schweinen.
Ja, jetzt beginnt die Hysterie um die Schweinegrippe.
Und alle Nachrichtensender der Erde reden nur noch davon. Jetzt redet
niemand mehr von der ökonomischen Krise, den sich wie
Geschwüre ausbreitenden Kriegen oder den Gefolterten von Guantanamo .

Nur die Schweinegrippe, die Grippe der Schweine?

Und ich frage mich, wenn es hinter den Hühnern einen großen Hahn gab,
gibt es hinter den Schweinen ein "großes Schwein"?

Was sagt ein Verantwortlicher der Roche dazu: "Wir sind sehr besorgt um
diese Epidemie, soviel Leid, darum, werden wir das wundervolle Tamiflu
zum Verkauf anbieten."

Und zu welchem Preis verkaufen sie das wunderbare Tamiflu?
OK, wir haben es gesehen. 50 US$ das Päckchen.
50 US$ für dieses Schächtelchen Tabletten?
Verstehen Sie doch, die Wunder werden teuer bezahlt.
Das was ich verstehe ist, dass diese multinationalen Konzerne einen
guten Gewinn mit dem Leid der Menschen machen .

Die nordamerikanische Firma Gilead Sciences hält das Patent für Tamiflu.

Der größte Aktionär dieser Firma ist niemand weniger als die
verhängnisvolle Person, Donald Rumsfeld, der frühere
Verteidigungsminister der US-Administration George W. Bushs, der Urheber
des Irak-Krieges. Die Aktionäre von Roche und Relenza reiben sich die
Hände, sie sind glücklich über die neuen Millionen-Gewinne mit dem
zweifelhaften Tamiflu.

Die wirkliche Pandemie ist die Gier, die enormen Gewinne dieser
"Gesundheitssöldner".

Wir sind nicht gegen die zu treffenden Vorbeugemaßnahmen der einzelnen
Staaten.
Aber wenn die Schweinegrippe eine so schreckliche Pandemie ist, wie sie
von den Medien angekündigt wurde, wenn die Weltgesundheitsorganisation
so besorgt ist, um diese Krankheit, warum wird sie dann nicht zum
Weltgesundheitsproblem erklärt und die Herstellung von Generika erlaubt,
um sie zu bekämpfen? Das Aufheben der Patente von Roche und Relenza und
die kostenlose Verteilung von Generika in allen Ländern, die sie
benötigen, besonders in den ärmeren, wäre die beste Lösung.

Übermitteln Sie diese Nachricht nach allen Seiten, so wie es mit
Impfstoffen gemacht wird, damit alle diese Seite der Realität dieser
"Pandemie" erkennen.

Aus der mexikanischen Tageszeitung "La Jorna

Entdeckt von unserem Korrospondenten in Zürich

16.12.2009

Presseerklärung von Karin Binder (MdB) zur Vorratsdatenspeicherung

Karin Binder MdB

Mehr als 34.000 Menschen haben sich an einer Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung beteiligt. Der Staat spricht mit diesem Gesetz einen Pauschalverdacht gegen alle seine BürgerInnen aus: jede/r ist ein potentielles Sicherheitsrisiko. Ein Staat, der so agiert, stellt sich gegen seine BürgerInnen. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat die Umsetzung des Gesetzes zunächst in einstweiligen Anordnungen eingeschränkt. Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die geplante Vorratsdatenspeicherung unser Grundgesetz und damit unsere Demokratie im Mark trifft. Dagegen versuchen die KlägerInnen, die zentralen Rechte von BürgerInnen auf ungehinderte und freie Kommunikation zu erhalten.
 
"Ich erwarte, dass das BVerfG das Recht auf freie, nicht überwachte Kommunikation bestätigt und weitere Einschränkungen für das Vorhaben der Regierung verfügen wird. Das bedeutet für Schwarz/Gelb zumindest nacharbeiten oder besser noch, das Gesetz ganz zu kippen", so Karin Binder, Karlsruher Bundestagsabgeordnete der LINKEN.
 
"Das Recht der BürgerInnen auf unbeobachtete Kommunikation und informationelle Selbstbestimmung muss gewahrt werden. Es darf nicht sein, dass Millionen von Verbindungs- und Gesprächsdaten gespeichert und computertechnisch ausgewertet werden. Allein die technische Machbarkeit darf nicht die Begründung dafür sein, dass der Staat und Behörden immer tiefer in die Privatsphäre der Menschen eindringen."
 
"Fortschritt bedeutet nicht, den immer größeren Begehrlichkeiten von Datensammlern nachzugeben.  Fortschritt bedeutet, die Digitalisierung der Kommunikation für die Menschen zu nutzen und nicht gegen sie.  Deshalb müssen sich Bürgerrechtsbewegungen diesem Treiben entgegenstellen und die Bevölkerung aufklären. Sicherheit und Freiheit werden durch Überwachung und totale Kontrolle nicht geschützt  sondern eingeschränkt und die Demokratie ausgehebelt. Die Aktionen, die u.a. in Karlsruhe vom AK Vorratsdatenspeicherung durchgeführt werden, unterstütze ich voll und ganz."

13.12.2009

Uli Maurer unterstützt Widerstand gegen Stuttgart 21

Stuttgart 21 ist beschlossen, Ulrich Mauer meint, zur Entscheidung des so genannten Lenkungskreises in Stuttgart,  das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart21 wie geplant umzusetzen äußert sich der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei DIE LINKE Ulrich Maurer MdB wie folgt:"Diese Entscheidung ist an Borniertheit nicht mehr zu überbieten."

Sie war zu erwarten, denn sie zeigt den in vielen Fällen derzeitigen Zustand unserer parlamentarischen Demokratie. Vernünftige Argumente werden ignoriert - mächtige Lobbyinteressen werden bedient und die Interessen einer Mehrheit der Bevölkerung wird immer weniger berücksichtigt. Der Bürger kann ja regelmäßig zu den Wahlurnen gehen. Maurer weiter: "Ich unterstütze ausdrücklich den jetzt von den S21-Gegnern angekündigten öffentlichen (gewaltfreien) Widerstand gegen das Projekt. DIE LINKE wird sich an diesem Widerstand beteiligen und darauf drängen, dass der Alternativ-Vorschlag Kopfbahnhof 21 nun endlich ernsthaft geprüft wird."

Es ist grotesk, wie man einerseits unglaubliche soziale Einschnitte mit leeren Kassen begründet und auf der anderen Seite Milliarden in ein Tunnelprojekt vergräbt. Dabei sind die Betriebskosten für Belüftung, Sicherheit, Beleuchtung, Rolltreppen, Aufzüge, etc. noch gar nicht berücksichtigt.

Die Baden-Württemberger SPD wird sich durch ihre starre Haltung als Befürworterin von S21 weiter ins politische Abseits stellen.

08.12.2009

Großer Sieg für Bewegung zum Sozialismus

"Die Wiederwahl von Evo Morales ist eine Ermutigung für alle in der Welt, die für eine gerechtere Gesellschaft kämpfen", erklären Lothar Bisky und Oskar Lafontaine, Vorsitzende der Partei DIE LINKE, sowie Gregor Gysi, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, zur Wiederwahl des bolivianischen Staatspräsidenten.  Bisky, Lafontaine
und Gysi weiter: "Die überwältigende Zustimmung von mehr als 60 Prozent der Bevölkerung für Evo Morales und seine Bewegung zum Sozialismus (MAS) zeigt, dass hinter seiner Politik nicht Millionäre, sondern Millionen von Menschen stehen. Wir beglückwünschen Evo Morales und die MAS zu diesem Wahlsieg und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg bei den Reformvorhaben.

Bolivien steht für eine Alternative zum neoliberalen Kapitalismus. Für den Kampf um Demokratie und eine Gesellschaft, in der nicht länger die Profite weniger, sondern die Bedürfnisse und Interessen der Mehrheit im Mittelpunkt stehen. Eine solche Alternative wird immer attraktiver.<wbr>"

02.12.2009

- Landesregierung ist untätig und hat versagt -

DIE LINKE wirft Daimler-Vorstand unsoziales Verhalten gegenüber den Beschäftigten und Verantwortungslosigkeit gegenüber der Region vor.

Die Partei DIE LINKE kritisiert den Daimler-Vorstand heftig für seine Entscheidung, die Produktion der C-Klasse in die USA zu verlagern. Bernd Riexinger, Landessprecher: „Die Entscheidung ist gegenüber den Beschäftigten völlig unsozial und gegenüber der Region verantwortungslos. Wir können die Beschäftigten nur ermutigen für ihre Arbeitsplätze zu kämpfen und die Entscheidung nicht einfach hinzunehmen. DIE LINKE. Baden-Württemberg wird sie dabei unterstützen.“

Gleichzeitig kritisiert DIE LINKE die schwarz/gelbe Landesregierung und wirft ihr Untätigkeit vor. Riexinger: „Die Landesregierung hat wieder einmal versagt. Sie ist nicht in der Lage ihren Einfluss geltend zu machen, damit die Arbeitsplätze im Land bleiben. Wirtschafts- und Industriepolitik ist eben mehr, als den Managern nach dem Mund zu reden und beständig die Stärke des Industriestandortes Baden-Württemberg zu beschwören.“

 

DIE LINKE fordert den Daimler-Vorstand auf die Entscheidung zurückzunehmen. Auch die Landesregierung müsse jetzt das Management unter Druck setzen. Schließlich profitiere Daimler seit Jahrzehnten von der Infrastruktur im Land und der Region, die mit öffentlichen Mitteln aufgebaut wurde. Teilweise habe Daimler nicht einmal Gewerbesteuer bezahlt. Die Politik müsse Daimler an seine gesellschaftliche Verantwortung nachdrücklich erinnern und offensiv die Beschäftigten und ihre Gewerkschaften im Kampf um ihre Arbeitsplätze und zukünftige Existenz unterstützen.

27.11.2009

Pädagogische Hochschule Ludwigsburg besetzt

Seit Mittwoch 12:58 Uhr gilt die Aula der PH Ludwigsburg als besetzt. Die Besetzung wurde unter Teilnahme des Rektorats und vieler DozentInnen demokratisch in einer Vollversammlung beschlossen. Mehr als 1000 Studentierende bezeugten so ihren solidarischen Schulterschluss zu über 100 am internationalen Bildungsstreik beteiligten Schulen und Hochschulen.

Die Teilnahme am Bildungsstreik wird von Studierenden und einigen MitarbeiterInnen der Pädagogischen Hochschule als gute Möglichkeit erachtet, Forderungen nach einem gerechteren und sozialeren Bildungssystem Nachdruck zu verleihen. Gemeinsam mit Studierenden aus Reutlingen und der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg kritisieren sie bildungspolitische Missstände, wie z.B. die Ökonomisierung der Hochschulen, Studiengebühren und die nicht mehr hinnehmbaren Folgen der Umstellung auf das Bachelor- und Mastersystem.

Stellungnahme von der Michael Herrmann und Felix Reinauer:

Schon im Juni 2009 demonstrierten Studenten in Deutschland für bessere und sozialere Studienbedingungen. Fortgesetzt wurden diese Demonstrationen vergangenen Samstag, den 21.11.2009. An die 5000 DemonstrantInnen trugen in Stuttgart symbolisch „die Bildung zu Grabe“.

Stellungnahme Daniel Behrens Bildungsstreik-Bündnis PH Ludwigsburg:

Gerade wir als angehende Lehrkräfte und PädagogInnen stehen in der Verantwortung uns für ein gerechteres Bildungssystem einzusetzen. Mit der Hörsaalbesetzung an der PH wollen wir unseren Forderungen Druck verleihen. Bildung darf nicht den Kapitalinteressen unterworfen werden, sondern muss der freien Entfaltung des Individuums dienen und es für kritisches Denken sensibilisieren.

19.11.2009

Investitionsprogramm zur Unterstützung der Kommunen!

DIE LINKE kritisiert: Trotz Schweinegrippe – in Schulen kein Geld für Seife! Hinweise für richtiges Händewaschen ließ die Landesregierung an allen Schulen Baden-Württembergs verteilen. Realität ist: oft fehlt das Geld für Seife und Handtücher.

Die Eltern in Ludwigsburg schlagen Alarm. Trotz Aufklärungsbemühungen der Lehrkräfte können die Schülerinnen und Schüler in den Klassenzimmern und Schultoiletten keine Hände waschen – mal fehlt die Seife, mal fehlen die Papiertücher, mal fehlt beides. Angesichts der drohenden Schweinegrippe eine katastrophale Situation, finden die Ludwigsburger Schulleiter. Die Stadtverwaltung hat immerhin den Bedarf ermittelt. Doch die 25.000 €, die es kosten würde, alle Schulen auszustatten, seien nicht vorhanden. Nur die Pestalozzi-Grundschule ist besser dran. Dort allerdings haben die Eltern über den Förderverein die Seife bezahlt.

Der Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Bildung der Linken Baden-Württemberg Erhard Korn verweist auf herunterfallende Decken und stinkende Toiletten: „Geiz bei der Sicherheit und Hygiene unserer Kinder ist nicht geil, schon gar nicht in den reichsten Städten Baden-Württembergs. Es kann nicht sein, dass Eltern auch noch die Seife beschaffen müssen. Dies ist Aufgabe der Gemeinden.“ Die Linke fordert ein 5-Milliarden-Investitionsprogramm zur Unterstützung der Kommunen.

18.11.2009

Schwarz - Gelb

17.11.2009

Die soziale Kälte kommt

Presseerklärung der Landesarbeitsgemeinschaft selbstbestimmte Behindertenpolitik in Baden-Württemberg:

Die soziale Kälte kommt jetzt auch für Menschen mit Behinderungen immer näher. Erst haben Vertreter des Deutschen Städtetages im Zuge der Finanzkrise Kosten für die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen infrage gestellt. Jetzt plant die Landesregierung von Baden-Württemberg ihre Zuschüsse für die Beförderung von Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Personennahverkehr zu streichen, und sie will dies auch noch mit einer Bundesratsinitiative auf das ganze Bundesgebiet ausdehnen. Dieses Vorgehen lehnt die Landesarbeitsgemeinschaft "Selbstbestimmte Behindertenpolitik" der Partei Die LINKE ab. Dieses Vorgehen widerspricht dem Art. 20 der UN Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, in dem es heißt: "Die Vertragsstaaten treffen wirksame Maßnahmen, um für Menschen mit Behinderungen persönliche Mobilität mit größtmöglicher Selbstbestimmung sicherzustellen, indem sie unter anderem a) die persönliche Mobilität von Menschen mit Behinderungen in der Art und Weise und zum Zeitpunkt ihrer Wahl und zu erschwinglichen Kosten fördern." Dieser UN Konvention hat auch die Landesregierung im Bundesrat zugestimmt. Menschen mit Behinderungen dürfen nicht für eine fehlgeleiteten Steuer- und Finanzpolitik des Bundes und des Landes Baden-Württemberg bestraft werden. Wir fordern die Landesregierung von Baden-Württemberg auf, endlich ein schlüssiges Konzept zur Umsetzung der UN Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Zusammenarbeit mit den Betroffenen zu formulieren und umzusetzen. Die konsequente Umsetzung der UN Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, davon profitieren alle gesellschaftlichen Gruppen, ist ein gutes Konjunkturprogramm Zurückhaltung der Wirtschafts- und Finanzkrise.

V.i.S.d.P.: Stephan Lorent, Sprecherrat Landesarbeitsgemeinschaft "Selbstbestimmte Behindertenpolitik"; Behindertenbeauftragter von „Die Linke.“ Baden-Württemberg, Mömpelgarderweg 4,72072 Tübingen

 


11.11.2009

Impfen gegen Schweinegrippe ???

Wer es noch nicht weiß:

Die beiden Impfstoffe gegen die so genannte "Schweinegrippe"
Pandemrix® und Focetria®, enthalten als Adjuvans (Wirkverstärker)
Squalen.

Beim Menschen ist Squalen bei den US-Soldaten des ersten Golfkriegs
als Impfverstärker eingesetzt worden. 23-27%, also jeder Vierte von
ihnen und auch solche, die zu Hause blieben(!), bekamen die sog.
Golfkriegskrankheit, mit chronischer Müdigkeit, Fibromyalgie
(Muskelrheuma), neben Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen,

persistierenden Kopfschmerzen, Erschöpfung und ausgedehnten

Schmerzen charakterisiert. Die Krankheit kann auch chronische
Verdauungsprobleme und Hautausschlag einschließen.

Die Erkrankung hat sich seit 1991 also seit 18 Jahren nicht
gebessert. Bei 95% der Geimpften mit Golfkriegssyndrom wurden
Squalen-Antikörper gefunden, bei den Geimpften aber nicht Erkrankten
bei 0%. Erst nach mehr als 10 Jahren wurden die Schäden vom
US-Verteidigungsministerium anerkannt.

Wenn die Bundesregierung ihren Willen durchsetzt und 35 Millionen
Menschen geimpft werden, ist damit zu rechnen, dass 8-9 Millionen
Bundesbürger für die nächsten Jahrzehnte unter chronischer Müdigkeit
und Fibromyalgie etc. leiden werden.

Geben Sie dieses Email bitte an möglichst viele ihrer Bekannten
weiter.

Juliane Sacher
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Bergerstr. 175
60385 Frankfurt
T: 069 - 921 89 90
F: 069 - 921 89 990
www.praxis-sacher.de

06.11.2009

Kirchen, DGB und Attac fordern Transaktionssteuer

Die katholische Organisation Justitia et Pax macht sich mit dem DGB und dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac für eine Finanztransaktionssteuer stark. Die «Frankfurter Rundschau» (Freitagausgabe) berichtete vorab, die Organisationen forderten die Bundesregierung in einem Aufruf zu mehr Engagement für eine solche globale Abgabe auf. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) solle sich bei dem am Freitag (6. November) beginnenden G20-Finanzministertreffen in Schottland für eine Finanztransaktionssteuer einsetzen.

 

29.10.2009

Hartz-IV Schüler müssen ihre Monatskarte selbst bezahlen

Schüler, die von Hartz IV leben, müssen ihre Monatskarte selbst bezahlen. Das Bundessozialgericht entschied am Mittwoch, dass es keinen Anspruch auf Erstattung einer Schülermonatskarte gibt. Das Sozialgesetzbuch sehe nicht vor, dass Jobcenter neben dem Arbeitslosengeld II diese Zusatzleistung als Zuschuss oder Darlehen bezahlen müssten, erklärte das Gericht.

Ein Justizskandal ohne gleichen! Hier wird die Bildungsferne der Unterschichten juristisch zementiert!

29.10.2009

Ein Bushle für den Südwesten

Mit Mappus auf dem Weg nach rechts

Der coup d’etat, mit dem Oettinger von Merkel weggelobt und Stefan Mappus zum neuen Hoffnungsträger der CDU gemacht wird, läutet für die Landtagswahlen in Baden-Württemberg einen Lagerwahlkampf ein. DIE LINKE Mappus Hauptgegner (Schwäb. Post, 3.9.09). Mit seinen Denkgefährten sieht er es als „Auftrag der Konservativen“, gegen die DIE LINKE „einen aggressiven konservativen Abwehrkampf“ zu führen.

Dabei will sich Mappus schwerpunktmäßig nach rechts orientieren und das Potential wieder gewinnen, das die CDU in den letzten Jahren hin zu den Republikanern, der NPD oder christlich-fundamentalistischen Kleinparteien verloren hat. Im Stil von Franz Josef Strauß sollen „heimatverbundene Patrioten“ angesprochen werden. Nachzulesen ist dies im Strategiepapier „Moderner bürgerlicher Konservatismus“. Die Jungkonservativen um Mappus und den Junge-Unions-Chef Missfelder beklagten das Fehlen einer rechten Leitfigur in der CDU. Diese Rolle soll nun offenbar Mappus spielen.

Zielgruppe Waffenlobby

In den Spuren von Bush wandelte Mappus am 10. September im badischen Forst vor der versammelten Lobby der Waffenbesitzer, wo er Beifall bekam für seine Kritik am „überhasteten Gesetzgebungsverfahren“ und sich vom Antrag des eigenen Innenministeriums distanzierte, das im Bundesrat eine Überprüfung des Großkalibersports beantragt hatte. Der Expertenkreis Amok, vom Landtag eingesetzt zur Überprüfung der Konsequenzen aus dem Massaker von Winnenden, hatte dagegen klar formuliert, dass die Faszination und Verfügbarkeit der Waffen über den Schützenverein eine „erhebliche Rolle“ für den Amoklauf gespielt haben. Mappus hat sich gegen die Empfehlungen des Expertenkreises gewandt und dem Druck der Waffenlobby gerade bei der Frage der großkalibrigen Waffen nachgegeben.

Feindbild DIE LINKE

Als Oettinger im Februar 2008 den SPD-Fraktionsvorsitzenden Schmiedel kritisierte, er mache „DIE LINKE hoffähig und trage den Virus versuchsweise nach Baden-Württemberg“ wehrte sich Schmiedel mit der Aussage, mit dem Begriff „Viren“ sei Oettinger nahe am Sprachgebrauch der Nazis. Mappus forderte Schmiedels Rücktritt  Als Gesine Schwan, SPD-Bundespräsidentenkandidatin mit Vertretern der Linken sprach, polemisierte Mappus in Absprache etwa mit dem hessischen Fraktionschef Wagner, ein Bundespräsident dürfe sich nicht von „Kommunisten“ wählen lassen. Bei beiden Vorgängen ist klar: die Neokonservativen zielen darauf, der SPD eine künftige Mehrheitsoption zu nehmen. Um das zu erreichen, wird es auch im Land verstärkt zu Diffamierungen der Linken kommen, die aber immer auch die SPD treffen sollen. Ein Beispiel ist seine Intervention gegen die Ausstellung „Neofaschismus in der Bundesrepublik Deutschland“ in Pforzheim.

Sozialpolitik

Am Zerfall der Werte, am Anstieg der Kriminalität, an der Krise der Familie ist für Mappus DIE LINKE schuld. Dem Ausbau der Krippenplätze steht er skeptisch gegenüber, für eine Erhöhung der Bundeszuschüsse hat er sich bei den Verhandlungen über den Koalitionsvertrag nicht eingesetzt; die wegbrechenden Einnahmen der Kommunen will er mit Landesmitteln nicht auffangen. So wird einerseits der Ausbau der Krippen- und Ganztagesplätze bei den Kitas gebremst, andererseits müssen zusätzliche Kosten auf die Eltern abgewälzt werden.

Er wendet sich gegen einen „verteilenden Sozialstaat“. Die Überschrift hierfür lautet bei Mappus „Stärkung der Eigenverantwortung in der Familienpolitik“ etwa durch höhere Freibeträge. Durch einen Freibetrag von 8.000€ kann allerdings kein Kitaplatz mit Kosten von etwa 300€ monatlich finanziert werden – abgesehen davon, dass die vielen Geringverdiener den Freibetrag nicht nutzen können.

Trotz dieser Haltung musste er sich von der FDP-Landesvorsitzenden Homburger im Februar 2008 vorwerfen lassen, er habe im Zusammenhang mit der Reform der Erbschaftssteuer „linke Klassenkampfparolen“ übernommen. Mappus wird sich, wie das Strategiepapier zeigt, wie Rüttgers in NRW weniger neoliberal als wirtschaftskonservativ profilieren: „Wo einseitig Wirtschaftsinteressen an Stelle von Gemeinwohlinteressen treten, gefährdet das Freiheit und Solidarität in der Gesellschaft.“ Bisher blieb es allerdings auch bei Rüttgers bei Worten. Zu Recht fragt der Parteienforscher Wehling, ob Mappus Profil nur ein Stück Taktik ist.

Bildungspolitik

In den Auseinandersetzungen um die Werkrealschule hat sich Mappus als Lobbyist der kleinen Hauptschulen gezeigt, der starr am dreigliedrigen Schulsystem festhält. Es ficht ihn nicht an, dass Hauptschulen häufig zu Ghettoschulen geworden sind und den Jugendlichen mit Migrationshintergrund damit Integrationsmöglichkeiten vorenthalten werden. Die Chancen dieser Jugendlichen werden schlechter – und wenn es zu gewaltsamen Übergriffen von ausländischen  Jugendlichen etwa in S-Bahnen kommt, werden – wie bei Koch in Hessen – mit Seitenblicken auf eher rechte Wählergruppen Ressentiments geschürt und ein höheres Strafmaß gefordert. Dagegen setzt er auf die „deutsche Leitkultur“ und will Zuwanderung nur noch für Spitzenkräfte“

Gegen Kritik an seiner Politik wird Mappus schärfer vorgehen; dies hat er gezeigt, als er im Juli 2008 die Absetzung des Ravensburger Schulleiters Rudolf Bosch forderte, der gerade die Selektion von Migranten durch die Bildungspolitik scharf kritisiert hatte: „Wenn der Mann noch lange im Amt ist, dann verstehe ich nicht mehr, warum man das Beamtentum noch braucht.“ ek

 

27.10.2009

Das Verfassungsgericht bringt die Bundesregierung wegen Hartz IX ins Schwitzen


Das Bundesverfassungsgericht wird aller Voraussicht nach, der Bundesregierung eine bittere juristische Niedeerlage bereiten. In dem Spiegelartikel wird deutlich wie menschenverachtend die 'Toskanafraktion der Sozialdemokraten mit den ärmsten der Gesellschaft umgeht. Man sollte das Zitat von Klaus Ernst in den Ohren haben wenn man den Artikel gelesen hat: Wenn die Abgeordneten des Bundestages die Auswirkung ihres Abstimmungsverhaltens durchleben müßten wären die Abstimmungsergebnisse Andere.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,656402,00.html

Die

20.10.2009

DIE LINKE ist und bleibt garaniert sozial

Landesschatzmeister Brandenburg Matthias Osterburg

In Heilbronn kursieren Gerüchte, dass DIE LINKE, um in Brandenburg mitregieren zu können, zugestimmt hätte Stellen im Öffentlichen Dienst des Bundeslands mit dem Roten Adler zu streichen.

Das ist nicht zutreffend! Nach Auskunft des Schatzmeisters des Landesverbandes Brandenburg der Partei DIE LINKE, Matthias Osterburg, ist folgender Sachstand Stand der Dinge: Der Finanzminister Brandenburgs Speer (SPD) forderte in den Koalitionsverhandlungen, um den Haushalt zu konsolidieren, Stellen im öffentlichen Dienst zu streichen. Siehe hierzu auch die Homepage der Brandenburger Polizeigewerkschaft. http://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/id/DE_Stellenabbau_in_der_Brandenburger_Landesverwaltung

DIE LINKE hingegen verhandelt über Einstellungskorridore! So sollen 8000 öffentlich geförderte Jobs geschaffen werden. Darauf hat man sich nach Presseberichten wohl schon geeinigt. Außerdem ist ein Vergabegesetz mit Mindestlöhnen bei öffentlichen Aufträgen vorgesehen. Der Slogan, je stärker DIE LINKE, desto sozialer das Land behält auch weiterhin seine Gültigkeit!

15.10.2009

„Politischer Aufbruch in Lateinamerika. Neue Perspektiven für die lateinamerikanische-deutsche Gewerkschaftszusammenarbeit“

Unter diesem Thema fand am 13. und 14.Oktober in Berlin auf Einladung von IG Metall, DGB und Friedrich Ebert Stiftung eine Konferenz statt, an der 16 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus Lateinamerika und ca. 30 aus Deutschland teilnahmen, Der erste Tag stand im Zeichen der politischen Entwicklung in Lateinamerika, interessante Vorträge und Diskussionen fanden statt zu Themen wie: Politischer Aufbruch in Lateinamerika? Zum Verhältnis zwischen Gewerkschaften und linken Regierungen und Elemente eines „neuen Entwicklungsmodells“ aus gewerkschaftlicher Sicht. Linke Regierungen in Lateinamerika: Auf dem Weg zur Entwicklung einer politischen Alternative zum neoliberalen Entwicklungsmodell? Alternative Wege aus der Krise: Green New Deal, lohninduziertes Wachstum, Renaissance des Staates?

Am zweiten Tag ging es eher um neue Perspektiven für die lateinamerikanisch-deutsche Gewerkschaftszusammenarbeit, so zum Beispiel im Forum Internationale Betriebsratsarbeit zwischen Kooperation und Konkurrenz. Dort berichtete Manuel Campos, Internationaler Sekretär für Lateinamerika, IG Metall, über Erfahrungen mit internationalen und unternehmensbezogenen Netzwerken. Jose Luis Rodriguez, ehem. VW-Gewerkschaft, Mexiko, brachte Erfahrungen bei der Gründung des Weltbetriebsrats von VW ein. Thorsten Zangerle, von der Vertrauenskörperleitung von Opel in Kaiserslautern berichtete über die aktuellen auf europabezogenen Konzernverhandlungen und gewerkschaftlichen Aktionen im Zusammenhang mit der Übernahme durch Magna. <st1:personname w:st="on">Johannes Müllerschön</st1:personname>, BRV bei CNH/Fiat Group und Mitglied im Branchenteam Landtechnik beim IG Metallvorstand stellte das Netzwerk Landtechnik vor und berichtete über die bisherigen Versuche der internationalen Ausweitung, vor allem Richtung Europa. Von weltweit 28000 Beschäftigten bei CNH das ist der Land- und Baumaschinenbereich der Fiat Gruppe arbeiten ca. 3000 Menschen in Brasilien. Weitere Vernetzung sei also angesagt.

Auf einen Sprung schaute auch der DGB Vorsitzende Michael Sommer auf der Konferenz vorbei. Er begrüßte die Delegation aus Lateinamerika mit den Worten: Lateinamerika sei der einzige Kontinent, auf den man als Sozialdemokrat zur Zeit noch stolz sein könne. In Anspielung auf die laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP, die in unmittelbarer Nähe des Konferenzortes  und zeitgleich stattfanden meinte er: „Es macht schon einen Unterschied, ob man als Gewerkschaftsvertreter sich mit der Regierung „unter Freunden streiten müsse, oder ob man zu politischen Feinden müsse als Bittsteller“. (jom)

15.10.2000

Arbeitslose werden immer klüger

Wie ein Sprecher der Bundesregierung gestern erklärte, sind aus dem
Bereich der Arbeitslosenstatistik erfreuliche Zahlen zu melden: Immer
mehr Arbeitslose besitzen ein Abitur. Während noch vor einem Jahr nur
etwa 385 000 Arbeitslose sich zu den stolzen Besitzern des höchsten
Bildungsabschlusses zählen durften, hat sich diese Zahl im ersten
Jahr des Wirtschaftsrückbaus um 24,4 % erhöht.

Das ist ein großartiger Erfolg für den Bildungsstandort Deutschland,
hob der Sprecher hervor.

Auch sei positiv hervorzuheben, dass sich die hochgebildeten
Empfänger von Arbeitslosengeld immer mehr zu einer Gruppe dynamischer
junger Menschen entwickle: So liege der Anteil der 25- bis
34-Jährigen schon bei 15,8% (Wert für die alten Bundesländer).

Noch Nachholebedarf sehe die Regierung bei den Hartz-IV-Empfängern:
hier hat erst jeder zehnte einen weiterführenden Schulabschluss.

Die Zahlen stimmen, über den Text kann man geteilter Meinung sein.kh

13.10.2009

Linke-Vorstandsmitglied Korte fordert Grundsatzdebatte

Halle (ddp). Nach dem Erfolg bei der Bundestagswahl und der sich anbahnenden Regierungsbeteiligung in Brandenburg werden in der Linken Forderungen nach einem Grundsatzprogramm laut. «Wir haben das mehrfach verschoben. Ich sehe uns jetzt in der Pflicht, eine Programmdebatte zu führen», sagte Korte, MdB sowie Mitglied in Partei- und Fraktionsvorstand, der «Mitteldeutschen Zeitung» (heute). Laut Korte herrschen bei «85 bis 90 Prozent der Inhalte» Konsens in der Partei. Zu den strittigen Punkten gehören aber grundsätzliche Fragen wie die Bewertung der Verantwortung als Rechtsnachfolgerin der SED, die Haltung zur EU und ob «Hartz IV» abgeschafft oder weiter entwickelt werden sollte. Linke-Fraktionschef Gysi hatte zum Abschluss der Fraktionsklausur erklärt, für eine Programmdebatte gebe es keinen Zeitdruck. Die Linke verfüge seit der Fusion von alter Linkspartei und WASG über Programmeckpunkte und ein Statut.

12.10.2009

FDP erwägt Pkw-Maut

(afp) - In der FDP gibt es Überlegungen für die Einführung einer Pkw-Maut, um die Finanzierung von Straßen und Autobahnen auf eine sicherere Basis zu stellen. "Die Maut ist eine Option", sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP im Bundestag, Döring, im Berliner "Tagesspiegel am Sonntag". Bei den Automobilclubs ADAC und ACE stieß der Vorstoß auf heftige Kritik. ACE-Sprecher Hillgärtner betonte, solange keine sichere Aussicht auf eine angemessene Kompensation für Autofahrer bestehe, lehne sein Club eine Pkw-Maut strikt ab. Hillgärtner warf Union und FDP vor, sie wollten eine zusätzliche Straßengebühr einführen, "um finanziellen Spielraum für die Entlastung von Spitzenverdienern zu schaffen".

11.10.2009

Die Grünen outen sich als bourgeoise Partei

Die Grüne Partei im Saarland steht nicht für Fortschritt, sondern für die Erhaltung des Status Quo. Sie werfen sich im Saarland der CDU und Liberalen an den Hals, die für Privatisierung und Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken steht. Sie sind dann mitverantwortlich für Sozialabbau auf Landesebene. Mit ihrer Entscheidung dokumentieren sie, dass sie sich außerhalb eines linken Lagers stellen und nicht für die soziale Gerechtigkeit kämpfen wollen. So wie es aussiehthaben die Grünen nicht begriffen, dass die Mehrheit der Bevölkerung dies Politik nicht will und Müller eigentlich abgewählt hat.

Während in Thüringen die SPD Basis gegen das SPD Establishment rebeliert kuscht die Grünenbasis im Saarland vor dem Vorstand.  vb

 

10.10.2009

"Ich habe diesen Preis nicht verdient"

Nach eigenen Worten hat Barack Obama den Friedensnobelpreis nicht verdient. Angesichts der Tatsachen, dass er die Truppen in Afghanistan verdoppelt und offensichtlich auf eine militärische Lösung setzt, sich eine militärische Option im Irankonflikt offen hält und das Folterlager Guantanamo doch nicht schließt, muß man ihm wohl recht geben.

Man fragt sich ob er den Nobelpreis für Lippenbekenntnisse erhält oder evtuell hat er ihn nur der Tatsache zu verdanken, dass er nur nicht George W. Bush heißt.

Es gab andere Kandidaten die, hätte man das Wort Frieden in diesem Zusammenhang ernst genommen, diesen Preis sicherlich zurecht verdient hätten. Zum Beispiel die Koalition für das Verbot von Streubomben, Piedad Cordoba aus Kolumbien, die Senatorin ist Gründerin einer Friedensorganisation, die sich für Verhandlungen zwischen Regierung und FARC-Rebellen einsetzt. Als weitere mögliche Preisträger wären in Frage gekommen jordanischen Philosophieprofessor Prinz Ghasi bin Muhammad, der für den Dialog zwischen den Religionen eintritt, oder die afghanische Menschenrechtlerin Sima Samar. Sie leitet derzeit die Afghanische Unabhängige Menschenrechtskommission und ist UN-Sonderbeauftragte für Darfur.

Sicher ist er nicht charakterstark genug um auf den Preis zu verzichten und sich an seine eigen Worte zu halten. Wollen wir alle hoffen, dass er sich den Preis nachträglich verdient und alle seine Wahlversprechen einlöst. Vielleicht gibt es doch ein Wunder in der amerikanischen Politik und eine Abkehr der Expansionspolitik. Es könnte ja auch sein, dass sie durch ökonomische Zwänge dazu gezwungen werden. vb

09.10.2009

Bahr: Linke muss deutsche Mitgliedschaft in EU und NATO anerkennen

Potsdam (ddp). Der ehemalige SPD-Spitzenpolitiker Bahr hält eine rot-rote 
Koalition im Bund nur für möglich, wenn die Linkspartei die Mitgliedschaft 
Deutschlands in EU und NATO anerkennt. «Im Bund kann die SPD nicht mit der 
Linken zusammenarbeiten, solange sich diese Partei als unwillig oder 
unfähig erweist, die internationalen Verträge zu akzeptieren, die von allen
bisherigen Regierungen der Bundesrepublik geschlossen wurden», sagte Bahr 
der Zeitung «Märkische Allgemeine» (heute). Der scheidende SPD-Generalsekretär 
Heil warnte seine Partei davor, zu stark auf die Linke zuzugehen. «Wir haben 
nach allen Seiten verloren, auch an CDU und FDP. Deswegen dürfen wir uns 
nicht verengen», sagte Heil der Tageszeitung «Die Welt» (heute). Auch 
SPD-Fraktionschef Steinmeier hat nach der Wahlniederlage Kurskorrekturen
von der Linkspartei zur Bedingung für mögliche Koalitionen auf 
Bundesebene gemacht. Steinmeier sagte der «Bild»-Zeitung (heute), 
«Deutschland raus aus der NATO und der antieuropäische Kurs der Partei
DIE LINKE - das ist mit der SPD nicht zu machen.»
Komentar
Wenn man die Genossen so tönen hört fragt man sich schon ob sie die Botschaft 
vom Wähler verstanden haben? Ein Drittel ihrer Wähler, die ihnen weggelaufen 
sind wollen nicht den Krieg in Afghanistan, wollen kein HARTZ IV, wollen
keine unsicheren Beschäftigungsverhältnisse und Kaufkraftschwund, wollen nicht 
den Vertrag von Lissabon und wollen nicht das Gemauschel mit der Wirtschaft 
auf ihre Kosten. Genau das aber ist das Ergebnis sozialdemokratischer Politik 
auf dem Rücken ihrer Klientel. Diesen Politikern sie gesagt, DIE LINKE gibt 
es nur wegen dieser Politik und sie macht diese Politik garantiert nicht 
mit! Eine SPD ist nähmlich für dieses Land schon zuviel! Komentar Volker Bohn


Steuerzahlerbund kritisiert hohe Pensionsansprüche für Ex-Minister

Hannover (ddp). Der Präsident des Steuerzahlerbundes, Däke, hat die teils 
hohen Pensionsansprüche für die aus dem Kabinett ausscheidenden SPD-Minister 
kritisiert. «Hier muss es dringend Korrekturen geben", sagte Däke der 
«Neuen Presse» (heute). Auch Minister sollten selbst für ihre 
Altersversorgung aufkommen. Der Bund der Steuerzahler fordert dies seit 
Jahren. Als positives Beispiel nannte Däke NRW. «Die Diäten wurden erhöht, 
dafür müssen die Politiker selbst für ihre Altersbezüge aufkommen wie jeder
andere auch. Das hat sich absolut bewährt», sagte er.

HRE soll weiter subventioniert werden

München (LiZ). Die Skandalbank Hypo Real Estate (HRE) mit Sitz in München (siehe unsere Artikel v. 8.07.09, 11.02.09 und 29.09.08) wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung durch die Hintertür verstaatlicht. Ermöglicht wurde dies mit dem "squeeze-out", dem Hinausdrängen der Kleinaktionäre. Bei dieser erstmaligen Verstaatlichung einer Bank in der 60-jährigen Geschichte der BRD handelt es sich allerdings eher um die Übernahme eines Schrotthaufens denn um eine sozialistische Maßmaßnahme. Dass sich die HRE auch in Zukunft als Fass ohne Boden erweisen wird, bestätigte sogar Vorstandschef Axel Wieandt auf der Versammlung in München: "Die HRE benötigt in diesem Jahr weitere sieben Milliarden Euro Unterstützung."

Von den bislang zur Verfügung gestellten Finanzhilfen im Gesamtvolumen von 102 Milliarden Euro hat die HRE bis zum Stichtag 30. September laut Wieandt bereits rund 78 Milliarden Euro aufgebraucht. Dennoch versprach Wienandt, die HRE werde "vor dem Jahr 2012 in die Gewinnzone" kommen.

07.10.2009

Linke wollen RWE und Eon verstaatlichen

Essen (ddp). Die Partei DIE LINKE in NRW will mit dem Ziel eines «radikalen 
Politikwechsels» in den Landtagswahlkampf 2010 gehen. Wie die Titel der 
WAZ-Mediengruppe unter Berufung auf den Entwurf des Wahlprogramms berichten,
lautet eine Kernforderung Entprivatisierung zentraler Bereiche öffentlicher
Versorgung: «Energie- und Wasserversorgung, Gesundheits- und Bildungswesen,
sozialer Wohnungsbau und Abfallwirtschaft, öffentlicher Personenverkehr und
kulturelle Einrichtungen sollen uns allen gehören.» Ganz oben auf der 
Verstaatlichungsliste stünden die Energieriesen RWE und Eon: «Ihre Netze 
gehören in öffentliches und demokratisch kontrolliertes Eigentum.»

06.10.2009

30 Jahre Fessenheim

der altersschwache Reaktor in Fessenheim mit seinen zwei Reaktoren sagt uns, ich habe 1.290 Tonnen Uran verbraucht und dafür habe ich produzierte ich:

Vier Millionen Tonnen Bergbaurückstände,

7.000 Tonnen abgereichertes Uran,

1.225 Tonnen weideraufbereitetes Uran,

13 Tonnen Plutonium,

52 Tonnen lebenslang, hochradioaktiv verstrahlter Müll,

3.000 m² verstrahlte Maschinenperipherie (Rohre etc.),

und 1.200 Tonnen Schrott

Quelle Dernières Nouvelles de Fessenheim


DIE LINKE sagt dazu: es ist unverantwortlich, wie mit der Zukunft unserer Jugend umgegangen wird. In Frankreich stehen 58 dieser Krebsschleudern, die alle mehr oder weniger marode sind.

10.04.2009

10.000 TeilnehmerInnnen gegen Atomkraft. Massive Behinderungen durch die französische Polizei

Atom = Augefressene Demokratie,
Atom = Krebs,
Atom tötet die Zukunft

Colmar (LiZ). Mit einer Kundgebung im elsässischen Colmar haben mehr als 10.000 AtomkraftgegenerInnen am gestrigen Samstag friedlich gegen den Weiterbetrieb des französischen AKW Fessenheim am Rhein protestiert. Zugleich forderten die TeilnehmerInnen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz auf dem Bahnhofsplatz einen Ausbau der Erneuerbaren Energien und den europaweiten Atom-Ausstieg. Ein Großaufgebot der Polizei hatte die Innenstadt mit drei Meter hohen Metallbarrieren abgeriegelt. Bereits bei der Anreise, aber auch auf dem Nachhauseweg, wurden die DemonstrantInnen von der Polizei massiv behindert und zu mitunter mehrstündigen Wartezeiten genötigt.Das Demonsttrationsverbot das der Bürgermeister, 'Gilbert Meyer von Colmar erließ, wurde vom Verwaltungsgericht Straßburg kassiert. Dennoch hinderterten die Kampfmontur aufmarschierten Schlägertrpps der CRS die Demonstranten in die Innenstadt zu maschieren. Provokativ kreiste ein Hubschrauber über der Kundgebung und störte durch Fluglärm die Lautsprecher Übertragung der Redner (Badische Zeitung).

Die Demonstration richtete sich in erster Linie gegen die Verlängerung der Betriebsgenehmigung des AKW Fessenheim um weitere zehn Jahre. Diese Verlängerung soll durch eine in den kommenden Wochen stattfindende offizielle "Sicherheits-Überprüfung" des Atomkraftwegs legitimiert werden. Bei dem Ende 1977 in Betrieb genommen AKW handelt es sich um das Älteste in Frankreich. Für die OrganisatorInnen der Demo forderte das 'Reseau Sortir du Nucléaire' (Netzwerk für den Atom-Ausstieg), ein Dachverband von über 840 französischen Organisationen, die sofortige Stillegung des AKW Fessenheim. Philippe Brousse, Sprecher des 'Reseau Sortir du Nucléaire', kritisierte das Vorgehen des zuständigen Präfekten und der Polizei: "Zahlreiche Atomkraftgegner werden daran gehindert, zum Bahnhof zu gelangen." In einer Vielzahl von Redebeiträgen wurde auf die unzureichende Auslegung des AKW Fessenheim gegen Erdbeben sowie auf den nach wie vor fehlenden Schutz gegen den terroristisch motivierten Absturz von Flugzeugen hingewiesen. Einer der Schwerpunkte der Beiträge war die erst kürzlich in die öffentliche Debatte in Frankreich gelangte Kritik, daß mit dem Uranerz-Abbau – beipielsweise in Niger – Umweltzerstörung und massive gesundheitliche Schädigung der indigenen Bevölkerung verbunden sei.

An den Zufahrtsstraßen nach Colmar und bereits an deutsch-französischen Grenzübergängen wie bei Breisach hatten polizeiliche Kontrollen zu teilweise erheblichen Verkehrsbehinderungen und langen Wartezeiten geführt. Laut einem Sprecher der 'Reseau Sortir du Nucléaire' wurde rund ein Dutzend Busse zunächst an den Grenzübergängen blockiert. Etliche AtomkraftgegenerInnen sahen sich daher zur Umkehr genötigt. Mit Sprechchören wie "Atomstaat ist Polizeistaat" protestierten die TeilnehmerInnen in Colmar, unter ihnen viele Familien mit Kindern, gegen das Vorgehen der Behörden. Bürgermeister und Präfektur in Colmar hatte den ursprünglich genehmigten Demonstrationszug durch die Innenstadt kurzfristig untersagt. Diese war am Samstag Nachmittag nach Augenzeugenberichten durch zahlreiche Polizeisperren hermetisch abgeriegelt. Philippe Brousse, Sprecher des 'Reseau Sortir du Nucléaire', kritisierte darüber hinaus, zahlreiche AtomkraftgegnerInnen seien daran gehindert worden, zum Bahnhof zu gelangen. Text  Quelle Linkszeitung Bilder DIE LINKE HN VB

04.10.2009

Bundesagentur für Arbeit - Quotenvorgabe bei Hartz-IV Sanktionen?

Welche Verniedlichung für die hinter den Kulissen eigentlich vermeinende Selektion von Menschen, Neusprech- Vokabular des Menschenhasses. Die so genannte Agenda 2010 und ihre "Reformen" sind die Inkarnation einer erkrankten Gesellschaft. Eine Gemengelage aus der Arbeithauspädagogik des 19. Jahrhunderts, der Arbeit macht frei Ideologie des Dritten Reiches, einer Überwachungsmentalität einstiger Kasernenhof-Planwirtschaft und unbegrenzten Geiz ist Geil Religion des Mammons der Jetztzeit. Aber nicht, dass man es nicht schon längst wüsste...einfach erschreckend wohin die Reise des frühen 21. Jahrhunderts uns geführt hat.  (03.08.2009, Auszüge aus "Sperre" das Arbeitslosenmagazin)

Quoten und  Vorgaben bei HARTZ IV Sanktionen?

"Nach internen Vorgaben werden Chefs von Jobcentern dazu vergattert, 30 bis 40 Prozent der Hartz IV-Empfänger mit Sanktionen zu belegen. Diese Quote soll erbracht werden unabhängig davon, wie sich die Arbeitslosen konkret verhalten", teilte unlängst das Radiomagazin „Politikum“ mit (WDR 5, Sendung vom 23 Feb. 2009). Sonst berichten große Teile der Medien zu diesem Thema meistens unter dem Motto: „Arbeitsunwillige Hartz IV-Empfänger werden verstärkt sanktioniert.“ Es gibt also reichlich Anlass, sich näher mit diesen umstrittenen Maßnahmen zu befassen.

Ein Beispiel
Herr G soll sich auf fünf Vorschläge seines Arbeitsvermittlers umgehend bewerben. Vier Bewerbungen erledigt er in den nächsten Tagen. Für die fünfte fehlen ihm Foto, Mappe usw. Da er bis zum Ende des Monats wenig Geld hat, bewirbt er sich erst vierzehn Tage später. Bei der folgenden Anhörung wird dieser Grund nicht akzeptiert und sein Regelsatz wird für die nächsten drei Monate um 30 Prozent gekürzt, da er die Arbeitsaufnahme vereitelt habe. Es stellt sich aber heraus, dass die Arbeit noch gar nicht vergeben war. Der Arbeitgeber entschied sich erst viel später für einen anderen Bewerber, nachdem Herrn Gs Unterlagen längst eingegangen waren.

In Deutschland wurden also bei der Einführung von Hartz IV härtere Sanktionsmöglichkeiten beschlossen, um die Bereitschaft der Betroffenen zu erhöhen, ihren Pflichten nach dem SGB II nachzukommen, was vor allem auch bedeutete, unterqualifizierte und schlechter bezahlte Arbeiten anzunehmen. Nach verbreiteter Meinung leben Arbeitslose auf Kosten der Arbeitenden. Doch tatsächlich sind sie Leidtragende einer ungerechten Verteilung der Arbeit. Statt gegenzusteuern wurden in den letzten Jahren die Wochenarbeitszeit und die Lebensarbeitszeit verlängert, auch zum Schaden der Arbeitenden; denn deren Lebensqualität leidet unter zunehmendem Leistungsdruck und verstärkter Angst um den Arbeitsplatz fast so wie die der Erwerbslosen.

Der Wettbewerb der ARGEn
Die Hartz IV-Behörden (ARGEn) stehen in einem Wettbewerb um die geringsten Kosten pro Hartz IV Hilfeempfänger. Diese können gesenkt werden durch Bekämpfung von Leistungsmissbrauch, aber auch, indem man Leistungen vorenthält, z.B. mithilfe von Sanktionen. Auch in diesem Zusammenhang sind also die Sanktionen zu sehen und wohl auch das Ausmaß der Klagen gegen Hartz IV-Bescheide. Letzteres wird aber nicht verbucht als ein durch Hartz IV verursachter Schaden, sondern gleichsam als Leistungsmissbrauch der Betroffenen. Obwohl etwa die Hälfte der Klagen erfolgreich ist, hat man in NRW zunächst die Rechtsberatung eingeschränkt durch Finanzierungsstopp unabhängiger Beratungsstellen. Als nächstes ist geplant, die Klageflut durch Einführung erheblicher Gebühren einzudämmen. So wird der Rechtsstaat ausgehebelt.

Und in anderen Ländern?
In manchen Ländern kamen auf eine offene Stelle zehn Arbeitslose und mehr. Trotzdem befassten sich Wissenschaftler mit der Frage, ob man die Arbeitswilligkeit mit Druck fördern könnte. Einige wenige ermittelten in begrenzten Untersuchungen einen positiven Effekt von Sanktionen – hungernd akzeptiert man jeden Job – und gaben die Empfehlung, diese zu verschärfen (Schneider 2007; Konle-Seidel 2008, 86 - 87). Viele OECD-Länder setzten diese Empfehlung um (Schneider 2007). – Man tat so, als habe man ein Vermittlungsproblem und kein Arbeitsmarktproblem, und man beschloss tatsächlich, die Arbeitslosen – Opfer der Entwicklung – stärker zu drangsalieren. Das war wissenschaftlich begründet, so dass niemand ein schlechtes Gewissen haben musste.

Kein Vertrauen zum Arbeitsvermittler
Mehrere Beratungsstellen wiesen darauf hin, dass Arbeitsvermittler auf 400 betreute „Kunden“ kaum richtig eingehen können mit diesem Effekt: Die Hilfebedürftigen entwickeln kein Vertrauen, über ihre körperlichen, psychischen und sonstigen Schwierigkeiten zu sprechen. Die Schwierigkeiten können aber der Grund für die Ablehnung einer Arbeit und das Versäumen von Terminen sein und damit für Sanktionen. Statt Hilfen anzubieten, werden dann zusätzliche Probleme bereitet. Es gibt allerdings auch einige Fallmanager, die eine geringere Anzahl besonders belasteter Personen etwas intensiver betreuen. Doch viele, die es nötig hätten, wechseln nicht dorthin, da sie Angst haben, zunächst mit ihren Vermittlern über ihre Probleme zu sprechen.

Dürftige Vermittlungserfolge
Im November 2008 hat die Arbeitsverwaltung in Münster 146 Arbeitslose durch eigene Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt integriert, inkl. Leiharbeit und beim Arbeitslosengeld I und II zusammen (Agentur für Arbeit Münster 2008, 11). Im selben Monat wurden 215 Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld I und 391 Sanktionen bei Hartz IV neu festgestellt (BA 2009 a, b). Das sind 4,2-mal mehr Sanktionen als Vermittlungen.

Auch mit den härtesten Sanktionen kann man eben in nur eine Stelle keine 10 Arbeitssuchende zwingen, was vorauszusehen war, die konkreten Zahlen: 1 595 offene Stellen, 15 803 Arbeitssuchende (Agentur für Arbeit Münster 2008, 7 f). Den Arbeitslosen wird das aber als persönliches Versagen angelastet nach dem Motto: „Wer Arbeit sucht, der findet auch welche.“

Die Vermittlungsstrategie

Meldeversäumnisse sind der wichtigste Sanktionsgrund und hatten 2008 bundesweit einen Anteil von etwa 54 %, gefolgt von Ablehnung oder Abbruch einer zumutbaren Arbeit oder Maßnahme mit etwa 22 % (BA 2009 a). Warum die vielen Meldeversäumnisse? Bei der Zumutbarkeit von Arbeit gibt es fast keine Einschränkungen mehr. Jeder muss fast jede Arbeit annehmen. Einige Beispiele nach Angabe von Betroffenen, nicht nur aus Münster:

-Ein Ergotherapeut sollte nach dem Wechsel seines Vermittlers als erstes in einer Steinbrechanlage arbeiten und Fremdkörper aus zerkleinertem Bauschutt aussortieren. Einige Monate später erhielt er einen Vermittlungsvorschlag für eine Leihfirma und sollte in
einer Müllsortieranlage eingesetzt werden.

- Als eine Diplom-Sozialpädagogin einer Vermittlerin sagte, sie habe sich für einen 400- Euro-Job bei einer sozialen Einrichtung beworben und hoffe, dort später eine feste Stelle zu erhalten, wurde sie verhöhnt: „Hoffentlich wird das nichts! Darauf ruhen sie sich nur aus!“ Sie wurde aber vorgeschlagen für einen 400-Euro-Job als Bäckereiverkäuferin.

- Nach erfolgreichem Studienabschluss meldete sich eine junge Dame arbeitslos und wurde als erstes mit Vermittlungsvorschlägen aus dem untersten Lohnsektor überhäuft, Verkäuferin, Regalauffüllerin, Produktionshelferin usw. Als sie protestierte, wurde sie
zurechtgewiesen: „Welche Ausbildung Sie gemacht haben, interessiert hier nicht!“

 -Ein Arbeitsloser mit einem Magister in Politologie wurde vorgeschlagen für eine Zeitarbeitsfirma in Mönchengladbach. Als Aushilfskraft sollte er an Büros verliehen werden. Seine tägliche Pendelzeit hätte etwa sechs Stunden betragen, da ein Umzug
wegen der befristeten Tätigkeiten unzumutbar gewesen wäre.

 -Eine alleinerziehende Frau mit Kind, die mit einem 400 Euro-Job zu ihrem Lebensunterhalt beitrug und deren Kind in der Nachbarschaft und einem Kindergarten gut integriert war, wurde vorgeschlagen für eine Putzstelle in Potsdam.

 Eine Frau, die jahrelang al§s Lehrerin in einer Schule gearbeitet hat, erhielt den Vorschlag, in derselben Schule zu putzen. So wird die Arbeitswilligkeit getestet und wer solchen Vorschlägen nicht Folge leistet, wird sanktioniert. Trotz propagierten Facharbeitermangels wird vor allem dequalifiziert. Systematisch zwingen Jobcenter die Arbeitslosen in prekäre Beschäftigungs- verhältnisse. Dr. Gahlen, ehemaliger Geschäftsführer der ARGE Münster, teilte mit, in Münster würde zu 70 Prozent in Leiharbeit vermittelt. Bei einem früheren Anlass nannte er sogar 80 Prozent.

Nach und nach sorgen die ARGEn so für ein Heer billiger, jederzeit verfügbarer „Sklavenarbeiter“. Eine ganze Branche entstand unter der Regie des damaligen Superministers Wolfgang Clement, der nun ausgerechnet in dieser Branche Leiharbeit einen hochdotierten
Posten hat.

Die schädliche Wirkung der Sanktionen
Ohne das Sanktionsverfahren, ohne diesen Zwang hätten die Leiharbeit und die übrigen schlecht bezahlen Arbeitsverhältnisse nicht das derzeitige Ausmaß erreicht; denn die Vermittlungspraxis der ARGEn gab den Unternehmen Anreize, reguläre Arbeitsplätze durch
prekäre zu ersetzen (Beispiele bei Spindler 2009). Das verursachte mehr Armut und führte zur Niedriglohndebatte.

Bei mehreren Beratungsstellen sah man einen Zusammenhang zwischen Sanktionen und Wohnungsnotfällen. Bereits bei einer 30 %igen Sanktion überlege man spätestens im dritten Monat, ob man hungert oder die Miete nicht bezahlt. Möglicherweise erklärt das die Zunahme der Räumungsklagen in Münster um 20 % im letzten Jahr, von der die Presse berichtet hat.

Mehr als 10 Forschungsinstitute untersuchen die Folgen der Umstellung auf Hartz IV. Doch bei den Sanktionen interessiert man sich nur für mögliche Effekte auf die „Arbeitsmarktperformance“ der Betroffenen. Eine Studie belegt, „dass die Sanktionsquoten kaum etwas über die Qualität der Arbeit der Träger der Grundsicherung ... aussagen. Insbesondere ist ein Zusammenhang zu Eingliederungserfolgen ... nicht eindeutig zu belegen.“ (con_sens 2008, 15) Eine hohe Quote ist also ebenso unwirksam wie eine niedrige. Weiteres Ergebnis der Studie: Die Hilfebedürftigen, die arbeiten und ergänzende Leistungen beziehen, nahmen bundesweit von Januar bis September 2007 um 16,9 % zu (Ebenda, 10). Das zeigt, dass vorwiegend in prekäre Beschäftigung vermittelt wird. Bei den o.g. Untersuchungen ist aber vor allem zu bemängeln, dass man mögliche Schäden durch Sanktionen völlig ignoriert, z.B. durch mehr Obdachlosigkeit, durch mehr Erkrankungen, durch einen Mehrbedarf an psychologischer Betreuung, durch höhere Kosten bei den Sozialgerichten, durch mehr Vernachlässigung von Kindern, durch mehr Kriminalität, durch höhere Suizidraten, durch Umwandlung regulärer Arbeitsplätze in prekäre, durch entsprechende Verluste an Kaufkraft und Steuereinnahmen, durch mehr Armut usw. Fazit: Menschen wird systematisch Schaden und Leid zugefügt, als ob Arbeitslosigkeit nicht schon Strafe genug wäre. Das Vermitteln in prekäre Beschäftigung unter Zwang verletzt die Würde des Menschen, verstößt gegen das Recht auf freie Berufswahl und erinnert eher an Versklavung. Heilbronner Arbeitslosen Initiative (H.A.I.) AM

01.10.2009

Linke-Landeschef empört über Entscheidung der SPD

Erfurt (AP) Die thüringische SPD nimmt Koalitionsgespräche mit der CDU 
für ein schwarz-rotes Regierungsbündnis im Freistaat auf. Landeschef 
Matschie sagte in der Nacht zum Donnerstag in Erfurt nach Beratungen des 
Landesvorstands: «In einer Koalition mit der CDU ist mehr Stabilität 
möglich.» Die CDU-Kandidatin für das Ministerpräsidentenamt, Lieberknecht, 
begrüßte die Entscheidung des SPD-Landesvorstands. In den Sondierungs-
gesprächen mit den Linken und Grünen sei es schwerer gewesen, Vertrauen 
zu entwickeln, sagte Matschie. «Wir sind davon überzeugt, dass wir den 
Wechsel, den wir vor der Wahl versprochen haben, mit der CDU bei 
wichtigen Themen umsetzen können». Erfurt (ddp). Linke-Landeschef 
Korschewsky hat die Entscheidung der SPD für Koalitionsverhandlungen mit 
der CDU als «ganz klaren Wählerbetrug» bezeichnet. Die Wähler, die mit 
der SPD-Stimme den Wechsel gewählt hätten, seien «blank verschaukelt» 
worden, sagte Korschewsky der ddp.

In Thüringen stehen die Zeichen auf Rot-rot-grün

Erfurt (AP) Der thüringische SPD-Chef Matschie hat sich zu einem Verzicht auf das Amt des Ministerpräsidenten in einer rot-rot-grünen Koalition bereit erklärt. Er forderte die Linke aber zugleich auf, einen sozialdemokratischen Regierungschef mitzutragen. Damit ist ein linkes Dreierbündnis in Thüringen wahrscheinlicher geworden als eine rechnerisch ebenfalls mögliche Koalition der Sozialdemokraten mit der CDU. «An meiner Person wird Rot-Rot-Grün in Thüringen nicht scheitern», sagte er der Online-Ausgabe der «Thüringer Allgemeinen». Nach einem Bericht der «Leipziger Volkszeitung» hat Matschie in einer telefonischen Schaltkonferenz mit der Führung der Landespartei seinen Verzicht auf das Amt des Ministerpräsidenten in einer linken Koalition erklärt. Der Spitzenkandidat der Linken, Ramelow, sprach am Abend von einer sehr guten Ausgangslage für Rot-rot-grün. Seine Partei werde ohne Vorbedingungen in die Sondierungsgespräche mit der SPD gehen, sagte Ramelow der Nachrichtenagentur AP.

25.09.2009

Wahl EU-Kommissionspräsident: Europas Sozialdemokraten ducken sich weg

Wieder haben die Sozialdemokraten nicht Wort gehalten. Bei der Abstimmung zur Wahl des EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso erreichte dieser eine deutliche Mehrheit. Diese kam zustande, weil die Sozialdemokraten entgegen ihrem Wahlversprechen Barroso mitgewählt oder sich enthalten haben. Noch Tage vorher hat deren Fraktionsvorsitzender Martin Schulz (SPD) getönt, Barroso werde keine einzige Stimme für seinen neoliberalen Kurs in Europa von den Sozialdemokraten bekommen. DIE LINKE und die gesamte GUE/NGL-Fraktion haben geschlossen gegen Barroso und damit gegen ein Europa der Märkte gestimmt. Der Fraktionsvorsitzende der GUE/NGL, Lothar Bisky, erläutert in seinem Statement die Position der LINKEN zur Wahl Barrosos. Sabine Wils und Thomas Händel, ebenfalls Abgeordnete der LINKEN im Europaparlament, formulieren in ihren Statements Anforderungen an den neuen Kommissionspräsidenten, der der Kommission nun für weitere 5 Jahre vorstehen wird.

Zeitgeist

Kurzfristig wird dasjenige Unternehmen die höchsten Renditen erzielen, das die notwendigen sozialen und ökologischen Notwendigkeiten am meisten missachtet.

Die Aufgabe des Staates müsste nun eigentlich sein diesen Notwendigkeiten den entsprechenden Nachdruck zu verleihen.

Auch im längerfristigen Interesse der Unternehmen.

Leider ist es aber in den letzten drei Jahrzehnten einem "abstrusen" Teil der Wirtschaftswissenschaft gelungen genau das Gegenteil in die Denkweisen der Politik und der Eliten zu installieren.

Die Rendite wird zum entscheidenden Faktor erklärt, dem die sozialen und ökologischen Notwendigkeiten unterzuordnen sind.

Solange wir als Gesellschaft diesen Zeitgeist akzeptieren kann die Gesellschaft als ganzes nur verlieren.

03.09.2009

Koalitionsentscheidungen im Saarland erst nach Bundestagswahl

Saarbrücken (AP) Die saarländischen Grünen wollen die Basis bei der Auswahl eines möglichen Koalitionspartners einbinden. Die Grundsatzentscheidung soll dann erst nach den Bundestagswahlen fallen. Der Landesvorstand beschloss am Mittwochabend in Saarbrücken, nach Sondierungsgesprächen mit den anderen Parteien voraussichtlich Anfang Oktober drei Regionalkonferenzen abzuhalten. Etwa eine Woche später soll ein Parteitag entscheiden, mit wem Verhandlungen über einen Koalitionsvertrag geführt werden sollen.

(ard) - Die Linkspartei im Saarland hat Bedingungen für die Bildung einer Koalition mit SPD und Grünen genannt. Es dürfe keine weiteren Privatisierungen öffentlicher Unternehmen geben, betonte deren Landesvorsitzender Linsler der "Berliner Zeitung". Eine gemeinsame Landesregierung dürfe zudem keine Stellen im öffentlichen Dienst abbauen und keine Sozialleistungen kürzen. SPD und Linkspartei wollen in den nächsten Tagen erste Sondierungsgespräche über ein gemeinsames Regierungsbündnis führen.

20.08.2009

Steinmeier schließt Koalition mit der Linkspartei aus

Lafontaine neuer Ministerpräsident an der Saar?



Halle (LiZ/ots). Der SPD-Spitzenkandidat für die Bundes- tagswahl, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, glaubt nicht, dass es nach den Landtagswahlen in Sachsen und im Saarland am 30. August eine neue Debatte über rot-rote Regierungsbündnisse geben wird, die seiner Partei schadet. Im Interview mit der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Montag) sagte Steinmeier, in den vergangenen Monaten sei die Diskussion über eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei von den Ereignissen in Hessen geprägt gewesen. "Dabei ging es aber im Rückblick viel weniger um Koalitionen als um Glaubwürdigkeit", so Steinmeier. Daraus hätten die SPD-Kandidaten in den Ländern gelernt. Im übrigen verwies Steinmeier erneut darauf, dass es unter seiner Führung auf Bundesebene keine Koalition mit der Linken geben werde.
Mit Blick auf die Möglichkeit, dass es im Saarland zu einer rot-roten Landesregierung kommen könnte, sagte Steinmeier: "Ich habe nicht den Eindruck, dass es gelingen wird, solche Koalitionsbildungen auf Länderebene zu Schicksalsfragen der Nation zu machen." Die Rote-Socken-Kampagnen der CDU von früher wirkten "doch nur lächerlich". Davon ließen sich die Bürger nicht mehr beeindrucken, so Steinmeier in dem Zeitungsinterview. Quelle Linkszeitung

07.08.2009

Japan sieht rot!

Das von der Krise mehr und mehr gebeutelte Japan, treibt den japanischen Kommunisten Mitglieder zu. Der Vorsitzende der KPJ Kazuo Shii sagte dass es keine Überraschung sei, schließlich habe Karl Marx das schon seit langem vorhergesagt. Die KPJ ist mit 400.000 Mitgliedern die viert stärkste Partei Japans. Ihre Zeitung AKAHATA erscheint in einer Auflage von 1,6 Millionen Exemplaren. Jeden Monat kommen über 1.000 neue Mitglieder dazu. Die Majorität sind jünger als 25 Jahre, mit unsicheren Arbeitsplätzen  oder sind Studenten. Die seit 1955 regierende Liberaldemokratische Partei, von vielen Korruptionsskandalen erschüttert, hat hingegen drei Viertel ihrer Mitglieder verloren. Von 3.000 Mandatsträger der KPJ konnte noch keiner wegen Bestechlichkeit, Amtsmissbrauch oder ähnlichen Delikten vor Gericht gezerrt werden. Die beiden letzten Wahlen erhielten sie weniger als zehn Prozent der Stimmen. Das sind jedoch etwa sechs Millionen Stimmen. Die Kommunistische Partei Japans ist für die Beibehaltung des Kaisers für repräsentative Aufgaben. Also nicht nur Fortschritt sondern auch Tradition mit Augenmaß. Quelle le nouvel observateur

Betriebs- und Personalrätekonferenz Fraktion DIE LINKE in der Hauptstadt der Kurzarbeit

Solidarität mit den Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst

120 Betriebs- und Personalräte diskutierten heute auf Einladung der Fraktion DIE LINKE im Bundestag im Gewerkschaftshaus in Stuttgart über ihre Forderungen in der Wirtschaftskrise.

„Aufgabe des Staates ist es, nicht das Spielcasino Finanzmarkt, sondern Arbeitsplätze zu retten.“ machte Ulrich Maurer, parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE, zu Beginn der Konferenz deutlich.

Der Vorsitzende der Frakion DIE LINKE, Gregor Gysi, kritisierte in seiner Rede die Bundesregierung scharf. Während sie einen Bankenrettungsfond in Höhe von 480 Milliarden in einer Woche im Bundestag durchgedrückt habe, bereite sie gleichzeitig Sozialkürzungen nach der Bundestagswahl vor. „Die LIDL-Verkäuferin darf nicht bezahlen, was Herr Ackermann angerichtet hat.“ Statt Geld für Banken forderte Gysi einen Schutzschirm für Menschen. In der Krise seien massive öffentliche Investitionen in Bildung und öffentliche Infrastruktur notwendig.

 „In der Krise in die Offensive“ brachte Leni Breymaier, Landesbezirksleiterin verdi Baden-Württemberg,  die Stimmung der Konferenz auf den Punkt und forderte Lohnerhöhungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. Die versammelten Betriebs- und Personalräte stärkten den dortigen Beschäftigten in ihren Tarifverhandlungen am 16. und 17. Juli den Rücken und forderten die Arbeitgeber auf, die Streiks nicht weiter zu kriminalisieren. „Streiks sind kein Verbrechen sondern ein demokratisches Recht.“

Rock gegen Rechts in Bietigheim - Bissingen

Seit einigen Tagen ist ein Mobivideo für das diesjährige Rock gegen Rechts im Umlauf. Die Aufnahmen stammen vom Rock gegen Rechts 2008. Viel Spaß dabei!

16.07.2009

DGB kritisiert gesunkenen Arbeitgeberanteil an den Sozialbeiträgen

Frankfurt/Main (ddp). Der von Arbeitsminister Scholz (SPD) vorgelegte Sozialbericht 2009 stößt beim DGB auf Kritik. In der «Frankfurter Rundschau» (heute) verweist DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach auf eine offizielle Statistik, wonach der Arbeitgeberanteil an der Finanzierung der Sozialbeiträge seit 1991 schrittweise von 39,8 auf 32,8 Prozent zurückgegangen ist. Kritik übt der DGB auch an dem in der Amtszeit von Bundesgesundheitsmisterin Schmidt (SPD) eingeführten Sonderbeitrag von 0,9 Beitragssatzpunkten für die Krankenversicherung, der nur die Versicherten trifft. Erforderlich sei eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung.

10.07.2009

Salomon durchgeknallt!

Bernhard Strasdeit


Der Freiburger Oberbürgermeister und Präsident der Kommunalen Arbeitgeber (KAV) Dieter Salomon (Grüne) hat zur "gesellschaftlichen Ächtung"  der Kita-Streiks aufgerufen. Die Kommunalpolitiker der Partei DIE  LINKE solidarisieren sich mit den Beschäftigten und ihren gewerkschaftlichen Forderungen. 

Die Streiks sind richtig und notwendig, betont Sybille Stamm, Landessprecherin der Partei DIE LINKE: "Wer unsere Kinder erzieht, darf nicht weniger verdienen als die, die unsere Autos reparieren", so Sybille Stamm weiter. Es sei allerhöchste Zeit, dass die Arbeitsbedingungen in den Kinderbetreuungseinrichtungen  verbessert werden. Die Kommunalen Arbeitgeber müssen sich endlich bewegen statt Drohungen auszusprechen. 

Von "Geiselhaft" ist beim KAV die Rede. Das ist ein unverantwortlicher Vorwurf, betont Bernhard Strasdeit, Kreisrat in Tübingen und Landesgeschäftsführer der Partei DIE  LINKE.

Es sei eine Schande, dass der grüne Oberbürgermeister in Freiburg versucht, die Streiks der Beschäftigten in Sozial- und Erziehungsberufen verbal zu kriminalisieren. Gerade bei diesem Streik gehe es nicht nur um Tarifforderungen. Es gehe auch um bessern Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, um kleinere Gruppen, um mehr Personal, also um mehr Qualität bei der Betreuung unserer Kinder. Und das geht alle an.

Nun ja, so sind halt unsere Grünen Politiker, genau so unsozial wie alle bürgelichen Parteien, nur ein bischen ökologischer.

09.07.2009

GKN I stilllegen - gegen AKW-Laufzeitverlängerung

Atomkraftwerk Neckarwestheim I stilllegen - Laufzeit nicht verlängern - Atomausstieg jetzt und überall". Unter diesem Motto hatte ein breites Bündnis aus Bürgerinitiativen (Aktionsbündnis Energiewende HN/ Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar), Umweltverbänden (BUND, NABU NaturFreunde) und Parteien (DIE GRÜNEN, SPD, DIE LINKE, ÖDP) am Samstag, 4.7.09 zu einer Demonstration und Kundgebung nach Neckarwestheim eingeladen.

Etwa 2000 TeilnehmerInnen demonstrierten gegen Atomenergie und gegen die Pläne von CDU/FDP aus den vertraglich festgelegten Laufzeiten der AKW´s auszusteigen - sollte es bei der Bundestagswahl eine Schwarz-Gelbe Koalition geben. Die vier großen Atomkonzerne EnBW, Eon, RWE und Vattenfall versprechen sich bei einer Aufkündigung des Atomkonsens aus dem Jahr 2002 Milliardengewinne.

Nach dem geltenden Atomgesetz muss EnBW den Reaktor Neckarwestheim I nach der Produktion einer Reststrommenge von circa 6,4 Milliarden Kilowattstunden stilllegen. Diese Strommenge wäre bei störungsfreiem Volllastbetrieb im kommenden Jahr erreicht. Danach erlischt die Betriebsgenehmigung.

Die DemonstrantInnen forderten eine Energiewende hin zu Energieeffizienz, Energiesparen und zu erneuerbaren Energien.

Die VertreterInnen der Kreisverbände Heilbronn und Ludwigsburg der LINKEN waren – dank ihrer roten Fahnen – unübersehbarer Teil des Demonstrationszuges.

Ursula Sladek (EWS Schönau) war Hauptrednerin vor den Toren des AKW´s. Jürgen Trittin begründete in seinem Grußwort für die Grünen die Notwendigkeit des Atomausstiegs. Er sprach von ca. 400 Störfällen im GKN Block I und prangerte den Versuch der Atomwirtschaft an die Sanierungskoste für das Lager Asse, ca. 3 Milliarden €, dem Steuerzahler unterzujubeln. Heike Hänsel (Die LINKE) spannte in ihrer Rede den Bogen von der Atomtechnologie zur sozialen Frage. Bereits der Uranabbau töte unzählige Menschen. Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit der Urangewinnung z.B. im Kongo seien skandalös. Die Atommüllproduktion belaste zukünftige Generationen. Wer bei der Schuldenpolitik von Generationengerechtigkeit spreche, könne beim Atommüll darüber nicht schweigen. Sie warb für die zwei großen Demos vor der Bundestagswahl in Berlin: Am 5.9.09 unter dem Motto: "Endlich Abschalten" und am 17.9.09 gegen die Abwälzung der Kosten der kapitalistischen Krise auf die Bevölkerung: "Wir zahlen nicht für eure Krise". SPD Energieexperte Hermann Scheer sprach sich gegen die Koalition der Weitermacher aus und verwies auf die Sicherheits- und die ungelösten Atommüllfragen.   (jüp)

Walter Kubach Direktkandiat für die Partei DIE LINKE (re) im Wahlkreis 266 Neckar/Zaber mit MdB Heike Hänsel (Mi) und dem Träger des nuklearen Schutzschirms Ergin Öczan (li) aus Heilbronn

DIE LINKE in den Landkreisen Ludwigsburg und Heilbronn fordert für GKN Neckarwestheim Block 1 den planmäßigen Ausstieg!

Heike Hänsel MdBAm Samstag, den 4.7.09 demonstrierten 2.000 TeilnehmerInnen in Neckarwestheim gegen Atomenergie und gegen die Pläne der CDU/CSU und der FDP, im Falle einer Regierungsübernahme nach dem 27.September 2009 die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. Unter dem Vorwand der CO2 Problematik bei der fossilen Verbrennungstechnologie bei der Stromerzeugung, soll der Atomkonsens aus dem Jahr 2002 wieder rückgängig gemacht werden. Was steckt aber in Wirklichkeit dahinter: Der Ausstieg aus dem Ausstieg der Atomenergie soll den Stromkonzernen EnBW Eon RWE und Vattenfall Milliardengewinne in die Kassen spülen.

Initiiert vom Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar e.V wurde ein Trägerkreis gebildet, der sich in den letzten Monaten mit der Vorbereitung und Durchführung der Demo beschäftigte. DIE LINKE, KV Heilbronn, KV Ludwigsburg und der Landesverband Baden-Württemberg beteiligten sich und riefen zur Demo auf. Neben der Hauptrednerin Ursula Sladek (Stromrebellin aus Schönau) waren BundespolitikerInnen von verschiedenen Parteien geladen. Für DIE LINKE war MdB Heike Hänsel – Entwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion – auf der Bühne. Die Entwicklungspolitikerin wies in ihrem kurzen Grußwort auf Menschenrechtsverletzungen wegen skandalösen Arbeitsbedingungen beim Uranabbau z.B. im Kongo hin.

Wörtlich sagte Heike Hänsel: Atomtechnologie tötet schon beim Uranabbau. Ebenso würde immer von Generationengerechtigkeit im Rahmen der Schuldenpolitik des Staates gesprochen. Sie wies auf das Generationenproblem der Atom-Müllproduktionhin und forderte den sofortigen Umstieg auf regenerative Energieerzeugung (lebensfreundliche Energie). Dabei forderte sie alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu auf, im September diesen Jahres in Berlin zu demonstrieren. Am 5. unter dem Motto: “Endlich Abschalten” und am 17.unter dem Motto: “Wir zahlen nicht für eure Krise”.

17. Juni 2009 Zeichen gesetzt!

Im Rahmen des Bildungstreiks, aufgerufen von Studierenden, SchülerInnen und Azubis, gingen am Mittwoch nahezu 250000 junge Menschen auf die Straße um für ein gerechteres und zukunftsfähigeres Bildungssystem zu protestieren.

Die Linksjugend Heilbronn rief im Vorfeld zum Streik in der Region auf. Gemeinsam mit etwa 50 weiteren fuhr man früh morgens nach Stuttgart und schloss sich der knapp 20000 Menschen starken Demonstration an.

Auf der Marschrute vom Hauptbahnhof bis zur Endkundgebung am Schlossplatz wurden Forderungen skandiert, wie beispielsweise die der Abschaffung der Studiengebühren, die Einstellung des Bolognaprozesses oder die Rücknahme von G8 an den Gymnasien.

02.07.2009

Kinderland Baden-Württemberg - eine Farce

Angesichts des jüngsten Berichts der Caritas über Armut von Familien im Südwesten wird der Slogan der Landesregierung als Farce entlarvt. Jedes achte Kind unter sieben Jahren in Baden-Württemberg ist von Armut betroffen. In Städten wie Mannheim trifft es jeden fünften, in Karlsruhe fast jeden sechsten Jugendlichen unter 18 Jahren.

"Die Bekämpfung der Armut muss endlich in den Mittelpunkt der Politik gerückt werden und zwar auf allen Ebenen. Dass Armut sich in Familien festsetzt und Kinder und Jugendliche schon mit ihrer Geburt ihrer Chancen beraubt werden, darf nicht einfach so hingenommen werden", mahnt die Karlsruher Bundestagsabgeordnete der LINKEN Karin Binder.

 "Wir fordern die Landessozialministerin auf, ihren Widerstand gegen einen Landes-Armutsbericht endlich aufzugeben. Solch ein Bericht beseitigt zwar nicht unmittelbar die Armut, trägt aber dazu bei, Hilfen und Gelder gezielt einzusetzen. Die wenigen zur Verfügung stehenden Mittel dürfen nicht auch noch in Prestigeprojekten und teuren Marketingstrategien für wohlklingende Namen wie "Kinderland" zur Bilanzverschönerung der Landesregierung untergehen."

DIE LINKE in Baden-Württemberg teilt die Meinung der Caritas, dass Kindergärten für Kinder aus armen Familien grundsätzlich kostenfrei sein müssen. DIE LINKE setzt sich auf der Bundesebene für eine rasche Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes auf 500 Euro ein. Das ist zwingend notwendig, um Kinder und Familien aus der akuten Armutsgefährdung heraus zu holen. Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise werden auch im „Ländle“ noch weitere Kreise ziehen und die Situation für die Familien verschärfen.

30.06.2009

Europa Abgeordnete der Partei0 DIE LINKE zum EUROpa - Urteil aus Karlsruhe

Tobias Pflüger
Sabine Lösing

Presse Erklärung der Europaabgeordneten der Partei DIE LINKE

Tobias Pflüger, MdEP und Sabine Lösing, MdEP zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Lissabonner Vertrag:

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Das Begleitgesetz zum Lissabonner Vertrag hebelt Entscheidungsrechte des Bundestages über Militäreinsätze aus und ist somit verfassungswidrig.

Der Europaabgeordneten der LINKEN Tobias Pflüger und Sabine Lösing begrüßen diesen Teil des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes ausdrücklich.

Im Urteil heißt es: "Der Antrag im Organstreitverfahren zu II. ist zulässig, soweit die Antragstellerin eine Verletzung der Entscheidungsbefugnisse des Deutschen Bundestages über den Einsatz der deutschen Streitkräfte geltend macht (II.)." Und: "Eine ähnlich ausgeprägte Grenze zieht das Grundgesetz für Entscheidungen über den Einsatz der Bundeswehr. Der Auslandseinsatz der Streitkräfte ist außer im Verteidigungsfall nur in Systemen gegenseitiger kollektiver Sicherheit erlaubt (Art. 24 Abs. 2 GG), wobei der konkrete Einsatz von der Zustimmung des Deutschen Bundestages konstitutiv abhängt. Die Bundeswehr ist ein „Parlamentsheer“, über dessen Einsatz das Repräsentationsorgan des Volkes zu entscheiden hat".

 

Damit ist klar gestellt: Ausschließlich der Deutsche Bundestag darf über Auslandseinsätze der Bundeswehr entscheiden. Die bisher im Lissabonner Vertrag und mit dem deutschen Begleitgesetz vorgesehene Aushebelung der Beteiligung des Bundestages bei Militäreinsätzen der EU ist nach diesem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes verfassungswidrig.

Dies bezieht sich z.B. auf das Protokoll 10 des Lissabonner Vertrages ("Über die ständige strukturierte Zusammenarbeit nach Artikel 42 des Vertrages über die Europäische Union") in dem Militäreinsätze innerhalb von 5 bis 30 Tagen ermöglicht werden sollen. Auch hier darf - nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes - nur der Deutsche Bundestag entscheiden, nicht allein der Rat der Europäischen Union.

Tobias Pflüger: "Der Lissabon Vertrag schafft umfangreich neue militärische Kompetenzen für die EU. Dies bestätigt das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil. Der Deutsche Bundestag hatte sich selbst mit der Zustimmung zum Lissabonner Vertrag entmachtet. Dies hat nun das Bundesverfassungsgericht korrigiert."

Die neu gewählte Europaabgeordnete der LINKEN Sabine Lösing ergänzt: "Die Mehrheit im Bundestag hat sich blamiert: Die Abgeordneten von CDU, CSU, FDP, SPD und Grünen haben mit dem Lissabonvertrag ihre eigenen Entscheidungsrechte in so zentralen Punkten wie dem Militäreinsatz deutscher Soldaten selbst beschnitten."

 

29.06.2009

LINKE gegen Mehrwertsteuererhöhung


Annette Groth, Mitglied des Landesvorstandes der LINKEN und
Bundestagskandidatin im Wahlkreis Pforzheim, kritisiert die geplante Mehrwertsteuererhöhung, für die
Ministerpräsident Oettinger eintritt.
Gerade der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 7% für Bücher, Bustickets und Eintrittskarten
für kulturelle Veranstaltungen ist eingeführt worden, um auch ärmeren
Menschen die Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben zu
ermöglichen. Nun sollen ausgerechnet die Preise für Kultur und den
öffentlichen Nahverkehr sowie für Lebensmittel angehoben werden. „Dies
betrifft Hartz-IV Empfänger, Alleinerziehende  und Geringverdienende
viel stärker als andere Bevölkerungsschichten“,  sagt Groth. Für die
Kandidatin ist klar, dass Oettinger und andere „Experten“ mit dem Ruf
nach Mehrwertsteuererhöhung die Bevölkerung an eine
Erhöhung nach der Wahl vorbereiten wollen. Groth verweist auf andere
EU-Mitgliedsstaaten wie Ungarn und Lettland, in denen der
Mehrwertsteuersatz wegen der Krise auf 25% erhöht wurde.  „Auch dieser
Steuersatz wird in einigen Kreisen bei uns diskutiert. "Die Ärmsten
sollen die Zeche für die Finanz- und Wirtschaftskrise zahlen. Dies
müssen wir verhindern.“
DIE LINKE. LV Baden-Württemberg
Landesgeschäftsstelle

29.06.2009

DIE LINKE zu AKWs: „Endlich abschalten“

Große Anti-Atomkraftkundgebung am Sa 4.7.09 in Neckarwestheim

Der Kreisverband Heilbronn unterstützt die große Bündnisaktion an der sich folgende Organisationen beteiligen:  Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn,  BBMN e.V, BUND,  NABU, Naturfreunde, sowie die Parteien Bündnis90/Die Grünen, ÖDP, SPD und DIE LINKE.

Die Kundgebung beginnt am Bahnhof Kirchheim/Neckar um 13.30 Uhr fetzig mit „Des Geyers schwarzer Haufen“ und mit Grußworten der Verbände. Um 14.30 Uhr beginnt die Demonstration mit der Schalmeienkapelle zu den AKWs Neckarwestheim. Ab 15.30 Uhr findet die Hauptkundgebung vor den AKWs statt, mit der Stromrebellin Ursula Sladek u.a. Vom nördlichen Landkreis aus organisieren wir die Anreise umweltfreundlich per Bahn, wegen Mitfahrgelegenheit per BaWü Ticket bitte beim Unterzeichner Anmelden. Abfahrt Gundelsheim 12.03 Uhr, Offenau 12.07 Uhr, BFH-Jagstfeld 12.12 Uhr, BFH-Kochendorf 12.15 Uhr, Neckarsulm 12.19 Uhr. Dort steigen wir um in den Regionalzug, (Abfahrt Heilbronn 13.01 Uhr – Zusteigemöglichkeit Lauffen 13.10 Uhr ) um mit den Heilbronner Mitstreiterinnen und Mitstreiter gemeinsam den Bahnhof Kirchheim um 13.15 Uhr zu erreichen. jom

Aufruf zur Demo in Neckarwestheim durch Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar e. V.

Anti-Atomkraft-Kundgebungam Samstag, 04. Juli 2009

Aufruf zur Mithilfe - Kundgebung am 4. Juli [14.06.09]
Für Kundgebung wedren Plakate in A1 und A4 gedruckt sowie eine größere Auflage an Postkartenwerbematerial im A6-Format. Wer kann hier bei der Verteilung helfen? Bitte Rückmeldung, wer wieviel von welchem Material braucht, so dass wir die Auflage entsprechend anpassen können.
Wir benötigen für die Demonstration noch Personen, die bereit sind, sich als Ordner zur Verfügung zu stellen. Bitte Rückmeldung.
Bitte melden unter Telefon 07143-94668 oder Mail: kontakt@bbmn.de

Mit Musik gegen Atomkraft [15.06.09]
a) Einer unserer Freunde aus dem Zabergäu hat ein bekanntes Seefahrerlied zum Antiatom-Protestsong umgedichtet.
Zu hören unter: www.youtube.com/watch?v=mW1k7qHAvjk
b) Sehr hörenswerte professionell gemachte Musik zu Energie und Atom (und mehr) ist zu finden unter www.martinstorm.de (Dort "Produktionen" anklicken.)
Aktuelles Album: "Die Antwort ist Sonne und ist Wind".

Webseite zur Kundgebung freigeschaltet [12.06.09]
Die Webseite zur großen Kundgebung in Neckarwestheim am 4. Juli 2009
ist nun freigeschaltet: www.endlichabschalten.de

Den Bock zum Gärtner gemacht ...
Atomlobby vergibt sich selbst gutes Zeugnis für Atommeiler
[14.06.09]
DPA-Meldung aus der Pforzheimer Zeitung vom 14.05.09
NECKARWESTHEIM. Das umstrittene Kernkraftwerk in Neckarwestheim hat von internationalen Experten erneut ein gutes Zeugnis ausgestellt bekommen.
"Wir sind zufrieden mit den Resultaten", sagte gestern Miroslav Lipar, der Leiter des Teams der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), zum Abschluss seines Folgebesuchs in Neckarwestheim. Alle Hinweise vom ersten IAEA-Besuch im Jahr 2007 seien vollständig erledigt worden oder es habe zufriedenstellende Fortschritte gegeben. "Es ist eine sehr gute Anlage", zeigte sich Lipar überzeugt.
Der Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN) bemängelte die Bewertung als „Stückwerk" - sie gebe keinen umfassenden Überblick über die Sicherheit der Anlage.  Für die Atomkraftgegner ist die IAEA "keine unabhängige Organisation, sondern hat satzungsgemäß die Aufgabe, die Atomenergie zu fördern“. Von der Organisation sei "keine neutrale Bewertung der Sicherheit von Atomreaktoren zu erwarten". Wichtige Untersuchungen wie eine ausführliche Prüfung des Druckbehälters oder eine Analyse der Erdbebensicherheit seien nicht vorgenommen worden, kritisierten sie.

Aufruf an Trägerorganisationen für Kundgebung Neckarwestheim [28.03.09]
Neuer Termin: Kundgebung am Samstag, 04. Juli 2009 [31.03.09]
Am Freitag, 27. März  hat sich der Trägerkreis für unsere gemeinsame Antiatom-Kundgebung im Sommer formiert. In einer ergebnisorientierten Diskussion wurde auch der Termin nochmals neu festgelegt. Es ist nun endgültig der Samstag, der 4. Juli 2009. (Hierfür entfällt der ursprünglich eine Woche später angedachte Termin.) Die Veranstaltung wird um 13.30 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Bahnhof Kirchheim/Neckar beginnen. Hauptkundgebung dann vor dem Atomkraftwerk Neckarwestheim.
Neben musikalischen (und eventuell kabarettistischen) Beiträgen werden kurze Grußworte aller vertretenen Bündnispartner (BBMN, Aktionsbündnis Energiewende HN, Naturfreunde, BUND, NABU, SPD, B90Grüne, Linkspartei, ÖDP) sowie ein ausführlicher Beitrag eines parteiungebundenen Hauptredners das Programm bilden. Vor dem Kraftwerk soll auch ein möglichst umfangreicher "Markt" mit Infoständen, Kultur, Essensangeboten etc. entstehen.
Der 4. Juli hat das Potential, zu einem breit getragenen Signal gegen Laufzeitverlängerung und für einen wirklichen Atomausstieg zu werden.
Weitere Informationen - und auch noch öffentliche Vorbereitungstreffen - werden folgen.

Hartz IV Hungerwstreik in Gütersloh nimmt dramatische Formen an

Hartz IV Hungerstreik in Gütersloh nimmt dramatische Formen an

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Erwerbslosen Forum Deutschland fordert ein sofortiges Einlenken des Geschäftsführers der GT-Aktiv GmbH in Gütersloh. Das Verhalten von Kupczyk ist schon jetzt mehr als beschämend zu bezeichnen
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Gütersloh/Bonn –Mittlerweile seit fünf Woche befindet sich Berndt Pfeif im Hungerstreik und sein Gesundheitszustand ist mittlerweile in einem alarmierenden dramatischen Zustand. Gegenüber dem Erwerbslosen Forum Deutschland sagte Pfeifer, dass er mittlerweile starke Schmerzen habe und sehr friert. »Es geht mir seit heute sehr schlecht und ich habe keine Hoffnungen, dass die GT-Aktiv einlenken wird. Sie nimmt meinen Tod in Kauf. Ich bin inzwischen alleine, weil meine Mitbewohnerin, die als Erzieherin bei der Stadt arbeitet, Druck bekommen hat, aus zuziehen«, so Pfeifer in einem Telefonat mit dem Erwerbslosen Forum Deutschland. Inzwischen hat sich die sozialpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion »DIE LINKE.«, Katja Kipping« in den Fall eingeschaltet.  

Hintergrund für den Hungerstreik von Berndt Pfeifer sind die schikanösen Behandlungen der dortigen Hartz IV-Behörde, verschleppte Anträge und fehlende Entschuldigungen. Sein Folgeantrag von März sei immer noch nicht bearbeitet. Das Erwerbslosen Forum Deutschland fordert ein sofortiges Einlenken der GT-Aktiv GmbH, die für die Betreuung von Hartz IV-Bezieherin in Gütersloh zuständig ist. Eine derart starre Haltung des Geschäftsführers und Bürgermeisterkandidaten Fred Kupczyk sei angesichts des dramatischen Gesundheitszustandes nicht nachvollziehbar und sei einem Bürgermeisterkandidaten der CDU erst recht nicht würdig. «Ein Geschäftsführer, der trotz eingeräumter Fehler nicht in der Lage ist, sich zu entschuldigen und alles zu tun, damit die ‚Kuh vom Eis kommt’ hat seine Aufgabe offensichtlich nicht verstanden und muss sich ernsthaft den Vorwurf gefallen lassen, dass seine Sozialkompetenz nicht sehr ausgeprägt zu sein scheint«, so Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.

Pfeiffer war 37 Jahre lang Drucker bis er arbeitslos wurde. Bisher habe er kein einziges Stellenangebot erhalten. Sein Antrag auf Arbeitslosengeld II wurde viele Wochen nicht bearbeitet und wurde bei nachfragen »wie ein dummer Junge abgekanzelt«.. Nur durch ständiges Nachfragen erreichte er schließlich die Auszahlung eines Teilbetrags. Doch seine Hartz IV-Odyssee ging weiter nachdem er sich eine Stelle in einer Schulküche gesucht hatte. Den Zuverdienst von 60 Euro zog man ihm direkt wieder von seinem Regelsatz ab, obwohl es einen Freibetrag von 100 Euro gibt. Als Pfeifer im März sich in einer Klinik für drei Wochen behandeln lassen wollte, wollte man ihm vorsorglich schon mal 80 Euro abziehen, da er während des stationären Aufenthaltes verpflegt würde. Er sagte die Klinik ab und teilte dies auch der GT-aktiv mit. Auf einen geänderten Bescheid wartet er seit dem vergebens. Ebenso wurden ihm die Kosten seiner Unterkunft drastisch reduziert. Er dürfe nur 30 Quadratmeter Fläche bewohnen, hieß es zur Begründung. Dabei hatte das Sozialgericht Detmold erst kurz zuvor die GT Aktiv in einem ähnlichen Fall abgemahnt: WG-Bewohner könnten auch mehrere Zimmer nutzen, wenn die monatlichen Mietkosten die festgelegten Höchstsätze nicht übersteigen.

Aus Verzweiflung begann er den Hungerstreik, verbunden mit der Forderung, dass der Geschäftsführer von GT Aktiv, Fred Kupczyk, die Mietgeldkürzung zurücknimmt und sich offiziell bei ihm entschuldigt. Doch dazu ist es bisher nicht gekommen. Die GT-Aktiv Bereichleiterin Ellen Stephan suchte Pfeifer auf und gab zu, dass die Entscheidung über die Mietkürzung unrechtsmäßig sei. Auch der Geschäftsführer Kupczyk, der zugleich Bürgermeisterkandidat der CDU in Halle (Westfalen) ist, bestätigte dies Pfeifer in einem Telefonat; aber erst drei Wochen nach Beginn des Hungerstreik, obwohl Kupczyk von Anfang an darüber informiert war. Zu einer Entschuldigung oder Rücknahme der rechtswidrigen Mietkürzung sei es aber bisher nicht gekommen. Nur der sozialmedizinische Dienst würde sich jeden Tag bei ihm melden und ihm zum Abbruch des Hungerstreiks drängen. Inzwischen möchte Pfeifer jedoch nicht mehr weiter leben, da er keine Hoffnung sieht, dass die schikanösen Behandlungen gegen ihn aufhören. Die schon begonnene Verweigerung der Flüssigkeitszufuhr nahm Pfeifer auf Drängen seiner Kinder am Wochenende zurück. Dennoch geht es ihm mittlerweile körperlich sehr schlecht und müsste dringend medizinisch behandelt werden.

Das Erwerbslosen Forum Deutschland hat diese Pressemitteilung auch an alle Bundestagsabgeordneten versandt und hofft darauf, dass sich insbesondere die Abgeordneten aus dem Wahlkreis Gütersloh endlich dafür zuständig fühlen und für sofortige Lösungen sorgen. »Wir können dem Geschäftsführer der GT-Aktiv GmbH nur eindringlich raten, hier sofort etwas zu unternehmen. Es kann keine Situation geben, in der keine schnelle und unkonventionelle Lösung möglich ist. Andernfalls ist Kupczyk sowohl als Geschäftsführer als auch als Bürgermeisterkandidat nicht mehr tragbar. Sein bisheriges Verhalten ist schon jetzt mehr als beschämend zu bezeichnen«, so Behrsing in Bonn.

Der Erfinder Slogans Freiheit statt Sozialismus wandelt sich vom Saulus zu Paulus! Er war der Scheffhetzer der CDU in den 70er und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts! Über ihn hat Willi Brandt gesagt er sei der schlimmste Hetzer seit Göbbels. Es ist unglaublich wie lernfähig Menschen sind! Man sollte die Hoffnung nicht aufgeben, es geschehen manchmal noch Zeichen und Wunder.

26.05.2009

SPD blockiert Untersuchungsauschuß zur Hypo Real Estate


Die SPD blockiert den Untersuchungsausschuss den DIE LINKE gefordert hat, um zu klären, ob die Bundesregierung bei der Milliarden-Rettung der Hypo-Real-Estate-Bank Steuergelder missbraucht hat. Bis zum 28. September 2008 war der frühere Bankeigentümer, die HypoVereinsbank, verpflichtet, für die Verbindlichkeiten des maroden Instituts zu haften. Nur einen Tag danach unterschrieb Finanzminister Steinbrück (SPD) die erste 35-Milliarden-Euro-Staatsbürgschaft für den Bankkonzern. "Wenn herauskommt, dass das Bundesfinanzministerium schon längere Zeit vorher informiert war und den Ablauf der Frist abgewartet hat, dann ist das sogar strafrechtlich relevant", sagte Gregor Gysi, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, in einer Rede im Bundestag. FDP und Grüne haben sich nach anfänglichem Zögern der Forderung der Fraktion DIE LNKE angeschlossen. Nun versucht die SPD mit Verfahrenstricks, den Untersuchungsausschuss hinauszuzögern - verhindern kann sie ihn zum Glück nicht.

22.05.2009

Kundgebung gegen die Atomenergie

Aufruf an Trägerorganisationen
Liebe Freundinnen und Freunde, bei einem Treffen am 9. März wurde besprochen, dass es im Sommer (11..7.) eine groß angelegte Kundgebung gegen Atomenergie und gegen eine Laufzeitverlängerung von Neckarwestheim I geben soll. Es soll eine bunte Mischung aus Redebeiträgen, Musik, Kultur, Infoständen etc. sein. Bei dem damaligen Termin wurden schon einige Details und Ideen diskutiert, auch in den letzten Tagen kamen noch manche Anregungen.Hierfür vielen Dank. Nun ist zur weiteren Konkretisierung nötig, dass sich ein breites Bündnis bildet, das als Träger der Veranstaltung auftritt. Organisationen, die als Mitträger der Veranstaltung auftreten wollen (und auch bereit sind, entsprechend personell und finanziell in die Verantwortung zu gehen) sind herzlich zu einem ersten Koordinationstreffen eingeladen: Es findet am Freitag, 27. März 2009 um 19.30 Uhr in der BUND-Landesgeschäftsstelle in Stuttgart, Paulinenstr. 47, Telefon 0711-620 306-0 statt. Der BUND-Geschäftsstelle ist am besten mit der S-Bahn bis Haltestelle "Feuersee" erreichbar. Vom Bahnsteig aus Aufgang Silberburgstr. wählen, danach Ausgang Rotebühlstr./Rotebühlplatz. Etwa 200 Meter die Rotebühlstr. folgen, dann rechts in die Paulinenstr. einbiegen. Da in der Region Lauffen/Kirchheim kein Raum an diesem Termin verfügbar war, freuen wir uns, dass das Treffen in Stuttgart möglich ist. Wegen beschränkter Platzverhältnisse bitte -wenn möglich- nicht mehr als zwei Vertreter pro Organisation. Bitte schon vor dem 27.3. die Zeit nutzen und möglichst viel im eigenen Verband vorklären, Ideen für Redner und kulturelle Beiträge bitte mitbringen. Das ist der einzige Aufruf an Trägerorganisationen, der über diesen großen Verteiler versandt wird. Wer am 27.3. nicht kann und mit seiner Organisation am Trägerkreis teilnehmen will: bitte vorher bei der unten angegebenen Adresse melden.
Herzliche Grüße
Wolfram Scheffbuch
BBMN e.V.
*****************************
Bund der Bürgerinitiativen mittlerer Neckar e.V. (BBMN)
c/o Wolfram Scheffbuch
Oberdorfstr. 9
74366 Kirchheim am Neckar
Tel.: 07143-94668
Fax: 01805-060 338 595 63
Mobil: 0173-73 97 214
Mail: kontakt@bbmn.de
Der BBMN im Internet: www.bbmn.de


Es wird in Neckarwestheim am Samstag, 11. Juli eine groß angelegte Kundgebung gegen Atomenergie und gegen eine Laufzeitverlängerung von Neckarwestheim I geben. Es soll eine bunte Mischung aus Redebeiträgen, Musik, Kultur, Infoständen etc. sein.
Getragen wird das Projekt von einem breiten Bündnis aus
Bürgerinitiativen, Umweltverbänden und Parteien. In Kürze wird sich ein Trägerkreis bilden, der das Projekt konkretisiert.
Nähere Informationen folgen über diesen Verteiler.
Herzliche Grüße
Wolfram Scheffbuch
BBMN e.V.

16.05.2009

Beschäftigte haften mit ihren Arbeitsplätzen!

Maria-Elisabeth Schaeffler will ihren Konzern mit Hilfe einer Staatsbürgschaft retten. Archivfoto

München/Berlin (LiZ). Beim schwer angeschlagenen Autozulieferer Schaeffler ist hierzulande jeder sechste von 28.000 Arbeitsplätzen bedroht. Der fränkische Familienkonzern müsse rasch 250 Millionen Euro an Personalkosten sparen, was umgerechnet 4500 Stellen bedeutet, hieß es am Mittwoch. Konzernchef Jürgen Geißinger will die Schließung eines der 25 Standorte "nicht ausschließen".

Weltweit sollen rund 8000 Stellen gestrichen werden. 4000 Arbeitsplätze wurden seit September 2008 bereits abgebaut. Die Eigner-Familie Schaeffler muss sich den Vorwurf gefallen lassen, sich bei der Übernahmeschlacht um den Reifenhersteller Conti überhoben und dem Schaeffler-Konzern dadurch zusätzlich zu Folgen der Wirtschaftskrise eine Schuldenlast von zehn Milliarden Euro aufgehalst zu haben.

"Die Familie Schaeffler verhält sich asozial. Die Krisenlasten sollen auf die Beschäftigten abgewälzt werden", kritisiert der Fraktionsvize der LINKEN, Klaus Ernst, die Stellenabbaupläne des Maschinebauunternehmens aus Herzogenaurach. Ernst fordert ein Eingreifen der Politik zur Rettung von Arbeitsplätzen, nicht aber der Eigentümer, Maria-Elisabeth Schaeffler und ihres Sohnes Georg, sowie des Geschäftsführers Jürgen Geißinger. "Wer beim Staat um Steuermilliarden bettelt und damit Entlassungen und Sozialpläne finanzieren will, verhöhnt die Menschen", so Ernst.

Bund und Freistaat müssten jetzt Farbe bekennen. Ein Sanierungskonzept auf dem Rücken der Beschäftigten wäre seiner Ansicht nach eine Gefahr für den sozialen Frieden in der Region. "Staatshilfe darf es nur gegen Garantien für Jobs und Einkommen geben. Bevor Schaeffler einen Euro vom Bund erhält, muss der Konzern deshalb garantieren, dass es keine Massenentlassungen und Lohnsenkungen gibt. Es kann nicht sein, dass Frau Schaeffler als Ergebnis der Krise in Zukunft nur einen roten Schal zum Pelzmantel trägt, während tausende Beschäftigte ihrer Zukunft beraubt werden.

01.12.2009

Mai Demo in Heilbronn mit 2500 Teilnehmern


Dieses Jahr war der Demonstrationszug in Heilbronn sehr lang. Viele Menschen hatten die Schnauze voll von der Regierungspolitik die Schutzschirme für Banken und Großindustrie aufstellt und die Menschen die diese Schutzschirme bezahlen im Regen stehen lässt.

Unter dem Motto „Arbeit für alle bei fairem Lohn“ folgten etwa 2500 Menschen dem Aufruf des DGB zur Demonstration zum 1. Mai 2009 in Heilbronn. Es erschienen der OB Himmelsbach, die Vorsitzenden der Partei  DIE LINKE, Hasso Ehinger und Johannes Müllerschön, die Vorsitzenden der anderen Parteien wurden schmerzlich vermisst.  

Insgesamt waren in Deutschland etwa 500.000 Menschen auf den Mai Kundgebungen des DGB auf circa 400 Veranstaltungen.

vb

DGB-Chef Sommer: Verursacher müssen für Krisenlasten zahlen

Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer sieht Demokratie in Gefahr. Foto DGB Archiv

Bremen/Potsdam/ Rheine (LiZ). Mehr als 400 DGB- Veranstaltungen zum 1. Mai standen in diesem Jahr unter dem Motto „Arbeit für alle bei fairem Lohn“. Bis 13 Uhr beteiligten sich bundesweit insgesamt 484.000 Menschen an den Demonstrationen und Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Die zentrale Kundgebung mit dem DGB-Vorsitzenden Michael Sommer fand in diesem Jahr in Bremen statt. Sommer forderte die Bundesregierung auf, "sofort mit der Regulierung des Banken- und Investmentsektors Ernst zu machen" und noch bis zur Wahl entsprechende Gesetze zu verabschieden. Dazu habe sie sich auf dem Londoner Gipfel verpflichtet, betonte er.

Es gehe darum, Spekulation einzudämmen und zu kontrollieren, Unternehmen nicht mehr an kurzfristigen Renditezielen auszurichten und den Finanzsektor zum Beispiel über eine Börsenumsatzsteuer an den Kosten der Krise zu beteiligen, betonte Sommer. Es müssten Regeln durchgesetzt werden, die verhinderten, dass so etwas wie die aktuelle Krise jemals wieder passiere. Dazu gehöre auch wesentlich mehr Mitbestimmung in Unternehmen und Betrieben.

Zur Finanzierung der Krisenlasten forderte Sommer, dass die Verursacher zahlen müssten – auch mit ihrem Privatvermögen. Im Einzelnen verlangte er eine Anhebung des Spitzensteuersatzes, eine deutliche Erhöhung der Erbschaftssteuer für wirklich Reiche und die volle Versteuerung von Kapitalerträgen anstelle der niedrigen Abgeltungssteuer. Unter Hinweis darauf, dass Hartz-IV-Empfänger erst ihr Vermögen einsetzen müssen, forderte er dieses Prinzip auch für die Reichen und Superreichen.

Sie müssten mit einer verzinsbaren Zwangsanleihe einen Lastenausgleichsfonds finanzieren, der in Schwierigkeiten geratene Unternehmen mit Bürgschaften und Beteiligungen über die Krise bringe. Wer dreistellige Milliardenbeträge für den Giftmüll der Banken aufbringe, müsse auch die Kraft haben, solche Summen für die Zukunft unseres Landes zu beschließen, appellierte Sommer an die Politik.

Der DGB-Chef erinnerte daran, dass bereits der Aufschwung an Millionen Menschen spurlos vorbei gegangen sei und dass Millionen "arm in die Krise gegangen" seien: "Jetzt sollen wir alle es ausbaden mit Einkommenseinbußen, Existenzangst und Entlassungen. Und natürlich sollen wir den ganzen Mist auch noch bezahlen (...) Aber wir lassen uns die Hirne nicht vernebeln. Das ist die Neuaufführung der alten Schmierenkomödie von der Sozialisierung der Verluste und der Privatisierung der Gewinne." Wenn es keinen gerechten, von den Menschen akzeptierten Ausweg aus der Krise gebe, "dann ist die soziale Marktwirtschaft, ja, dann ist auch unsere Demokratie bedroht", warnte Sommer.

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sagte auf ihrer 1. Mai-Tour durch Brandenburg, die Wirtschaftskrise werde sich schnell zu einer politischen Vertrauenskrise ausweiten, wenn Entlassungswellen nicht verhindert werden und die Politik die Opfer der Krise nicht besser absichert.

"Wir fordern Arbeitgeber und Politik auf, mit uns gemeinsam um jeden einzelnen Arbeitsplatz zu kämpfen. Die Bundesregierung muss jedoch auch dafür sorgen, den freien Fall bei Arbeitslosigkeit zu stoppen. Wenn unvorstellbare Summen zur Sanierung der Banken ausgegeben werden, ist es das Mindeste, dass den Opfern der Krise Hartz IV erspart wird. Angesichts der düsteren Prognosen für den Arbeitsmarkt fordern wir die Koalition auf, die Absicherung auch für Arbeitslose noch vor der Bundestagswahl zu verbessern. Es kann nicht sein, dass die einen noch dafür belohnt werden, dass sie Milliarden verzocken und die, die jahrzehntelang gearbeitet haben, im Regen stehen gelassen werden", so Buntenbach.

Deshalb müsse die Regierung auch rasch eine staatliche Defizithaftung für alle Sozialversicherungen einführen, die im zweiten Schritt zu einer gerechten und langfristig stabilen Bürgerversicherung ausgebaut werden sollten. "Wir können nicht tatenlos dabei zusehen, wie die Bundesagentur oder die Krankenkassen Schuldenberge auftürmen, von denen sie nie wieder herunterkommen werden", unterstrich Buntenbach, "denn in der Folge drohen Kürzungen bei den Sozialleistungen". Die Menschen bräuchten gerade dann funktionierende Sozialsysteme, wenn die Not am größten sei.

Die Bundesregierung stehe in der Verantwortung, die Verunsicherung in der Bevölkerung zu stoppen und für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. "Wenn Angst zum Massenphänomen wird und das Ungerechtigkeitsempfinden in nackte Wut umschlägt, wäre der Vertrauensverlust in die Politik kaum wieder gut zu machen. Ein solcher Flurschaden für die Demokratie muss entschieden verhindert werden", so Buntenbach.

DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki forderte in seiner Rede zum 1. Mai in Rheine entschlossene Initiativen von Politik und Wirtschaft, um alles für den Erhalt der Arbeitsplätze in dieser Krise zu tun. "Während der Druck auf Arbeitsplätze und Einkommen wächst, kämpfen die Gewerkschaften hier, in Europa und weltweit dafür, dass die arbeitenden Menschen nicht zu Opfern einer Krise werden, die sie nicht verursacht haben", betonte Matecki und mahnte eine neue Wirtschaftsordnung an, die dem Wohl aller Menschen diene, statt Reiche noch reicher zu machen.

"Marktgläubigkeit, Deregulierung, Privatisierung und die Gier nach kurzfristigen Gewinnmaximierung haben diese Krise verursacht, unter der vor allem die ArbeitnehmerInnen leiden“, sagte Matecki. Das Ergebnis der neoliberalen Experimente sei ein extrem ausgedehnter Niedriglohnsektor, die krasse Zunahme prekärer Beschäftigung und in der Folge immer mehr Menschen, die auf staatliche Unterstützung angewiesen seien. „Um so wichtiger ist es, für faire Löhne und soziale Mindeststandards zu sorgen. Dazu zählen vor allem Mindestlöhne – und zwar auch für die ZeitarbeitnehmerInnen." Matecki forderte deshalb sowohl Unternehmen und ihre Verbände als auch die CDU/CSU-Fraktion auf, endlich ihren Widerstand gegen Existenz sichernde Mindestlöhne aufzugeben und weitere Branchen ins Entsendegesetz aufzunehmen.

Um aus der Krise herauszukommen, brauche es weltweit abgestimmte Maßnahmen – gemeinsame Regeln zur Bändigung des Finanzmarkts sowie kräftige und starke Konjunkturstützen. "Wir wollen Investitionen in Arbeit und keine Finanzierung der Arbeitslosigkeit", unterstrich Matecki. "Nur so haben die ArbeitnehmerInnen eine Perspektive und bekommt die Binnennachfrage den so dringend notwendigen Schub." Notwendig sei es daher, Hartz IV-Regelsätze zu erhöhen, Konsumschecks einzuführen und deutlich stärker in Bildung zu investieren.

Klar müsse sein, dass die Verursacher der Krise für die Kosten herangezogen werden, sagte Matecki: "Ein gestaltender Staat benötigt Handlungsspielräume und dafür Einnahmen. Deshalb wollen wir eine Finanztransaktionssteuer, höhere Einkommens-, Körperschafts- und Erbschaftssteuern sowie die Wiedereinführung der Vermögenssteuer." Völlig kontraproduktiv sei die Schuldenbremse: "Sie knebelt die öffentlichen Haushalte und ist nichts anderes als ein Angriff auf den Sozialstaat." Den aber bräuchten die Menschen gerade in Krisenzeiten besonders dringend.

"Arbeit für alle bei fairem Lohn - die Gewerkschaften werden auch künftig für bessere Arbeits- und Lebensbedigungen der ArbeitnehmerInnen kämpfen", sagte Matecki abschließend, "denn wir stehen für soziale Gerechtigkeit – nicht nur in Krisenzeiten."

Uli Maurer im Intview mit der Heilbronner Stimme

Der Spitzenkandidat für die Bundestagswahl in Baden - Württemberg der Partei DIE LINKE über das Verhältnis zur SPD und zu der derzeitigen Wirtschaftskrise. Heilbronner Stimme 29.4.09

29.04.2009

20 Jahre Tschernobyl und keine Einsicht bei der Atomlobby

Der Bundestagskandidat der Partei DIE LINKE, Walter Kubach nahm auch an der Demo teil

Am Sonntag den 26.4.2009 fand eine Demonstration zum Gedenken an die Katastrophe von Tschernobyl  auf dem Parkplatz des Kernkraftwerks Neckarwestheim statt. Etwa 300 Teilnehmer wurden über die Folgen des Supergaus vor 20 Jahren informiert. Ein Redner verwies darauf, dass Frankreich aktuell  Atomtechnik an Libyen liefert, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, dass man damit einem Schurkenstaat zur Atombombe verhilft. Es wurde darauf verwiesen, dass entgegen der vertraglichen Vereinbarung Block I immer noch am Netz ist und nicht wie vereinbart abgeschaltet wurde. Was sind das für Manager die geschlossene Verträge brechen?

Ein Redner  bemerkte richtiger Weise, dass jeder für sich aus dem Atomstaat austreten kann, in dem er oder sie den Stromanbieter wechselt und 100% Solar, Wasser, oder Windstrom kauft. Zum Beispiel bei den Stromrebellen Energie Werke Schönau .

Elektrizitätswerke Schönau Vertriebs GmbH

Friedrichstraße 53/55

79677 Schönau/Schw.

http://www.ews-schoenau.de/ews/kontakt.html

Die Mehrkosten für den Ökostrom betragen für einen Haushalt mit einem Verbrauch von etwa 4.000 KWh pro Jahr gerade einmal 20 €. Eine Atomkatastrophe wie in Tschernobyl in Deutschland konnte hingegen die komplette Volkswirtschaft nicht stemmen. Eine Klimakatastrophe könnte noch viel schlimmere Auswirkungen  haben.

vb

21.04.2009

No change - Kein Wechsel

Präsident Obama kann doch keinen Wechsel herbei führen .  Alles  leere Worte.  Alles  bleibt beim Alten.  In Afghanistan wird weiterhin Krieg geführt, härter und mit mehr Soldaten als je zuvor. Es werden weiter unschuldige Zivilisten ums  Leben kommen. Guantanamo ist der Öffentlichkeit weiterhin unzugänglich. Die Folterknechte  der US amerikanischen Armee werden nicht bestraft! Das ist auch eine Art Rassismus von dem schwarzen Häuptling der Amis.  Man muss Serbe sein oder Afrikaner oder Asiate um vor das Haager Tribunal gezerrt zu werden, US-Amerikaner und deren Schergen dürfen sich sicher sein die schlimmsten Verbrechen begehen zu können ohne dafür belangt zu werden. Also Obama = heiße  Luft.

VB

17.04.2009

DIE LINKE Heilbronn unterstützt Milchbauern


Die Unterländer Milchbauern im BDM mobilisierten am 16.4.09 vor der größten Molkerei in Heilbronn über 200 „Milcherzeuger, Vertreter von Landhandel, Landtechnik, Lohnunternehmer, Banken und alle, deren Arbeitsplätze vom Erhalt der Milchproduktion in der Region abhängen“ (aus dem Aufruf). Trotz Regen dauerte die Kundgebung mit Mahnfeuer auf der gesperrten Straße vor der Molkerei über zwei Stunden. Neben betroffenen Milchbauern sprachen auch ein Vertreter der Molkerei Campina und auf Grund seiner beruflichen Kontakte, <st1:personname w:st="on">Johannes Müllerschön</st1:personname>. Müllerschön, gelernter Landmaschinenmechaniker, Betriebsratsvorsitzender von CNH Deutschland (Landmaschinensparte des Fiat Konzerns) und Mitglied im Branchenteam Landtechnik beim IGM Vorstand (siehe www.landtechnik.igmetall.de ) überbrachte zunächst die solidarischen Grüße der Beschäftigten der Landtechnik: „Beschäftigte der Landtechnik und Milchbauern haben ein ähnliches Problem – sie produzieren höchste Qualität und brauchen dafür ein faires und ausreichendes Einkommen“. In seiner Eigenschaft als „Freizeitpolitiker“ outete sich Müllerschön auf der Kundgebung als einer der beiden Kreissprecher der Partei DIE LINKE und ergänzte: „Zur Zeit werden vom Staat Milliardenbeträge an angeblich systemrelevante Banken bezahlt. Zugegeben, die Produktion von Milch ist nicht unbedingt systemrelevant. Sie ist mehr. Die Produktion von Milch ist relevant fürs Leben. Deshalb unterstützen wir Euch von DER LINKEN und hoffen, dass auf einem Krisengipfel Milch nicht nur warme Worte, sondern für Euch akzeptable Lösungen gefunden werden“. Zugegeben, unter dem Applaus waren auch einzelne Pfiffe  zu hören, aber insgesamt wurde die Unterstützung durch DIE LINKE von den verbitterten Milchbauern eher positiv aufgefasst. In der Monopoltageszeitung Heilbronner Stimme wurde Müllerschöns Beitrag einfach ignoriert. (jom)

09.04.2009

EU - Linzenz zu Mogeln

Ab 11. April gibt es keine verbindlichen Mengen für Packungen im Supermarkt mehr.

Versteckte Preiserhöhungen durch Wegfall verbindlicher Mengen

Hamburg (LiZ). Ab dem 11. April 2009 entfallen fast alle verbindlichen Mengenvorgaben für Lebensmittel. Eine EU-Richtlinie wird in nationales Recht umgesetzt. Bestimmte Erzeugnisse in Fertigpackungen konnten bisher nur in den für sie festgelegten Füllmengen verkauft werden. Beispielsweise durfte Milch in den Füllmengenbereichen zwischen 0,5 und 1 Liter nur in Fertigpackungen mit 0,5 Liter, 0,75 Liter und 1 Liter Inhalt abgegeben werden. Solche festen Einheiten fallen nun für Milch und weitere Lebensmittel wie Wasser, Limonade, Fruchtsäfte, Zucker oder Schokolade weg. Nur bei Wein, Sekt und Spirituosen bleiben feste Nennfüllmengen erhalten

„Auch bei viel gekauften Lebensmitteln werden die Verbraucher künftig mit versteckten Preiserhöhungen hinters Licht geführt werden“, befürchtet Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Die Masche, geringere Füllmenge bei gleichem Preis, wird schon jetzt bei vielen Produkten angewendet, etwa bei Süßigkeiten, Säuglingsnahrung und Frühstückscerealien sowie bei Non-Food Artikeln.

So stellte die Verbraucherzentrale Hamburg jetzt fest: Bei Pampers Windeln wurde die Anzahl der Windeln in der Packung reduziert (10 Prozent Preiserhöhung) und beim Geschirrspülmittel Calgonit Power Powder das Gewicht verringert (20 Prozent Preiserhöhung).

Preiserhöhungen sind zwar nicht verboten, Mogelpackungen schon. Wer zuviel Luft in die Verpackung lässt, verstößt gegen gesetzliche Regelungen. Das muss von Fall zu Fall geprüft werden.

Der Trick macht auch nicht vor dem Obst- und Gemüsebereich in den Supermärkten halt. Die Verbraucherzentrale Hamburg fand abgepackte Paprika nicht wie üblich in 500g Gebinden, sondern in Plastikfolie mit 400g, Cocktail-Tomaten in 400g-Plastikschalen statt in den üblichen 500g-Verpackungen.

„Nur anhand des erhöhten Grundpreises können Verbraucher den Anbietern auf die Schliche kommen. Der Packungspreis ist letztendlich für Preisvergleiche uninteressant.“ sagt Armin Valet. Doch wird der Grundpreis vom Handel nur unzureichend ausgezeichnet. Die Verbraucherzentrale Hamburg stellt bei Supermarktbegehungen immer wieder fest, dass der Grundpreis fehlt, fehlerhaft oder unleserlich klein am Regal steht. Eine weitere Tücke für Verbraucher: Der Grundpreis wird gesetzlich nur für Gewichts- und Volumenangaben verlangt. Für Produkte, die pro Stück abgegeben werden, wie etwa Feuchttücher und Toilettenpapier ist der Grundpreis nicht vorgeschrieben.

Info

Die ausführliche Liste mit allen Produkten unter www.vzhh.de/

 

09.04.2009

Presse Erklärung der Gewerkschaft CGT Elsass

Die UD CGT 67 (Gewerkschaft CGT Departement Elsass) prangert die begangenen Gewalttaten an und drückt ihre Solidarität mit der Einwohner des Viertels Port du Rhin während die Demonstration für den Frieden und gegen die NATO von Samstag, den 4. April 2009 in Straßburg aus. Aber die schwarze Szenerie der Rauchsäulen darf die Verantwortungen der Polizei nicht verbergen.

Die UD CGT 67 prangert das unverantwortliche Verhalten der Polizeiführung an, die nur das einzige Ziel hatte, den Zugang zum Stadtzentrum zu verhindern. Die Sicherheit der Einwohner des Armenviertels Port du Rhin und die pazifischen Demonstranten waren offensichtlich nicht der Kern des Anliegens des Polizei.

Man kann sich zu recht fragen, ob nicht alles absichtlich gemacht worden ist, damit die Demonstration in einem schlechten Licht erscheint.

Während den Verhandlungen, die regelmäßig und wochenlang, zwischen der Präfektur, der Polizei- und Gendarmerieführung und dem "collectif anti Otan" (die Anti Nato Bewegung) statt fanden war die einzige Sorge der Autoritäten den Zugang an der Demonstranten zum Stadtzentrum zu verhindern.

Es war abgemacht, dass der Zugang von Delegationen aus Deutschland, über die Europabrücke möglich sein würde. Nun aber wurde sie einseitig geschlossen, während es noch keine Gewalt im Port du Rhin gab.

Die Erlaubnis des Zugangs der Demonstranten auf den Versammlungsplatz im Jardin des Deux Rives wurde dann von der Polizeikräfte verzögert, und sogar für mehrere Tausende pazifischer Demonstranten verhindert .Die Polizeikräfte waren komischerweise abwesend im Viertel Port du Rhin und im Jardin des Deux Rives. Die Krawallmacher konnten dann völlig ungehindert anfangen in dem Viertel zu randalieren.

Warum sind die Polizeikräfte in dem Viertel Port du Rhin passiv geblieben, sie ließen das alte Zollgebäude abbrennen lassen haben, bevor sie zum Einsatz kamen?

Warum haben die Polizeikräfte das Ende des Demonstrationszuges angegriffen und haben Gasgranaten eingesetzt  auf der Brücke von Anvers, als alles friedlich war?

Warum haben die Polizeikräfte die Demo vor der rue Coulaux blockiert, als ein Ausgang durch die rue de la Coopérative möglich war?

Die UD CGT 67  bekräftigt erneut, dass der Recht zu demonstrieren ist eine Grundfreiheit ist. Die Aufgabe der Polizeiführung war, nicht nur die Mächtigen der NATO und die Einwohner des Stadtzentrums zu beschützen, sondern auch den Demonstranten zu ermöglichen, friedlich zu protestieren und zugleich die Vierteln am Ortsrand zu schützen


Jacky Wagner CGT  67

Trotz Polizeitricks lassen die Pazifisten von sich hören.

Friedendemo in Straßburg

 Alain Verreman unser Korrospondent in Straßburg

Monatelang hat die Straßburger Anti-Nato-Organisation, der Le Parti de Gauche angehört, mit der Polizei und den Behörden über die Gestaltung des friedlichen demokratischen Protestes verhandelt. Wegen der hartnäckigen Haltung der staatlichen Seite mussten wir einen schlechten Kompromiss für den Verlauf der Demo durch Hafenanlagen akzeptieren.

Vereinbart war, dass die Demonstranten ab elf Uhr frei zum Versammlungsplatz am Rhein durften. Im Radio konnte man hören, das sich die Staatschefs schon um Viertel nach zehn wieder im Konferenzzentrum getroffen hatten. Trotzdem hat die französische Polizei fast zwei Stunden lang tausende Leute daran gehindert durchzukommen. Zehntausend andere warteten viel weiter weg und konnten gar nicht zur Demo kommen.

Dann musste auf die deutschen Demonstranten gewartet werden, die auf dem anderen Rheinufer aufgehalten wurden. Trotz Vereinbarung ließ man sie nicht durch. Bis 12 Uhr 40 hatten nur wenige Demonstranten den Weg über Schleichwege zum Sammelplatz gefunden. Helfer der Partie de Gauche versorgen sie mit Getränken. Statt um eins ging die Demonstration gegen drei los. Diese zwei Stunden Wartezeit haben Hooligans ausgenutzt um Gebäude anzuzünden.

Hohe Flammen loderten … die Feuerwehr traf erst gegen vier ein, eine kleine Truppe aus Haguenau. Die Dutzenden anderen Feuerwehrwagen blieben auf dem Lingolsheimer Sportplatz -10 Minuten vom Stadtzentrum entfernt stehen. Mehr kamen nicht bis fünf Uhr.

Mit drei Helikoptern in der Luft konnten jedoch die Behörden genau sehen, was vor sich ging. „Unser Anliegen war die Menschen zu schützen“ erklärte am Montag der Präfekt, der die polizeilichen Kräfte führte. Warum wurden also immer wieder Gasgranaten von der Luft aus auf die friedlichen Demonstranten geworfen? Man fragt sich: welche Menschen sollten eigentlich geschützt werden? Die Friedlichen oder die Gewalttätigen ?

Die Frage, die sich viele anschließend stellten und noch stellen lautet: Warum wurde die ganze Demonstrantenmenge eingekesselt? Wieso fuhren Polizeiwagen durch die Menge? Ein Wunder, dass es keine Toten gab. Es wurde auch gefilmt, wie Polizisten Steine auf die Demonstranten warfen… Sind die Pazifisten die neuen Feinde Frankreichs?  Wenn ja, dann bedeutet es, dass die NATO wohl die Partei des Krieges geworden ist …

Manche Franzosen meinen, diese Art und Weise mit Demonstranten umzugehen zeigt, wie sehr die Demokratie in der neoliberalistischen Welt zu leiden hat. Das Volk wird nicht mehr geschützt, sondern den Hooligans ausgeliefert, während die Obrigkeiten durch Zehntausende Sicherheitskräfte geschützt werden.

Die NATO soll überall in der Welt die Energiequellen sichern, damit die Großen, die multinationalen Firmen, die globalen Konzerne und die Finanzwelt noch mehr Profit ziehen.

„Lassen wir also das kleine Volk von Demos und Hooligans sprechen, so vergisst es über uns und die Ausbeutung der Welt zu diskutieren“. Da haben die Medien genug Stoff  und Fotos zu zeigen. Auch so werden die demokratischen Debatten im Dunkeln gehalten.

Aber die Krise wächst und das Volk wird diese Methoden nicht mehr lange ertragen. Bald gibt es Europawahlen. Die Linke Front in Frankreich ruft auf :

Nieder mit dem zerstörenden Kapitalismus ! Nieder mit der NATO ! Ein anderes Europa ist möglich ! Eine friedliche Welt ist möglich !

 

Ostermarsch in Kehl/Straßburg gegen NATO und Krieg

Ostermarsch in Kehl/Straßburg gegen NATO und Krieg

Etwa 15.000 Demonstranten machten sich in Kehl bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg, um zur Kundgebung auf der anderen Seite des Rheins.  Die Europa-Brücke sei frei und die Demonstrationsroute genehmigt. Das wurde den Teilnehmern noch vor Abmarsch versichert.

Unter massiven Polizeischutz vermummter  Polizisten  wurde der Demonstrationszug um die Fußgängerzone herumgeführt. Offensichtlich hatte man Angst um die Schaufenster. Kurz bevor man auf die B28 Richtung Europabrücke einbiegen konnte, wurde der Demonstrationszug aufgehalten.

Von Seiten der Polizei hieß es, die ursprünglich zugesagte freie Passage der Grenze die viele schon abgeschafft wähnten, sei zurückgenommen. 

Eine Delegation der Ostermarschierer wurde auf die französische Seite gelassen um der Polizei zu verhandeln, um doch noch eine gemeinsame Veranstaltung in Straßburg zu ermöglichen. Etliche Wasserwerfern und mehrere tausend Polizisten hielten die Wacht am Rhein. Eine Wacht am Rhein auf die das lieb Vaterland locker verzichten kann. Sie hinderten die Menschen beiderseits ihr Grundrechte wahrzunehmen. 

Zunehmend drängten sich die Mitglieder des Schwarzen Blocks an die Spitze der Demo. kluger Weise stellten sich friedliche Demonstranten zwischen die sehr nervöse Polizeitruppen aus Hessen und die teilweise schon eingedichteten Schwarzen. Ein äußerst seltsames Verhalten der schwarzgekleideten vermummten Polizisten wurde kaum bemerkt. Sie schleusten etwa zwanzig Mitglieder  des Schwarzen Blocks in die Demonstration ein. Schande dem der schlecht darüber denkt. Mehrfach wurde von der Polizei den Demonstranten die Transparente versucht aus den Händen zu reisen.

Es kam natürlich wie es kommen sollte! Der Schwarze Block versuchte die Polizei zu provozieren und die friedlichen Demonstranten auf die Polizisten zu drücken.  Sie konnten jedoch zurückgedrängt werden. Die Offiziere der  Polizei hatten Mühe ihre übereifrigen Mitarbeiter zurück zu halten. Da wurde mancher Schlagstock schneller gezückt, als man blinzeln konnte. Als die Demonstranten die zu schlichten versuchten sich darüber beklagten es könnte sie treffen, hieß es von Seiten der Polizei, sie sollten zur Seite gehen. Hätten sie das getan hätte es  ein Blutbad zur Folge gehabt.

Auf der französischen Seite sah man Rauch aufsteigen.

Zu diesem Ereignis sagte der Bundestagsabgeordnete Christian  Ströbele folgendes. Es sei auf französischer Seite eine brennende Barrikade errichtet worden um sich vor der deutschen Polizei zu schützen, die die Brücke besetzt hielten. Es wurde mit den Polizisten und den Autonomen verhandelt und es war wohl kurz davor, dass Autonomen abziehen wollten und die Polizei die Brücke freigeben wollte. Darauf hin habe die Polizei behauptet, der Präfekt habe jegliche Einreise nach Frankreich verboten.  Es sei dann urplötzlich von der französischen Schlägertruppe CRS ein Angriff erfolgt. Sie warfen Blendgranaten und Tränengas in die Menge.  Es wurde dann offensichtlich zuerst ein altes Zollgebäude in Brand gesteckt und dann ein Touristeninformationszentrum. Später wurde wie sicher bekannt ist auch noch ein Hotel angezündet. Diese Tathergänge hatte Ströbele nicht beobachten können, da er nach den ersten Angriffen der Polizei fliehen musste.

Tobias Pflüger  Europa-Abgeordneter der Partei DIE LINKE  sagte dass der deutsche Teil der Demonstration nicht nach Straßburg durfte sei von deutscher Seite aus initiiert worden. Dafür gebe es Beweise.

In Kürze folgt ein Bericht und eine Einschätzung zu Situation der Demokratie in Europa aus französischer Feder. VB

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Wir zahlen nicht für eure Krise

Berlin/Frankfurt am Main/Paris/London (LiZ). Viele zehntausend Menschen haben am heutigen Samstag in Deutschland, Frankreich und Großbritannien gegen die ungerechte Politik ihrer Regierungen in der Weltwirtschafts- krise demonstriert. Insgesamt 55.000 folgten in Berlin und Frankfurt am Main dem Aufruf eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses von gewerkschaftlichen Gliederungen, Sozialprotest- und antikapitalistischen Gruppen, Attac, der Partei DIE LINKE, Migranten-Organisationen, Bündnis90/Die Grünen sowie umwelt-, entwicklungs- politischen und kirchlichen Gruppen. In Berlin nahmen 30.000 Menschen an der Demonstration teil, in Frankfurt am Main waren es 25.000. Die Proteste unter dem Motto "Wir zahlen nicht für eure Krise! Für solidarische Gesellschaft" fanden im Vorfeld des G20-Gipfels am 2. April in London statt. Es handelte sich um die größte Demonstration in Deutschland seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise. Parallel gingen auch in zahlreichen anderen Ländern die Menschen auf die Straße; in London waren es 40.000, in Wien 20.000.

 "Die Demonstrationen in Berlin und Frankfurt waren ein voller Erfolg. Damit ist klar, dass auch in Deutschland ein großer Teil der Bevölkerung für eine soziale Form der Krisenpolitik eintritt, die die Kosten der Krise nicht auf die ärmeren Bevölkerungsgruppen abwälzt", sagte Bernd Riexinger von Verdi Stuttgart. "Für uns sind die Demonstrationen der Beginn einer Protestwelle. Die Profiteure müssen zur Kasse gebeten werden."

Einhellig forderten die Redner und Rednerinnen auf den Kundgebungen, dass die Verursacher der Krise für die Kosten aufkommen, beispielsweise durch eine Millionärssteuer und eine Sonderabgabe auf hohe Vermögen. Sie forderten mehr Geld für Bildung, Umwelt- und Klimaschutz, öffentliche Infrastruktur und Gesundheit sowie einen sozialen Schutzschirm für Beschäftigte, Erwerbslose sowie Rentnerinnen und Rentner. Hartz IV müsse ebenso weg wie die weiteren Gesetze der Agenda 2010. Stattdessen seien ein armutsfester Mindestlohn und die existenzsichernde Erhöhung des Eckregelsatzes notwendig.

Einig ist sich das aufrufende Bündnis auch in seiner Forderung nach einer strengen Regulierung des weltweiten Finanzsystems. Steueroasen müssten geschlossen, Hedgefonds und andere spekulative "Instrumente" verboten werden. Der Versuch, die Krise auf die Menschen des globalen Südens abzuwälzen, die heute schon stark unter den Folgen der Krise leiden, sei ebenso zurückzuweisen wie ein weiterer Raubbau an der Natur und Belastung des Klimas.

"Egal ob in Frankreich, Deutschland, England, ob in den Parlamenten oder auf der Straße - gemeinsam müssen wir jetzt Druck machen für eine solidarische Gesellschaft. Mit der Krise bietet sich jetzt die Chance, einen neuen Weg einzuschlagen hin zu einer Wirtschaftsordnung, die den Menschen dient, nicht dem Profit", sagte Willi van Ooyen, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im hessischen Landtag und aktiv in der Ostermarsch-, Friedens- und Sozialforumsbewegung.

"Statt die Verluste zu sozialisieren, muss der Finanzsektor vergesellschaftet werden", forderte Christina Kaindl von der Berliner Gruppe Soziale Kämpfe. "Wir wollen eine demokratische Kontrolle der Wirtschaft und deren Ausrichtung an sozialen Bedürfnissen statt an Renditen. Die Dominanz der Profitlogik und die Ökonomisierung aller Lebensbereiche muss beendet werden."

"Die Krise ist nicht vom Himmel gefallen oder das Ergebnis der Gier einiger Manager. Ursache der Krise ist die neoliberale Politik der Liberalisierung der Märkte, von Deregulierung und Privatisierung. Die Verantwortlichen sind in den Regierungen zu finden", sagte Alexis Passadakis von Attac. "Der Kapitalismus steckt in seiner gravierendsten Krise seit 1929. Es reicht deshalb nicht, die Fassade mit einigen neuen Regulierungsmaßnahmen der G20 neu zu tünchen. Das Weltwirtschaftssystem muss auf ein grundsätzlich anderes Fundament
gestellt werden."

Als beispielshafte Gegenwehr bezeichnete das Bündnis die millionenfach befolgten Generalstreiks in Frankreich. "Auch in Deutschland muss das politische Streikrecht für alle gelten. Ein in Etappen vorbereiteter Generalsstreik würde wesentlich zur Durchsetzung der sozialen und politischen Forderungen beitragen", betonte Bernd Riexinger von ver.di Stuttgart.

Mit Kritik reagierte das Bündnis auf das Vorgehen der Polizei in Berlin, die die dortige Abschlusskundgebung stark behindert habe. Polizisten seien immer wieder massiv auf den Platz vorgerückt und hätten so große Unruhe unter den friedlichen Kundgebungsteilnehmern
und eine aggressive Stimmung erzeugt.

Das bundesweite Bündnis ruft als nächsten Schritt zu den Demonstrationen gegen den Nato-Gipfel am 3. und 4. April in Strasbourg/ Baden-Baden auf. Aufgerufen wird auch zu den Demonstrationen und Kundgebungen am 1. Mai sowie der bundesweiten Demonstration des Europäischen Gewerkschaftsbundes in Berlin am 16. Mai. Auch die vom 15. bis 19. Juni geplanten Bildungsproteste sind ein wichtiger Teil der Protestbewegung.

VON FRANKREICH LERNEN

Presseerklärung von Sahra Wagenknecht vom 19.03.09

Zum heutigen Generalstreik in Frankreich erklärt Sahra Wagenknecht, Europaabgeordnete und Mitglied des Parteivorstandes:

„Die Französinnen und Franzosen machen es uns vor: Um zu verhindern, dass die Krise auf die einfachen Leute abgewälzt wird, gehen sie heute auf die Straße und bestreiken die Betriebe. Sie kämpfen um Arbeitsplätze, höhere Löhne und Sozialleistungen und werden in diesem Streik von 78 Prozent der Bevölkerung unterstützt.

Viel wird nun davon abhängen, ob der Funke des Widerstands auf Deutschland und andere Länder übergreift. Es kann nicht sein, dass europaweit über eine Billion Euro in ein marodes Finanzsystem gepumpt wird, um die Renditen von Banken und Vermögensbesitzern zu sichern, während man für Mindestlöhne oder eine Erhöhung der Arbeitslosenunterstützung keinen Cent lockermachen will. Allein die Hypo Real Estate hat bereits mehr als 100 Milliarden an staatlichen Hilfen verschlungen. Hätte man diese Summe an die Erwerbslosen in Deutschland verteilt, wäre jeder von ihnen jetzt um knapp 30.000 Euro reicher.

Die Forderung nach einer Anhebung des Arbeitslosengeldes II auf 500 Euro ist daher alles andere als überzogen – sie ist ein Gebot der Stunde, ebenso wie die Einführung eines Mindestlohn von zehn Euro die Stunde, die Verkürzung der Arbeitszeit und die Schaffung von einer Million Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst. Für diese Ziele gilt es nun gemeinsam zu streiten, dass die Verursacher der Krise zur Kasse gebeten werden.“

Vertrag von Lissabon ist hinfällig

Annette Groth, Bundestagskandidatin der LINKEN

Die Bundestagskandidatin der Südwest-LINKEN Annette Groth begrüßt die Entscheidung der 27 EU-Regierungschefs, sich auf dem bevorstehenden G 20 Gipfel  für eine stärkere Kontrolle der Finanzmärkte einzusetzen. Solch eine Kontrolle wird schon lange von der LINKEN gefordert und ist überfällig, so die Europaexpertin Groth. Allerdings steht die Kontrolle der Finanzmärkte im Widerspruch zu Artikel 63 des Vertrags von Lissabon, der „alle Beschränkungen des Kapitalverkehrs zwischen den  Mitgliedsstaaten sowie zwischen den  Mitgliedsstaaten und dritten Ländern“ verbietet.    

Angesichts der Milliardenhilfen für „Not leidende“ Banken und Unternehmen ist auch das Verbot staatlicher Beihilfen für Unternehmen, (Art. 107) ein Widerspruch, der bislang in der Öffentlichkeit   nicht thematisiert wurde, so Groth.  Der Vertrag legt die EU- Mitgliedsstaaten  auf eine neoliberale Wirtschaftspolitik (Artikel 119) fest und zementiert den „Grundsatz einer offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb“. In der Öffentlichkeit wird von den Lissabon-Protagonisten immer die „soziale Marktwirtschaft“ in den Vordergrund gestellt. Verschwiegen wird, dass das Wort „sozial“ überhaupt nicht vor kommt. Die wirtschaftlichen Grundfreiheiten (Freiheit des Kapitals, der Waren und Dienstleistungen) dürfen nicht länger Vorrang vor den sozialen Grundrechten haben, fordert Groth.

Der Vertrag von Lissabon ist schon jetzt hinfällig und sollte auch aus vielen anderen Gründen nicht ratifiziert werden. Stattdessen fordert DIE LINKE eine Verfassung, die sich zur Wahrung der Menschenrechte und zu einem sozialen, ökologischen, demokratischen und friedlichen Europa bekennt. Angesichts der Finanz-, Wirtschafts- und Ökologiekrise ist eine radikale Veränderung unseres Wirtschaftssystems das Gebot der Stunde! 

Folgen eines privatisierten Erziehungsmodells.


Eddy Groves, genannt  „Fast Eddy", der schnellen Eddy - der Mann, der mit einer Kindergartenkette zum Millionär aufstieg. Sein geschätztes Privatvermögen von umgerechnet mehr als 130 Millionen Verdiente er mit der Kindergarten Kette ABC Learning. Das brachte ihn im Ranking der reichsten Australiern auf  Platz 40. Das ist zwei Jahre her. Jetzt steht „fast Eddy“   Groves und sein Krippenimperium ABC Learning für eine der katastrophalsten Firmenpleiten.

Das Imperium wird noch durch Notsubvention der Regierung in am leben gehalten. Der größte börsennotierten Hortbetreiber, von dessen Untergang waren im November „down under“ über 100.000 Kinder in 1020 Kitas betroffen. Doch Ende März sponsert die Regierung Eddys Imperium nicht mehr,das heißt es wie in unserem gewinnorientiertem wirtschaftssytem üblich, wenn Objekte keinen Gewinn abwerfen, werden sie verkauft oder geschlossen. So auch  241 ABC Learning –Kitas.

Australien hat die neoliberale Vermarktung der Bildung vorgemacht und Kinderbetreuung stärker dem Markt überlassen als andere Länder. Nach der drohenden Pleite von ABC Learning steht die private Bildung auf dem Prüfstand. Eltern gehen auf die Barrikaden und fragen: Darf man die Erziehung und Ausbildung von Kindern dem freien Spiel des Marktes preisgeben? Eine Untersuchung sollte ursprünglich in diesen Wochen abgeschlossen sein. Der Bericht wird jetzt mitte des Jahres erwartet. Eine Totalumgestaltung der Bildungsbranche gilt als gescheitert.

Bereits zu Beginn der 90er-Jahre hatten sozialdemokratische Politiker begonnen, Staatsaufgaben zu privatisieren. Die gängige Lehrmeinung versprach, die Konkurrenz würde mehr Vielfalt und sinkende Preise hervorbringen. Premierminister John Howards Regierung finanzierte nicht mehr staatliche Kindertagesstätten, Eltern bekamen Geld um ihre Kinder auf private Kitas zu schicken.

Die Austrailian Service Union (Dienstleistungsgewerkschaft) fand heraus, dass in Australien heute rund 70 Prozent aller Krippen private Unternehmen sind. Viele gingen an die Börse beschafften sich Kapital und expandierten.

Wie im Kapitalismus üblich, gab es einen Konzentrationsprosess. „Fast Eddy besaß mehr als 2200 Kitas in Australien, Neuseeland, den USA und England. In Australien hatte  ABC Learning ca. 30% Prozent des Kuchens. Jetzt mussten die Eltern eine Lektion in Sachen Kapitalismus lernen. Die Preise kletterten zwischen 2001 und 2006 um 65 Prozent, während die Löhne nur um 17 % angehoben wurden. Viele Australier mussten für einen Krippenplatz mehr als 100 australische Dollar (50 Euro) am Tag bezahlen. Die Qualität sank dramatisch. Bereits 2005 erkannten australische  gravierende Mängel in ABC Learning Kitas. Das Essen wurde zur Bedrohung der Gesundheit der Kinder. Was uns schon aus den europäischen Privatisierungen von Staatbetrieben bekannt ist, traf auch die Aussis. Mitarbeiter bekamen bloß Mindestlöhne (sowas gibt’s in Deutschland nicht), Belegschaften würden ausgedünnt und die Folge war wie in vielen privaten Altersheimen bei uns, es gibt keine Zeit mehr die Kinder (Kunden) zu betreuen.

Unicef sieht Australiens Kinderbetreuungssystem an die drittletzte Stelle der entwickelten Welt. "Kinderbetreuung in Australien ist nicht mehr Grundversorgung, sondern eine Industrie, die staatliche Mittel in die Taschen von Aktionären stopft", sagte die Abgeordnete Sarah Hanson-Young.

CFK Childcare Centres ein Konkurrent im den Kampf  um das Geld der Eltern ist auch pleite. Jetzt sind die staatlichen Plätze bereits eingestampft und die privaten hat die Gier der Aktionäre gefressen. Das kommt bei Privatisierung staatlicher Aufgaben heraus. Für das freie Spiel der Marktkräfte ist Kinderbetreuung nicht mehr als eine bloße Ware. Genau Gesundheit, Mobilität, Sicherheit, Bildung oder ähnliches. Die Privaten verschwinden genau so schnell wie „Fast Eddy“ wenn der Zucker weg ist und die Daseinsvorsorge zur echten Aufgabe wird.

13.03.2009

Hartz IV muss konkret bekämpft werden!

Ein Hartz IV Empfänger aus dem Landkreis Heilbronn wehrte sich erfolgreich gegen die Beschneidung seines eh schon zu dürftigen Regelsatzes! Als er wegen einer lebensbedrohenden Krankheit einen Termin bei der ARGE Heilbronn nicht wahrnehmen konnte haben ihm die Schergen der AGENDA 2010 rechtswidrig 30% seiner Beihilfe einbehalten. Von den kärglichen 347 € wurden ihm weit über hundert Euro abgezogen. Zur Disziplinierung wie es zynisch im Bescheid hieß. Dies war ein glatter Rechtsbruch! Mit um die 230 € ein Monat zu überleben ist auch mit Aldi Preisen nicht möglich! Viel zu viele Hartz IV Empfänger haben aufgegeben und nehmen die Rechtsbrüche der ARGE widerspruchslos hin! Darauf wird spekuliert… Doch bei Xaver S. (Name geändert) ging es den ARGE Mitarbeitern wie den Bänkern! Es kam alles anders. Die ARGE musste nachzahlen. Solchen Beamten und Angestellten sollte man das Handwerk legen. Diese Handlungsweise müsste mit Gefängnis bestraft werden.

Hartz IV Empfänger wehrt euch! Laßt euch bei H.A:I. beraten, die Chancen stehen gut, über 50% der Bescheide sind falsch

Ansprechpartner H.A.I. Alois Muth, Tel.: 07131 – 96 28 96


Der Erfinder des Hartz-Vier-Zynismus stand in Braunschweig vor Gericht. Peter Hartz war der VW-Manager, mit dessen Namen zwei Vorfälle verbunden sind: Die Zusammenlegung von Arbeitslosengeld und Sozialhilfe zu einem monatlichen Taschengeld von 345 Euro und Huren für Vorstand und Betriebsrat von VW. Zur Klärung der Finanzpraktiken stand der Manager nun vor Gericht. Das Verfahren endete mit einen gefühlten Freispruch! Und fünf Millionen Hartz-Vier-Opfer knirschen mit den Zähnen.

Die Grundlagen der Überwachung

Beschie*en wäre geprahlt.

510€ Einmalzahlung, 2,1 Prozent im Februar und 2,1 Prozent im Mai.

Reden wir mal Fraktur: Dieser Tarifabschluß ist mehr als eine Blamage für die IGM.

Warum also?

Der Arbeitgeberverband hatte alle Trümpfe in der Hand.

Nicht nur das hübsche Medienmärchen von der viel zu hohen Forderung in einer drohenden Rezession, das zwischenzeitlich ¾ der Bevölkerung glaubt. Sondern hauptsächlich die Möglichkeit die ganzen Streiks ins Leere laufen zu lassen, in dem man sich geplante Freischichten einfach von der Gewerkschaft als Streik bezahlen lassen würde.

Wieder einmal zeigt sich, daß selbst starke Gewerkschaften viel zu schwach sind gegen das Konglomerat der Finanzgiganten.

Das Spiel nach unten wird in dem irrsinnigen Zeitgeist-Glauben weiter betrieben, daß Löhne nichts weiter als Kosten seien, und Mitarbeiter nichts als Kostenfaktoren.

Die Schaltstellen der Macht sind ganz offensichtlich mit den allerdümmsten Bauern besetzt.

kh

Erfolgreiche Veranstaltung des Ortsverbandes Weinsberg mit Uli Maurer

Mit über 70 Teilnehmern wurden selbst die Optimisten bei den Linken überrascht.Nach der Begrüßung durch Florian Vollert sorgte der Vortrag von Uli Maurer über die Finanzkrise für volle Aufmerksamkeit. Uli Maurer gelang es detailiert und verständlich die Problematik darzustellen, wie auch die anschließende Diskussion zeigte.

Schlagzeilen

21. Oktober 2008

Kollaps der Finanzmärkte – bezahlen wir zweimal die Zeche für den finanzgesteuerten Kapitalismus?

Wir erleben gerade die größte Krise des kapitalistischen Weltfinanzsystems in der Nachkriegsgeschichte. Jeden Tag lesen wir neue Hiobsbotschaften. Die Regierungen die allesamt das hohe Lied auf die Freiheit der Finanzmärkte... mehr

 
1. Oktober 2008

Eckstein-Beckstein, alles muss versteckt sein.

Seehofer soll also nun der neue König von Bayern heißen!

Vor etwas mehr als einem Jahr als Möchtegernarteivorsitzender bei dem Intrigantenstadel, das sich bei der CSU Parteitag nennt, noch von den Spezis Beckstein und Huber... mehr

 
29. September 2008

»Wir liegen über Plan«

Oskar Lafontaine zum Abschneiden der Linken in Bayern mehr

 
25. September 2008

Bayern-Amigos

...oder wie man Wahlversprechen schon vor der Wahl bricht. mehr

 
24. September 2008

"Steinbrück ist für den Schrotthandel verantwortlich"

In der Finanzmarktkrise sieht Linken-Parteichef Oskar Lafontaine eine Chance, die internationalen Strukturen zu reformieren. Als Bundesfinanzminister scheiterte er mit ähnlichen Vorstößen - auch am Widerstand des damaligen... mehr

 
22. September 2008

6000 in Stuttgart gegen Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan

Heute nahmen mehr als 6.000 Menschen an der Demonstration in Stuttgart und über 10000 in Berlin gegen die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan teil. mehr

 
20. August 2008

Der Kaukasus-Konflikt

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AKW Gegner empfangen Wirtschaftsminister Michael Glos vor dem Heilbronner Haus der Wirtschaft mehr

 
17. Juli 2008

Höheres Kindergeld - finanziert durch Kürzungen bei Kindern aus Hartz IV-Familien

 

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Donnerstag, 10. Juli 2008 um 12:34 Finanzminister Steinbrück hat in den... mehr

 
13. Juli 2008

Wirtschaft

Wir bezahlen einen wahnsinnig gewordenen Finanzmarkt, ...und uns erzählen sie die Arbeit sei zu teuer!!! mehr

 

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