16. Dezember 2009
Am Freitag den 11.12.2009 fand vor den Toren der Fa. MAGNA Donnelly Zaberfeld GmbH eine Flyer-Aktion der Partei DIE LINKE Ortsverband Zabergäu statt.
Bei dieser Aktion wurden die Mitarbeiter der Firma MAGNA nochmals an die sogenannte „Mitarbeiter Charta“ – versteckt in einem Weihnachtsmärchen – erinnert. Kritisch wurde auch der ständige Wechsel von Führungskräften bewertet. Auch der Austausch von „teuren Fachkräften“ durch billige und unterbezahlten Leiharbeitern wurde, aus Sicht des Ortsvereins Zabergäu, als Ursache für die zunehmende Qualitätsprobleme gesehen.
Hintergrund hierfür ist der zunehmende Druck von internationalagierenden Aktiengesellschaften die ihre Gewinnerwartungen jedes Jahr aufs Neue nach oben schrauben. Manager wie Siegfried Wolf sind es, die dies mit aller Macht zu Lasten der Beschäftigten durchsetzen. Dies sogar ohne dass sie selbst ein Quantum von Risiko tragen müssen. Auch in Krisenzeiten versucht man Gewinneinbrüche zu Lasten der Beschäftigten zu minimieren. Einkommenskürzungen, Arbeitszeitverlängerungen, Verlagerungen sowie Betriebsschließungen – wie jetzt in Zaberfeld – sind dabei Mittel zum Zweck. Dass dabei viele in Hartz IV geschickt werden interessiert Manager wie Wolf nicht – denn er verzichtet dabei gewiss nicht auf ein Teil seines mehr als üppiges Einkommen. Aber auch die Beschäftigten machten es der Firma MAGNA leicht. Die wenigsten sind gewerkschaftlich organisiert. Statt dass die Bänder stillstehen wird weiter geschichtet. Dies obwohl viele im Raum Zaberfeld keine Zukunftsperspektive mehr haben.
Dieses „Weihnachtsgeschenk“ der Firma MAGNA an seine Zaberfelder Mitarbeiter machte aber nur die jetzigen politischen bzw. wirtschaftlichen Rahmenbedingungen möglich. Gesetzgebungen die unter der damaligen ROT/GRÜNEN- Regierung verabschiedet worden sind und von der jetzigen SCHWARZ/GELBEN fortgeführt werden sind der Wegbereiter von Armut, Not und Elend.
Die Aktion wird durch die Einbeziehung der anliegenden Ortschaften in den nächsten Tagen fortgeführt.
Gestern Abend lud ein Bündnis aus verschiedenen Bürgerinitiativen ausBietigheim-Bissingen und der Region Neckar-Enz die Direktkandidaten zur Bundestagswahl zu einer Podiumsdiskussion rund um das Thema Klimaschutz ein.
Ca. 150 Menschen füllten den Bietigheimer Kleinkunstkeller gestern abend, um den Ausführungen der einzelnen Kandidaten zum Thema Klimaschutz zu folgen. mehr
11. Mai 2009

Am 5. Mai 2009 hatten wir Besuch aus Indien. Eine Abordnung der Ureinwohner vom Stamm der Adivasi waren auf Einladung des Hölderlin Gymnasium Lauffen a. N. zu Gast im Stromberg.
Eine Halbtageswanderung durch das Natura 2000 Gebiet, ausgewiesen durch die Europäische Union stand auf dem Wanderprogramm.
Im Wirtshaus am See wurden die Gäste vom Wanderleiter der NaturFreunde Peter Kochert und dem Hauptamtlichen Umweltreferenten der NaturFreunde des Landesverbandes in Stuttgart, Diplom Biologe Alexander Habermeier herzlich begrüßt.
Nach dem Mittagessen wurde die Wanderung durch den Stromberg, an der Ehmetsklinge vorbei ,zum Brunnenweg bis zum Rodbachhof von Wanderleiter Peter Kochert, Schülern und Dolmetschern des Hölderlin Gymnasiums begleitet.
Auf dem Rodbachhof zeigte Imkermeister Peter Steinhausen den Anwesenden die eindrucksvolle Welt der Bienen.
Diplom Forstmann Jörg Altmann stand anschließend Rede und Antwort zum Thema Forstwirtschaft und Nachhaltigkeit.
Dabei wurde auch kritisch über den Stand der Umweltpolitik und Atompolitik mit ihren Folgen diskutiert. Die indischen Gäste wurden auch mit den negativen Erscheinungen der fehlerhaften Agrar-, Forst- und Umweltentwicklung besonders des Monsters Monsanto informiert.
Es war sogar der Heilbronner Stimme eine DIN A4 Seite wert darüber ausführlich am Dienstag 06.05.09 in der Neckar-Zaber Rundschau zu berichten. Natürlich wurden hier die negativen Zeilen nicht erwähnt.
Für die noch junge NaturFreunde - Bewegung im Oberen Zabergäu war es ein voller Erfolg mit 16 Naturbegeisterten Menschen eine solche Anspruchsvolle Tour im Auftrag des Hölderlin Gymnasium Lauffen durchführen zu können.
Besonderer Dank gilt Heiko Bluhm, Lehrer am Hölderlin- Gymnasium, der sich um seine Gäste sehr bemüht hat.
Peter Kochert
Willkommen im Zabergäu
Die Mitglieder der Partei haben sich bemüht eine gute Mischung aus jung und alt, Männern und Frauen sowie Mitbürgen und Genossen mit Migrationshintergrund aufzustellen. Es kandidieren auch Mitbürger mit britischem und französischem Pass.
Hier die Kandidatenliste der LINKEN für die Wahlbezirke Eppingen, Schwaigern, Brackenheim und Lauffen:
Wahlkreis | Name und Beruf, Wohnort |
Eppingen I | 1 Andreas Kremm, kaufmännischer Angestellter Brackenheim |
| 2 Eric Billam, Augenoptiker, Eppingen |
| 3 Jürgen Hoffmann, Selbstständig, Eppingen |
| 4 Nathalie Hötzl, Hausfrau, Pfaffenhofen |
| 5 Werner Hartmann, Rentner/Dipl. Designer, Cleebronn |
| 6 Peter Kochert, Arbeitssuchend, Pfaffenhofen |
Schwaigern II | 1 Jennifer Hötzl, Abiturient, FSJ, Pfaffenhofen |
| 2 Dieter Genthner, Umwelttechniker, Leingarten |
| 3 Andreas Kremm, kaufmännischer Angestellter, Brackenheim |
| 4 Eric Billam, Augenoptiker, Eppingen |
| 5 Heiko Blum, Lehrer, Lauffen |
Brackenheim III | 1 Volker Bohn, Dipl. Wirtschaftsingenieur, Brackenheim |
| 2 Sari Maside, Hausfrau, Brackenheim |
| 3 Wilhelm Hötzl, Anlagentechniker, Pfaffenhofen |
| 4 Jennifer Hötzl, Abiturient, FSJ, Pfaffenhofen |
| 5 Werner Hartmann, Rentner/Dipl. Designer, Cleebronn |
| 6 Peter Stender, Bohrwerker, Cleebronn |
| 7 Sabrina Stender, Industriemechanikerin, Cleebronn |
Lauffen IV | 1 Lucia Hermus, Dipl.-Sozialarbeiterin, Lauffen |
| 2 Ridvan Zeyrek, Dipl. Ingenieur, Nordheim |
| 3 Heiko Blum, Lehrer, Lauffen |
| 4 Dieter Genthner, Umwelttechniker, Leingarten |

Die LINKE im Kreis Heilbronn begrüßte um die Jahreswende ihr 100. Mitglied. Die LINKE Ortsverband Zabergäu hatte daran einen gehörigen Anteil. Satte 24% Mitgliedersteigerung konnte man im Zabergäu verzeichnen! Im gesamten Kreis Heilbronn konnten die Listen für die Kreistagwahl komplett gefüllt werden. Am 04.03. trafen sich einige Aktive des Ortsverbands Zabergäu. Treffpunkt war die Gaststätte Löwen in Richen bei Eppingen. Man besprach die allgemeine wirtschaftliche bzw. politische Lage. Für die Kreistagswahl muß man nun Unterstützungsunterschriften sammeln. Wir bittet deshalb die Bevölkerung um ihre Unterstützung. Durch den Anstieg der Mitgliederanzahl hofft man auch, dass weitere Ortsvereine gegründet werden. Dies erleichtert und entlastet auch die politische Arbeit des Ortsverbands Zabergäu.
Am 19.11.2008 hat DIE LINKE des Ortsverbandes Zabergäu eine neue Führungsriege gewählt.
Die Sitzung wurde mit einer politischen Einschätzung der Lage von Wilhelm Hötzl eröffnet. Er erläuterte warum und wie DIE LINKE im Zabergäu entstand. Auf die Entwicklung der Partei eingehend verwies er auf die Zunahme der Mitglieder von 9 auf 13 innerhalb des letzten Jahres.
Zum neuen ersten Vorstand wurde Andreas Kremm einstimmig gewählt. Er ersetzt den bisherigen Vorsitzenden Wilhelm Hötzl der aus beruflichen Gründen für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stand. Er unterstützt den neuen Vorsitzenden weiterhin in seiner Funktion als zweiter Vorsitzender, zu dem er einstimmig berufen wurde. Zur ersten Schriftführerin wurde einstimmig Lucia Hermus und zur zweiten Schriftführerin wurde bei einer Enthaltung Sabina Bachmann gewählt. Dem bisherigen ersten Vorstand Wilhelm Hötzl dankte der Ortsverband für seine hervorragende Arbeit und übereichte ihm als Anerkennung das Buch von Uli Maurer „Eiszeit“.
Nach der Wahl der Vorstände stellte sich Walter Kubach aus Mundelsheim als Kandidat für das Bundestagsmandat des Wahlkreises Neckar/Zaber vor. Er ist im Ulmer Büro des Bundestagsabgeordneten Uli Maurer beschäftigt und bemüht sich darum, als Kandidat für DIE LINKE im September 2009 in den Bundestagswahlkampf zu ziehen.
Nachdem der Lebensmittel-Discounter REWE schon öfters durch schlechte Behandlung seiner Mitarbeiter aufgefallen ist, schlugen die Manager dieses Konzern erneut zu. Die Arbeitszeit soll nun von 22:00 Uhr auf Mitternacht (24:00 Uhr) erweitert werden. Sollten die Mitarbeiter diesem Diktat nicht nachkommen so würden sie durch Leiharbeiter ersetzt! Dank der arbeitnehmerfeindlichen Politik durch Parteien wie die CDU/CSU, SPD, FDP und die Grünen sind heutzutage solche Erpressungen möglich. Leidtragende von eventuellen gesundheitlichen Folgen sind - dank der verfehlten Gesundheitspolitik - die Arbeitnehmer selbst. Reine Habgier macht den Menschen zum Sklaven.
REWE als menschenverachtendes Negativbeispiel!
wh
Wie bereits berichtet hat sich die Stadt Brackenheim bereits im Mai grundsätzlich bereit erklärt, den Mittagstisch der von HARTZ IV betroffenen Kinder sehr stark zu subventionieren und ist aus eigenem Antrieb breit den Kreis der Bedürftigen noch zu erweitern. Der Begriff der Bedürftigkeit ist nicht definiert, um „ein Kind das ein paar Euro zu viel hat nicht durchs Raster fällt“. Inzwischen konnte Bürgermeister Kieser und Herr Armbruster konkrete Zahlen vorlegen. Statt wie bisher 3 € sollen nur noch 1 € zugezahlt werden müssen. Selbst zu der Vorgehensweise der Bezahlung hat man sich seitens der Stadtverwaltung schon Gedanken gemacht. Die Schüler bezahlen mit einer Magnetstreifenkarte, ähnlich einer Scheckkarte und je nach Bedürftigkeit werden unterschiedliche Beträge abgezogen. Die Karten unterscheiden sich äußerlich nicht, so dass sich kein HARTZ IV Kind outen muß.
Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt der evangelischen Landeskirchen in Baden und Würtemberg geißelt die Hartz IV Gesetzgebung und verurteilt mit Vehemenz die starke Zunahme prekären Arbeitsverhältnisse in Deutschland.
Dabei sind es gerade die sogenannten caritativen Einrichtungen die die neuen Möglichkeiten der Agenda 2010 immer mehr nutzen um ihre Kosten zu senken.
Auch im Zabergäu findet man entsprechende Negativbeispiele:
In Güglingen werden Erzieherinnen mit befristen Verträgen beschäftigt und nicht übernommen, Schwerbehinderte in prekären Verhältnissen beschäftigt und in eine unsichere Zukunft entlassen. Für prestigeträchtige Bauobjekte ist jedoch offensichtlich genügend Geld vorhanden.
Sehr geehrter Herr Landesbischof,
in einer für mich fast ausweglosen Situation wende ich mich heute mit diesem Schreiben an Sie. Seit dem Jahre 2003 bin ich als Hausmeister in der Ev. Kirchengemeinde in 74363 Güglingen im Zabergäu beschäftigt. Zunächst in Teilzeit als Stellvertreter für unseren freigestellten MAV Vorsitzenden und LAKI- Mitarbeiter Friedrich Sigmund. Im Jahr 2004 wurde ich zu 100% auch noch für das Amt des Mesners eingestellt, man war mit meiner Arbeit zufrieden. Allerdings mit der Einschränkung auf 4 Jahre befristet wegen der Freistellung von Friedrich Sigmund. Nun sind im Juni 2008 die 4 Jahre beendet und ich hoffte, nachdem F. Sigmund als MAV- Vorsitzender wieder in seinem Amt bestätigt wurde, für weitere 4 Jahre beschäftigt zu werden. Im Jahr 2005/2006 erkrankte ich schwer ( 3 Bandscheibenvorfälle ) und konnte ab Februar 2007 nur noch 70% aus gesundheitlichen Gründen das Amt ausüben.
Für die verbliebenen 30% wurde ein Ehepaar beschäftigt, wobei der Mann auch 80% schwerbehindert ist. Das Zusammenspiel zwischen dem Ehepaar und mir klappte sehr gut. Hatte ich Dienstfrei, so übernahm das Ehepaar den Dienst und umgekehrt ich ihren Dienst. Doch nun hat der KGR entschieden das Ehepaar und mich nicht mehr zu beschäftigen. In mehreren Gesprächen und auch in Bewerbungen haben wir unsere Dienste der Ev. Kirchengemeinde Güglingen angeboten, doch der KGR ist der Meinung dieses Amt nur in die Hände einer Person vergeben zu können. Dieses ist nun geschehen. Die MAV wurde von uns eingeschaltet, aber auch hier ist keine Unterstützung zu erwarten. Ich habe mich auch an den Bezirks- Mesnerpfarrer, Herrn Wendnagel und an den Landesmesnerpfarrer, Herrn H.P. Ziehmann gewandt, sie mögen doch nochmal mit meinem Dienstherrn darüber reden. Es hat alles keinen Erfolg gebracht. So werde ich jetzt mit 54 Jahren und schwerbehindert in die Arbeitslosigkeit entlassen. Für mich bedeutet es den sozialen Abstieg, meine Frau ist ebenfalls Gehbehindert, auch sie kann den drohenden finanziellen Verlust nicht auffangen. Es droht uns eine Altersarmut. Ich habe mein Amt gewissenhaft und gerne ausgeführt, aber durch die Haltung des KGR gegenüber uns schwerbehinderten Mitarbeitern bin ich sehr enttäuscht.
Mit freundlichen Grüßen
P. Kochert
Liebe interessierte Leser, Parteimitglieder,Freunde und Gönner der Linken im Zabergäu!
Aus aktuellem Anlass aufgrund der geplanten Abholzung eines Waldstückes für einen geplanten LKW-Parkplatz bei der Fa. Wilhelm Layher GmbH+ Co KG in Eibensbach möchten wir alle Interessierten Leser auf den Waldschadensbericht bzw. die Waldzustandserhebung der Bundesregierung aufmerksam machen. In diesem Bericht wird für den aufmerksamen Leser deutlich mit welcher verlogenen Erhebung von den Problemen unserer Umwelt abgelenkt werden soll.
Den kompletten Bericht kann man auch unter www.waldportal.org einsehen.
Die LINKE im Zabergäu hat die Überschrift zu dem Bericht etwas anders dargestellt und lautet wie folgt :
Das Märchen vom gesunden Wald ! Oder wie die Deutsche Bundesregierung Märchen in Umlauf bringt!
Am Dienstag 29. Januar 2008 um 17:47 Uhr teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin ihren Waldzustandsbericht mit folgendem Wortlaut schriftlich der Öffentlichkeit mit :
Der Zustand der Wälder in Deutschland hat sich 2007 leicht verbessert. Der Anteil der Bäume mit deutlich sichtbaren Nadel oder Blattverlusten der Baumkronen sei gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozentpunkte auf 25% zurückgegangen. Keine Schäden an den Kronen wies jeder dritte Baum auf
Dem Wald geht es seit 2004 nach und nach besser. Auch sorgte 2007 reichlich Regen für eine gute Wasserversorgung der Bäume…….
Soweit Auszüge über den Waldzustandsbericht der Regierung für 2007!
Doch schon am 30.01.2008, also 1 Tag später wurden plötzlich ganz andere Zahlen zur Waldzustandserhebung genannt und von den Werten vom Vortag wieder abgewichen:
Obwohl der Anteil schwer Kranker Bäume mit deutlicher Kronenlichtung von 28 auf 25 Prozent zurückging, wuchs der Anteil kranker Bäume von 40 auf 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Wälder leiden unter dem Klimawandel sowie unter einer zu hohen Stickstoff und Säurebelastung, heißt es in dem Bericht. Die kritischen Grenzen der Belastung für Stickstoffverbindungen und Säure seien trotz zunehmender Maßnahmen gegen Luftverschmutzung „ großräumig „ überschritten worden……..
Die Länder mit den größten Waldschäden sind das Saarland, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen.
Im Saarland gelten 43% der Bäume als schwer Krank, in Baden-Württemberg 40%, inHessen 36% und in Thüringen 35%. Alle anderen Bundesländer liegen z.T. erheblich darunter.
Soweit die Auszüge aus den Waldzustandserhebungen und Einschätzungen der Bundesregierung.
Die LINKE im Zabergäu, Der Bund für Umwelt und Natur ( BUND ) sowie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald kommen zu einem ganz anderen Ergebnis.
Die Regierung verharmlost und versucht mit Schönfärberei die Lage des kranken Waldes herunterzuspielen. Schon allein die Tatsache, dass der Waldzustandsbericht nicht mehr auf einer Pressekonferenz vorgestellt wird , sondern in Form einer Ergebnisübersicht ins Internet gestellt wird und darüber hinaus nur noch in einer Legislaturperiode als Waldzustandsbericht über die Waldschäden berichtet wird, zeigt wie man hier eine Täuschung und Vertuschung vornehmen will.
Doch leider kann man durch die desolate Umweltpolitik der Regierung die sichtbaren Schäden nicht verbergen.
Forderungen der Umweltverbände werden ignoriert und abgetan, es wird auch nicht von Schädigungen der Natur durch den immer rasanteren Anstiegs des Straßenverkehrs gesprochen. Tempolimit, Ausbau des Schienennetzes bzw. Verlagerung auf die Schiene wird längst nicht mehr favorisiert
Die Deutsche Automobilindustrie hinkt um Jahre der Konkurrenz aus anderen Ländern beim Umweltfreundlicheren Antrieb von Fahrzeugen und Alternativen hinterher. Auf den Automobilausstellungen glänzt man mit großen Flaggschiffen mit viel PS und teilweise unnötigem Zubehör. Verbrauchswerte spielen bei den großen kaum eine Rolle .
Stattdessen wird die KFZ-Steuer erhöht, werden überflüssige Feinstaubplaketten verkauft deren sogenannte Einschränkungen niemanden betreffen. So füllt man den Staatssäckel, aber die Umwelt wird dadurch nicht entlastet.
Um noch eins draufzusetzen beschließt man neue umweltschädliche Kohlekraftwerke zu bauen. Statt auf umweltfreundliche Energien wie Wind, Wasser, Sonnenenergie zu setzen, bedient man die Energiekonzerne auf Kosten der Umwelt.
Die Linke hat ein Konzept entwickelt welches sich am Gemeinwohl und am Umweltschutz orientiert:
Wirtschaft und Umwelt: Nachhaltig dem Gemeinwohl verpflichtet statt kapitaldominiert und umweltzerstörend
Presse-Meldung vom 6.4.2008
Die Atommafia wird nicht müde!
Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hat den von der früheren rot-grünen Bundesregierung vereinbarten und von der großen Koalition bestätigten Atomausstieg erneut infrage gestellt.
''Ich glaube, dass die Koalitionsvereinbarung von CDU/CSU und SPD, die auf Druck der SPD geschaffen worden ist, nicht mehr gehalten werden kann'', sagte er in einem Interview der ARD-Sendung ''Bericht aus Berlin''.Es gebe einen deutlich gestiegenen Energiepreis und ein Umdenken in den Nachbarländern. Die Bundesregierung müsse sich daran orientieren, sagte Oettinger zur Begründung.
Kommentar:
Eigentlich war es für meinen Geschmack einige Tage fast zu ruhig um das Thema Atomausstieg, bzw. um die Klärung der Frage der Abschaltung von Neckarwestheim I. Doch nun schlägt der Meister wieder zu. Unverhohlen wird krampfhaft nach Argumenten für eine Verlängerung von AKW- Laufzeiten gesucht. Argumente wie „ Die Lichter gehen aus“, wir werden vom Ausland abhängig, die Wirtschaft wird gefährdet, sind nur einige weitere scheinheilige Argumente gegen den Atomausstieg. Herr Öttinger, sagen Sie doch den Leuten einfach nur die Wahrheit! Es geht Ihnen doch nur um den Machterhalt der Konzerne, sind ihnen die Gefahren die die Kernenergie mit sich bringen eigentlich egal? Als Ministerpräsident sind auch Sie dem Wohle der Bürger verpflichtet und sollten Schaden abwenden. Doch mit Befürwortung von Kernenergie machen Sie gerade das Gegenteil. Unsere nächsten Generationen werden uns in tausenden von Jahren noch verfluchen um die Altlasten der Radioaktivität. Oder können Sie Garantieren wie viele Jahre dieses Gift in den Fässern und anderswo sicher ist?
Meinen Kindern und Enkeln möchte ich und mit mir Millionen von Menschen diese bevorstehende Verseuchung nicht antun.
Die Linke im Zabergäu
Peter Kochert
Kinderkrebsrisiko in der Nähe vom Atomkraftwerk Neckarwestheim und bei weiteren 15 untersuchten deutschen Atomkraftwerken stark erhöht!
Zwischen 1980 und heute erkrankten jedes Jahr 5 bis 12 Kleinkinder an Krebs oder Leukämie durch den Betrieb der westdeutschen Atomkraftwerke. Das ist das Ergebnis einer Studie die im Dezember 2007 vom Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht wurde. Außer einer weiteren mehrmonatigen Überprüfung der Ergebnisse zu beantragen, bleibt das Umweltministerium bisher untätig.
Anlässlich des Weltkrebstages fordert die Ärzteorganisation IPPNW - (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.)stärkere nationale und internationale Bemühungen um die eindeutig bestehenden Zusammenhänge zwischen den Krebserkrankungen von Kleinkindern und dem Normalbetrieb von Atomkraftwerken aufzuklären.
Die Fall-Kontroll-Studie beweist eindeutig eine um 60% erhöhte Krebsrate und ein 120% erhöhtes Leukämie-Risiko für Kinder unter 5 Jahren, die im 5 Km Umkreis von Atomkraftwerken wohnen.
Die Untersuchung und Studie kam auch nur zustande, weil sich erst nach öffentlichem massivem Druck und über Zehntausend Protestbriefen an Behörden und Ministerien das Bundesamt für Strahlenschutz zu einer Studie veranlasst sah.
Nachdem nun der Zusammenhang zwischen erhöhten Krebs- und – Leukämieraten und der Wohnortnähe zum Atomkraftwerk nachgewiesen wurde, müssen die Ursachen dafür umgehend weiter aufgeklärt werden. Die betroffene Bevölkerung an AKW Standorten sollte schnell und Umfassend mit geeigneten Methoden untersucht werden.
Bei diesen massiven Befunden an jedem deutschen Atomkraftwerks-Standort ist eine strahlenbedingte Ursache auf jeden Fall hoch wahrscheinlich. Wer jetzt noch über Zufall spricht, macht sich lächerlich, so Dr. med. Angelika Claußen, Vorsitzende der IPPNW.
Das im europäischen Umweltrecht verankerte Vorsorgeprinzip gebietet es nun, die deutschen Atomkraftwerke umgehend stillzulegen.
IPPNW fordert das Bundesumweltministerium auf, umgehend die offensichtlich laschen Grenzwerte für radioaktive Emissionen aus den Atomkraftwerken zu überprüfen und deutlich zu senken. Ab sofort sollten nicht mehr die betroffenen Kinder und die Eltern die Beweislast für die Ursache der Erkrankung an Krebs tragen müssen, sondern umgekehrt die Betreiber der Atomanlagen.
Ausführliches zum Thema Atomkraft finden Sie hier.
Die Linke im Zabergäu
Peter Kochert
Sozialverbände schlagen Alarm!
Was die Linkspartei schon lange vorausgesehen hat ist in der Bundesrepublik bittere Realität geworden
2,5 Millionen Kinder leben zur Zeit in Deutschland in Armut, 3 Millionen Rentner sind von Armut bedroht.
18,3 % der Bundesbürger gelten als armutsgefährdet. Das sind alarmierende Zahlen und Entwicklungen. Auch der Sozialverband VdK mit seinen 1,5 Millionen Mitgliedern versucht mit einer Bundesweiten Kampagne die Politik, Wirtschaft und Bevölkerung zu informieren.
Die Armut wächst und zwar in allen Altersgruppen, Armut hat viele Facetten. Da gibt es die verschämte und versteckte Armut, die besonders unter den überwiegend allein lebenden Rentnerinnen und Rentnern weit verbreitet ist. Da ist aber auch die sichtbare Armut die das Bild vieler Städte immer mehr prägt. Man sieht immer häufiger Menschen, die Mülleimer nach Pfandflaschen durchwühlen. Viele bessern dadurch ihr karges Hartz IV Einkommen auf. Auch wenn nicht viel dabei rauskommt, im Schnitt nur etwa 1 Euro pro Stunde Flaschensammeln. Unübersehbar sind auch die Menschenschlangen vor den Lebensmitteltafeln.
Seit Anfang 2008 sind erstmals über 1 Million Menschen aus wirtschaftlicher Not auf Unterstützung angewiesen. 2007 waren es noch 300 000 Bedürftige weniger.
Wer weniger als 60% des Durchschnittseinkommens zur Verfügung hat, gilt als armutsgefährdet. Das sind Menschen die mit weniger als 880 Euro im Monat auskommen müssen.
Das trifft im besonderen auch auf 3 Millionen Rentner zu. Keine Bevölkerungsgruppe wurde in den letzten Jahren stärker zur Kasse gebeten als die Rentner. Nach unseren vorliegenden Berechnungen hat ein Durchschnittsrentner durch die Gesundheits- und Rentenreformen der letzten Jahre heute 130 Euro pro Monat weniger zur Verfügung als vor 5 Jahren. Das sind 1560 Euro weniger im Jahr, das dem Verlust einer anderthalbfachen durchschnittlichen Monatsrente pro Jahr entspricht.
Hinzu kommen noch die rekordverdächtigen Preissteigerungen für Milch, Milchprodukte, Heizkosten, Strom, Benzin und nicht zuletzt die Erhöhung der Mehrwertsteuer auch auf Medikamente, die allgemein nicht wahrgenommen wird.
Alle diese Erhöhungen belasten noch zusätzlich die Haushaltskassen von Rentnern und sozial schwachen Menschen. Neben der wachsenden Altersarmut ist die Armut unter Kindern besonders gravierend. 2,5 Millionen Kinder leben in Hartz IV Haushalten. Der Regelsatz sieht 2,57 Euro pro Tag für die Ernährung eines Kindes vor. Kein Wunder das immer mehr Kinder ohne Frühstück in die Schule kommen oder das Geld nicht für ein normales Mittagessen reicht.
Arme Kinder werden ausgegrenzt, leben oftmals von Klassengemeinschaften isoliert, weil deren Eltern nicht das Geld haben, z.B. den Klassenausflug zu bezahlen.
Die Bildungs und damit Aufstiegschancen eines armen Kindes sind in Deutschland deutlich geringer als in den meisten anderen europäischen Ländern.
Die Chancen eines Arbeiterkindes, anstelle der Realschule ein Gymnasium zu besuchen sind viermal geringer als die eines Kindes aus der Oberschicht.
Einmal arm immer arm lautet die düstere Prognose. Die heutigen jungen Armen sind die armen alten von morgen, wenn man ihnen die Aufstiegschancen durch eine falsche Bildungspolitik verwehrt.
Hauptursachen für die Armut sind Arbeitslosigkeit u.a. durch geringe Qualifizierung und daraus folgend die niedrigen Löhn
Von Armut betroffen sind in erster Linie Kinder von Langzeitarbeitslosen und Geringverdienern oder im Alter Rentner, die zeitweise arbeitslos oder länger krank waren.
Risikogruppen sind auch die kleineren Selbständigen die nicht in die Rentenkasse eingezahlt haben, oder nichts zurücklegen konnten oder für die private Altersvorsorge kein Geld übrig hatten.
In einer bundesweiten Aktion machen u. a. die Sozialverbände gegen die Armut Mobil. Vom Fachverband Außenwerbung ( FAW ) werden über 10 000 Groß-Werbeflächen zur Verfügung gestellt. Es soll damit ein Signal bzw. ein Zeichen gesetzt werden.
„ Aktion gegen Armut „ Solidarität mit den Schwächsten im Land.
Denn: „ Kinder und Altersarmut in Deutschland ist ein Armutszeugnis für unser Land“
Die Linke im Zabergäu zeigt sich solidarisch mit den Forderungen der Sozialverbände und hat im Anhang den Forderungskatalog an die Bundesregierung im Wortlaut zur Information übernommen.
Unter www.aktion-gegen-armut.de. kann man weiteres Infomaterial und Aufkleber herunterladen.
Die Linke im Zabergäu
Peter Kochert