Mehr als 2000 Menschen bildeten eine Kette rund um die Kolbenschmidt-Betreibsanlagen, IG-Metaller aus den unterschiedlichsten Betrieben, hauptsächlich auch vom angrenzenden Autohersteller Audi, aber selbst viele Mitarbeiter vom Konkurrenten Mahle aus 4 Standorten haben sich an der Aktion beteiligt, dazu viele interessierte Bürger, darunter auch viele Mitglieder und Freunde der LINKEN.
Die Ankündigung der Betriebsleitung von Kolbenschmidt in Neckarsulm 300 und in Hamburg über 200 Mitarbeiter abzubauen um Lohnkosten in Höhe von 25 Millionen € einzusparen hat nicht nur die Mitarbeiter von KS verschreckt. Wieviel davon wirklich als Stellenabbau geplant, und wieviel nur Drohpotential für Lohneinschnitte sind, ist jedenfalls offen. Viele Arbeitnehmer auch aus anderen Betrieben fragen sich angesichts der vorliegenden Zahlen wohin die Entwicklung in Deutschland noch führen soll.
Denn die Auftragsbücher bei KS sind voll, Überstunden sind angesagt, nicht etwa Minderarbeit.
Leider hat es sich im neuen Jahrtausend eingebürgert, daß Unternehmen schon dann von der Presse als notleidend bezeichnet werden, wenn die Renditeprozente nicht zweistellig sind. Gute Löhne oder gar Lohnerhöhungen sind da Teufelszeug.
Dieses kann jedoch nicht die Zukunft Deutschlands sein.
„Ich zahle nicht gute Löhne weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld weil ich gute Löhne zahle.“ Robert Bosch