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Die Linke will bei Kreistagswahl 2009 antreten.

Dazu beitragen wird auch die Gründung des Ortsverbandes „Weinsberger Tal“. Aus organisatorischen Gründen wird die offizielle Gründung wahrscheinlich erst Ende Oktober erfolgen.Trotzdem sind schon jetzt einige Aktivitäten am laufen. Mehr dazu demnächst.

Hierzu auch der Artikel aus der Heilbronner Stimme zur letzten öffentlichen Versammlung der LINKEN.

Johannes Müllerschön zum kommunalen Engagement

24. Januar 2010

Bürgermeisterwahl in Cleebronn

Bürgermeister Hartmann mit Gattin
Werner Hartmann (rechts) gratuliert Herrn Vogel zur Wahl

Erleichterung beim amtierenden und zukünftigen Bürgermeister Vogl. Bei 49,92% Wahlbeteiligung entschieden sich 83,05% der Wähler in Cleebronn für ihren seit 8 Jahren amtierenden Bürgermeister. Der Herausforderer Werner Hartmann bekennendes Mitglied der Partei DIE LINKE erlangte einen Achtungserfolg von 8,43%.

Die Zahlen: Stimmberechtigt waren 1971 Bürgerinnen und Bürger. 984 nahmen an der Wahl teil. 60 Stimmen waren ungültig und somit wurden 924 Wahlscheine ausgezählt. Davon entfielen für Bürgermeister Vogl 817 Stimmen und für Werner Hartmann 83. Der Rest entfielen auf Einzelpersonen mit jeweils 1 - 3 Stimmen.

Offener Brief an OB Himmelsbach und Landrat Piepenburg

DIE LINKE Heilbronn sieht ihren Stadtbahnvorschlag durch Probefahrt bestätigt

Bereits am 7.9.09 beschloss die Mitgliederversammlung der LINKEN auf Anregung der beiden Mandatsträger Hasso Ehinger (Stadtrat Heilbronn) und Johannes Müllerschön (Kreistag) einen Alternativvorschlag zur raschen Umsetzung der Stadtbahn Nord.

In seiner Haushaltsrede erklärte Stadtrat Ehinger: „Die Inbetriebnahme der Stadtbahn in Richtung Norden sollte möglichst nicht erst 2012 erfolgen. Die LINKE schlägt vor die Stadtbahn zunächst auf den Gleisen der Bundesbahn laufen zu lassen. Damit wäre es möglich die Stadtbahn früher als geplant in Betrieb zu nehmen, …In Heilbronn sollte der innerstädtische Ausbau nach einer neuerlichen gründlichen Diskussion möglichst sinnvoller und kostengünstiger erfolgen, als vom Heilbronner Stadtrat beschlossen“.

Nach einer Probefahrt auf Einladung des VRN (Verkehrsverbund Rhein-Neckar) am gestrigen Samstag zeigt sich laut Kreisrat Müllerschön die technische Umsetzbarkeit des Vorschlags. Der VRN und das Heilbronner Landratsamt ermöglichten im Zusammenhang mit der Eröffnung der S 5 von Heidelberg über Sinsheim nach Eppingen einen modernen „Zubringerdienst für Promis“. In einem echten, gelben Stadtbahnwagen fuhren ca. 20 bis 30 Kreis- und Gemeinderäte aus den anliegenden Gemeinden, zusammen mit Landrat Piepenburg und Bürgermeister Dolderer, vom Heilbronner Hauptbahnhof über Neckarsulm, Bad Friedrichshall Jagstfeld, Bad Wimpfen und Bad Rappenau bis nach Sinsheim.

Kreisrat Müllerschön, konnte sich ab Bad Wimpfen selbst überzeugen von der Machbarkeit der rascheren Innbetriebnahme, auch wenn er die erste Etappe von Offenau nach Bad Wimpfen noch mit dem Fahrrad zurücklegen musste: „Die Strecke ist ab sofort Stadtbahntauglich, auch wenn noch nicht an allen Bahnsteigen ein ebenerdiger Zustieg möglich ist. Die Baustellen an einigen Bahnhöfen dokumentieren die ernormen, kommunalen Anstrengungen in Sachen ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr).  Diese Anstrengungen gehören jetzt rasch belohnt, mit einer vorgezogenen Eröffnung der Stadtbahn Nord. Kein Verständnis haben wir LINKE für Kompetenzgerangel zwischen Stadt- und Landkreis, oder zwischen Bundesbahn und Stadtbahnbetreiber. Sowohl im Interesse des Klimaschutzes, wie auch im Interesse der Einwohnerinnen und Einwohner muss die Stadtbahn Nord umgehend eröffnet werden. Schließlich warten im Zabergäu und auf der Frankenbahn noch weitere Aufgaben die zeitnah angepackt werden sollen“.

Mit freundlichen Grüßen

Hasso Ehinger (Stadtrat in Heilbronn) und Johannes Müllerschön (Kreisrat),

beide sind auch Sprecher des Kreisverbandes Heilbronn-Unterland der LINKEN

13. Dezember 2009

Müllerschön zum Kreishaushalt 2010

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Sehr geehrter Herr Piepenburg

Als Erstes möchte ich mich bei Ihnen, Herr Landrat Piepenburg, und bei Ihnen, Herr Bürgermeister Folk, bedanken für die hervorragende Ortswahl, die Sie heute für unsere Kreistagssitzung getroffen haben. Es freut mich, dass ich meine erste Haushaltsrede in meinem Heimatort Offenau halten darf.

Die Vorzüge der Gemeinde Offenau sind vielfältig und bekannt. Die Nachteile des Wohnortes Offenau zeigen sich hier beim Blick aus dem Fenster vor allem den Anwohnern an der B 27 Ortsdurchfahrt. Dort leiden die Bewohner und der ganze Ort am zunehmenden Straßenverkehr immer mehr. Ca. 15 000 Fahrzeuge quälen sich täglich durch die enge Ortsdurchfahrt, der Schwerlastanteil nimmt ebenfalls zu. Erst letzte Woche hat die Bürgerinitiative B 27 Offenau über 700 Unterschriften für Tempo 30 und für eine schon lange diskutierte Ortsumgehung im Rathaus übergeben. Zur Verkehrsproblematik im nördlichen Landkreis komme ich  nachher noch zurück.

1) Mehr Transparenz und mehr Öffentlichkeit in die Haushaltsberatungen.

Bevor ich mich zum Haushalt selbst äußere, will ich noch etwas zu den Vorberatungen und zum Thema Transparenz und Öffentlichkeit sagen. Es ist ja nicht die erste Haushaltsberatung, die ich im Landkreis verfolge. Aber ich hatte doch die Hoffnung, dass es als Kreisrat leichter ist, die nicht öffentlichen Vorberatungen zu verfolgen und eventuell Einfluss nehmen zu können. Bedenken wir die Tatsache, dass wir heute über mindestens 308,8 Mio. Euro Ausgaben fürs Jahr 2010 beschließen, dann ist darüber doch sehr wenig öffentlich beraten, geschrieben und diskutiert worden.

Mag ja sein, dass in den sechs nichtöffentlichen Ausschusssitzungen, deren Niederschrift wir heute nicht vorliegen haben, wenigstens unterschiedliche Positionen und Alternativen ausgetauscht und abgewogen wurden.  Eine Zusammenfassung, wie sie von der Verwaltung in der Vorlage 52 vorgelegt wurde, reicht mir – und vermutlich auch den entsprechenden Antragstellern  – jedoch nicht aus.

Von dem Schul-, Kultur- und Sportausschuss ist da zu lesen: „Der Antrag des Hauses der Familie e.V. auf Erhöhung des Zuschusses wurde abgelehnt“.

Vom Sozialausschuss heißt es lapidar “ Der Antrag des Forums Ehrenamt wurde abgelehnt“.

Und von dem Jugendhilfeausschuss ist nur zu erfahren: „Der Antrag des Stadt- und Kreisjugendrings wurde abgelehnt“.

Das Engagement dieser drei Institutionen, auch für die Einwohner des Landkreises, ist nicht hoch genug einzuschätzen. Das Zurückweisen ihrer Anträge  in nicht öffentlicher Sitzung, ohne Begründung finde ich schofel und unangemessen.

Um mir als Kreisrat ein Bild über die Behandlung dieser Anträge und anderer wichtiger Vorentscheidungen in den Ausschüssen zu machen, habe ich beim Landratsamt die Niederschriften der sechs Ausschüsse angefordert. Mit dem Hinweis auf die „Nichtöffentlichkeit der Vorberatungen“ wurde mein Wunsch abgebügelt. Ich finde es befremdlich, dass ich als gewählter Kreisrat zwar an nichtöffentlichen Sitzungen zumindest teilnehmen darf (wenn ich es mir zeitlich und beruflich einrichten kann), aber keinen Anspruch haben soll auf die eh vorhandene bzw. zu erstellende Niederschrift. Offensichtlich traut die Verwaltung den einzelnen Kreisräten nicht, oder will zumindest die Lufthoheit über die Öffentlichkeitsarbeit nicht aus der Hand geben.

Die Steuerzahler, die Wähler und die Mandatsträger haben nach unserem Demokratieverständnis ein Anspruch auf umfassende Information und Transparenz. Von einem gläsernen Landratsamt sind wir in Heilbronn noch weit entfernt. Vielleicht hilft uns da ja das „Informationsfreiheitsgesetz“ weiter, das auf Bundesebene bereits seit 1.1.2006 existiert.

Unter dem Stichwort „Beteiligungshaushalt als Instrument direkter Demokratie“ gibt es bereits auf breiter politischer Ebene Alternativen zur im Landkreis praktizierten Geheimniskrämerei. Eine demokratische Kommunalpolitik erfordert, dass die politischen Entscheidungsprozesse für die Teilnahme der Bevölkerung geöffnet werden. Gerade beim Haushaltsplan sollen die EinwohnerInnen vor der Beschlussfassung umfassend informiert werden, damit diese ihre eigenen Vorstellungen und Forderungen entwickeln können. Weiter sollten sich die Kommunalvertretungen selbst verpflichten, dem Votum der Einwohnerinnen und Einwohner zu folgen. Ich gebe zu, da sind wir noch weit davon entfernt.

2) „Der Landkreis vor dem Kollaps?“ – Krisenbewältigung im Landkreis?

Am 14.November war ich auf einer Veranstaltung der Katholischen Arbeitnehmerbewegung im Bezirk Unterer Neckar zur aktuellen Arbeitsmarktsituation im Stadt- und Landkreis Heilbronn.

Martin Diepgen, Leiter der Arbeitsagentur Heilbronn, hielt den Titel der Veranstaltung „Der Landkreis vor dem Kollaps?“ zwar für etwas zu reißerisch. Die Tatsache aber, dass beim Kolbenhersteller KS/ATAG in Neckarsulm 550 Stellen, bei Magna im Zabergäu und bei Lavatec in Heilbronn jeweils über 200 Stellen wegfallen sollen, zeigt, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise auch im Landkreis angekommen ist.

Aus meiner beruflichen und betrieblichen Situation könnte ich weitere Beispiele nennen. Ich halte nichts von einer Überzeichnung der Krisenszenarien, aber die Frage sei hier erlaubt, ob wir als Landkreis wirklich vorbereitet sind auf das, was da auf uns zukommt? Mit einem Anwachsen der Arbeitslosigkeit (gerechnet wird in 2010 mit 4 Mio. Arbeitslosen) werden auch die Ausgaben der Kommunen und des Landkreises ansteigen. Auf der Einnahmenseite wird die Situation zum Beispiel durch Gewerbesteuerausfälle verschärft.

Die durch Bundespolitik und von oben verordneten Rechtsstreitereien führen ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt zu großer Unsicherheit bei der Betreuung von Arbeitslosen im Landkreis. In so lausigen wirtschaftlichen Zeiten, in der die Verwaltungen von ARGE, Arbeitsverwaltung und vom Landkreis sich voll auf die Betreuung der betroffenen Menschen konzentrieren sollten, wird viel Kraft und Energie in die Umstrukturierung von Verwaltung bzw. durch Rechtsunsicherheiten vergeudet.

Für eine zusätzlich Stelle bei der Schuldnerberatung

Ob aus eigenem Verschulden oder durch Versäumnisse von Oben, ich halte den Landkreis nicht optimal vorbereitet für das, was krisenbedingt auf uns zukommt.

An einem kleinen Beispiel will ich das deutlich machen. Vermutlich sind wir uns hier im Saale alle einig, dass bei der Schuldnerberatungsstelle eine Wartezeit von 12 Monaten für beratungsbedürftige Menschen absolut inakzeptabel ist. Deshalb begrüße ich es, dass wir hier vermutlich einstimmig einer Aufstockung in der Schuldnerberatung um mindestens eine Stelle zustimmen.

Allerdings sind wir LINKE der Auffassung, dass diese Aufstockung nicht ausreichen wird, um sowohl die Wartezeiten zu reduzieren als auch die zu erwartenden höheren Fallzahlen zeitnah abarbeiten und bedienen zu können.  Menschen, die so weit in finanziellen Problemen stecken, dass sie sich bei der Schuldnerberatung in Wartelisten eintragen, denen steht das Wasser bis zum Hals. Die dürfen nicht auf Monate vertröstet und wieder heimgeschickt werden, denen muss sofort geholfen werden. Deshalb bitte ich Sie darum, unserem Antrag auf eine weitere Stelle zuzustimmen, auch wenn bei heutigem Kenntnisstand noch nicht geklärt ist, wie es mit der ARGE im Landkreis weitergeht.

Gemeinsamer Appel nach Berlin

Ich bin mir nicht sicher, wie viele der hier anwesenden Mitglieder der beiden Regierungsfraktionen CDU und FDP/FWV sich auf den Koalitionsvertrag von schwarz/gelb verpflichtet fühlen. Zur Zeit wird ja von der CDU Bundesspitze versucht, alle Landesfürsten in Sachen Steuersenkungsorgie in Sippenhaft zu nehmen.

Einvernehmen herrscht vermutlich darin, dass in der Koalitionsvereinbarung viele „kommunalrelevante“ Punkte benannt sind. Ich will hier gar nicht alle aufzählen, sondern mich auf eine Maßnahme konzentrieren, nämlich auf die Pläne zur Umsatzbesteuerung von Kommunalbetrieben. Der Präsident des Deutschen Landkreistages nimmt dazu eindeutig Stellung: „Offensichtlich will sich die neue Koalition ihre geplanten Steuergeschenke auf Umwegen vom Bürger refinanzieren lassen und die Kommunen sollen dabei den Schwarzen Peter bekommen“. Ich teile diese Einschätzung, auch wenn der Präsident des Landkreistages kein Parteigänger der LINKEN ist.

Vielleicht können wir uns ja gegen diese kommunalfeindlichen Finanzierungsvorschläge der Bundesregierung gemeinsam wehren.

3) Solardachkataster anlegen – nicht nur übers Klima reden, handeln!

Heute beginnt die Klimakonferenz in Kopenhagen. Ich persönlich bin überzeugt davon, dass  wir die Wirtschaftskrise und die Klimakrise nur zusammen und in Verbindung zueinander bewältigen können. Zugegeben, bis zur Regionalversammlung im Oktober wusste ich auch nicht so genau, was ein Solardachkataster ist. Es handelt sich dabei um eine GPS- und digitalgestützte Untersuchung zur Eignung von Dachflächen für Photovoltaikanlagen.

Auf der Regionalverbandsversammlung im Oktober haben wir über das Thema Photovoltaik auf Ackerflächen diskutiert. Ich kann der Position „Photovoltaik gehört aufs Dach“ schon allein wegen meiner Nähe zur Landwirtschaft durchaus etwas abgewinnen. Wenn dieses Argument allerdings von politischen Bremsern in Sachen erneuerbare Energien kommt und dazu benutzt werden soll, klimarelevantes Nichtstun zu rechtfertigen, dann ist Vorsicht geboten.

Um die erneuerbaren Energien an effektiven Stellen zu fördern und somit etwas zum Schutze des Klimas zu tun, beantragen wir LINKE  ein Solardachkataster für den Landkreis Heilbronn. Ein solches Solardachkataster soll zum Beispiel auch kommunal geprägte Initiativen wie die „Bürgerenergiegenossenschaft Raum Neuenstadt“ unterstützen in Ihrem Bestreben, den Ausbau erneuerbarer Energie durch Bürgerengagement zu fördern. Ich bitte sie deshalb, meine Damen und Herren, unseren entsprechenden Antrag zu unterstützen.

4) Verkehrsbelastung verringern – ÖPNV und Stadtbahn schnell ausbauen!

Wie anfangs angekündigt noch einige Sätze zur Verkehrssituation im nördlichen Landkreis. Für mich gibt es einen einfachen Zusammenhang zwischen Versäumnissen und Verzögerungen bei der Stadtbahn Nord, Reduzierungen von Bahnkilometern auf der Frankenbahn und dem zunehmenden Problem der Straßenverkehrsbelastung entlang einiger Ortsdurchfahrten. Dort, wo Busse und Bahnen den ländlichen Raum nicht ausreichend erschließen, nimmt der Autoverkehr zu und verstopft die Straßen. Hinzu kommen Mautflüchtlinge und Stauumfahrungsverkehre.

Ich begrüße es, dass sich Bürgerinitiativen diesem wichtigen Thema widmen, dass sie sich auch ortsübergreifend vernetzen und dass sich die BI Frankenbahn den StraßenverkehrsBIs im nördlichen Landkreis anschließt. Damit ist das Bürgerengagement meiner Meinung nach weiter entwickelt wie manches Kommunalparlament mit seiner Kirchturmpolitik.  In diesem Zusammenhang bitte ich Sie, den Antrag zur Streichung bzw. Verschiebung der Gelder für den Brückenbau in Gundelsheim zu betrachten.

Es wird und es wurde für den Verkehr im nördlichen Landkreis viel Geld in die Hand genommen. Eine Lösung für viele Verkehrsbrennpunkte zeichnet sich damit noch nicht ab. Der große Wurf fehlt. Da der tatsächliche Bau der Brücke entsprechend der mittelfristigen Finanzplanung eh erst im Jahre 2011 ansteht, sollten die Varianten von Gundelsheim und die neueren von Offenau (kleine Umfahrung) noch einmal auf Kompatibilität und Kosteneffizienz, zum Beispiel bei zeitgleicher  Verwirklichung, geprüft werden.

Sehr geehrte Herren Böhringer und Brunnet, sie haben die drei Anträge der LINKEN etwas voreilig schon abgelehnt, ohne sich die mündliche Begründung dazu anzuhören. Vielleicht ist es mir ja mit meiner Rede gelungen, den einen oder die andere auch von der CDU und von der FWV/FDP Fraktion zu überzeugen.

15. Oktober 2009

Abstimmungsverhalten –Kreisrat Johannes Müllerschön

Bericht über die 2.Kreistagssitzung am 12.10.2009 in Siegelsbach.

(In Fettschrift dokumentiere und kommentiere ich hier mein jeweiliges Abstimmungsverhalten –Kreisrat Johannes Müllerschön)

 Tagesordnung

  1. Einbringung des Kreishaushaltes 2010
  2. SLK-Klinken Heilbronn GmbH; Investitionsvorhaben an den Standorten Am Plattenwald, Bad Friedrichshall und Am Gesundbrunnen, Heilbronn.         Zugestimmt
  3. Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie im Landkreis Heilbronn. Ausübung der Option zur Einrichtung eines Einheitlichen Ansprechpartners.                       Zugestimmt, obwohl ich die Dienstleistungsrichtlinie für falsch halte und auch zusammen mit DGB und IG Metall in Straßburg dagegen demonstriert habe. Wenn der Landkreis die Stelle eines Einheitlichen Ansprechpartners nicht „optiert“ wird diese Rolle in Zukunft per Gesetz ausschließlich von den Kammern wahrgenommen und der Landkreis kann z.Bsp. bei Ansiedlungsvorhaben keine aktive und koordinierende Rolle mehr spielen.
  4. Einführung des neuen Kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) im Landkreis Heilbronn zum 1.1.2011.                                                                               Abgelehnt. Zwar sieht das Gesetz eine solche Einführung vor, allerdings gibt es eine Übergangsfrist bis zum Haushaltsjahr 2016.  Eine vorzeitige Einführung „im Vorrauseilenden Gehorsam“ lehne ich ab, zumal der Nutzen dieser Änderung unter den Kommunalpolitikern sehr umstritten ist. SPD Fraktionsführer Eugen Gall hatte außerdem angekündigt dass die SPD hier mit einer Zustimmungsverweigerung auch gegen die Doppik protestieren wolle. Nach der Aufforderung von Landrat Piepenburg diese Entscheidung doch noch einmal zu überdenken . Bei der SPD reichte es nach dieser Aufforderung nur noch für ein „Protestle“, sie enthielt sich der Stimme – immerhin geschlossen, alle 16.
  5. Änderung der Landkreisgrenze                                                                          Zugestimmt
  6. Beteiligungsbericht 2008

Stellungsnahme und Antrag gestellt, auf Dokumentation des Beteiligungsberichts 2008 auf der Homepage des Landratsamtes. Siehe dazu meinen Wortbeitrag und meine schriftlich nachgereichte Stellungsnahme nach der Abstimmung (wird nachgeliefert).

  1. Verschiedenes                                                                                                          
    • Unter diesem Punkt beantragte Bürgermeister Dolderer (CDU) aus Bad Friedrichshall erneut zu prüfen, ob eine technisch mögliche Erweiterung der Stadtbahn auf den Gleisen der Frankenbahn zeitnah machbar ist. Er berichtete von der Versammlung der BI Frankenbahn mit dem ehemaligen Chef der Karlsruher Verkehrsgesellschaft und „Vater“ der Stadtbahn, Ludwig. Landrat Piepenburg sagte eine Prüfung und einen Bericht zu, ev. schon im nächsten Verwaltungsausschuss.
    • Armin Waldbüßer (Fraktionsvorsitzender der Grünen) regte an, über den Verbandsvorsitz im Regionalverband Heilbronn-Franken nach zu denken. Der Landkreis Heilbronn sei Bevölkerungs mäßig der größte Kreis und als bisheriger Vorsitzender habe OB Himmelsbach keine gute Figur gemacht. Landrat Piepenburg verwies darauf, dass sich die Verbandsversammlung eh im Oktober neu konstituieren wird.

15. September 2009

Antrittsrede von Johannes Müllerschön im Kreistag

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Sehr geehrter Herr Detlef Piepenburg

Das vom Gesetzgeber vorgesehene Prinzip der Einigung bei der Besetzung der Ausschüsse und Gremien ist mir nicht unbekannt. In dem Betriebsratsgremium, in dem ich Vorsitztender bin praktizieren wir dies seit Jahren und sind damit fast immer zu guten Beschlüssen für die Kolleginnen und Kollegen im Betrieb gekommen. Eine wichtige Vorrausetzung dazu ist allerdings eine offene und gleichberechtigte Informations- und Streit- bzw. Gesprächskultur.

Eine Einigung, als Ergebnis von gleichberechtigten Gesprächen aller Parteienvertreter im Kreistag gibt es unserer Auffassung nach nicht. Es ist auch kein vorbereitendes Gremium vorgesehen, in dem alle im Kreistag vertretenen Parteien gleichberechtigt und entsprechend dem Wählerwillen zusammen wirken, mit Ausnahme des Plenums. Deshalb kann es natürlich sein, dass die Sitzung des Kreistags in Zukunft etwas länger wie zwei Stunden dauern. Das muss meiner Meinung nach hier in Oedheim nicht dazu führen, dass wir heute jetzt drei Stunden oder länger einen Wahlmarathon durchziehen, wie im benachbarten Rhein-Neckar-Kreis geschehen. DIE LINKE wird sich aber auf Dauer nicht mit der Position der „Nichtfraktion“ im Kreistag zufrieden geben. Wir werden uns gegen eine eventuelle Ausgrenzung zur Wehr setzen.

Grob überschlagen zähle ich 150 Positionen, die der Kreistag mit Vertreterinnen und Vertretern in Ausschüssen und Gremien heute zu besetzen hat. Sicher ist es spannend und aufregend, dies auf dem möglichen Weg der Einigung zu versuchen. Wir sind 75 gewählte Kreisräte, das macht bei gleichmäßiger Verteilung der Arbeit zwei Positionen je Kreisrat.

Ich fürchte allerdings, dass selbst einfache Mathematik in der Politik anders funktioniert.

Sehr geehrter Herr Piepenburg, am 25.6.09 teilten sie mir mit „Die Partei DIE LINKE ist mit einem Sitz im Kreistag vertreten. Nach dem Ergebnis der Kreistagswahl genügt dies nicht, um bei der Besetzung der Ausschüsse und Gremien mitberücksichtigt werden zu können.“  Vielleicht können Sie nachvollziehen, dass ich diese Schlussfolgerung nicht teile. Es gibt kein Gesetz oder keine Verordnung, die eine gleichberechtigte Mitwirkung von „Einzelmitgliedern“ in Ausschüssen und Gremien des Kreistags verbietet. Im Gegenteil gibt es Kreistagsgremien auch in Baden-Württemberg in dehnen alle Mitglieder die Chance erhalten in Ausschüssen und Gremien mitzuwirken. Für mich sind dies Arbeitsgremien und mit der Annahme meiner Wahl als Kreisrat erkläre ich mich auch ausdrücklich bereit, 1/75 stell der parlamentarischen Kreistagsarbeit in Heilbronn zu übernehmen.

Wenn sich jetzt trotz dieser unterschiedlichen Positionen noch eine Einigung im Heilbronner Kreistag abzeichnet, dann haben wir das einem alten Hasen im Kreisrat zu verdanken, der die Phase als langjährig ausgegrenzter und geschnittener Kommunalpolitiker in den Anfangsjahren der Grünen erfolgreich hinter sich gebracht hat. Danke Armin Waldbüßer für Deine erfolgreichen und fairen Vermittlungsversuche und auch Dankeschön an Sie Herr Landrat Piepenburg für ihre Bemühungen hinter den Kulissen.

Auch den drei großen Fraktionen im Kreistag, die bisher noch nicht auf meine Stellungsnahme zum Thema Einigung geantwortet haben, biete ich hiermit meine konstruktive Zusammenarbeit für die Interessen der Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises an.

Sacharbeit und Glaubwürdigkeit sind mir dabei bei allen unterschiedlichen Interessen besonders wichtig. Ich freue mich, dass wir jetzt scheinbar doch zu einer zügigen Besetzung der Positionen kommen und setze wie gesagt auf eine produktive, transparente und demokratische Zusammenarbeit im Heilbronner Kreistagsgremium.

 

Rede von Kreisrat Johannes Müllerschön (DIE LINKE) auf der konstituierenden Sitzung des Heilbronner Kreistags am 14.9.09 in Oedheim.

12. Mai 2009

Naturfreunde oberers Zabergäu laden ein

Wanderführer Peter Kochert

Sehr geehrte Natur- und Wanderfreunde,

am 16./17.05.09 wird an der Ehmetsklinge bei Zaberfeld das neue Naturpark-Zentrum Stromberg Heuchelberg eröffnet. Ab 10³° werden die Naturfreunde anwesend sein.

Es werden bis zu 2000 Interessenten erwartet. Am Samstag gegen 14°° wirde der Spielmannszug Zaberfeld auftreten. Die NaturFreunde Oberes Zabergäu sind mit einem INFO Stand vertreten. Dabei werden auch Umweltkritische Schriften und Flyer verteilt. Zeigt Flagge und unterstützt diese Themen in dem ihr mit einem Besuch und Mithilfe dabei seid.

Peter Kochert

30. April 2009

Neue Ortsgruppe In Eppingen gegründet

Der neue Ortsverein mit der Bundestagsabgeordneten Karin Binder aus Karlsruhe


In Eppingen - Richen wurde ein neuer Ortsverein der Partei die LINKE gegründet! Prominenter Gast war die Bundestagsabgeordnete Karin Binder. Vorläufiger Sprecher der Gruppe ist ERIC BILLAM. In Kürze mehr unter der künftigen Rubrik "Kraichgau - Leintal"

Neuer Kreisvorstand der LINKEN gewählt

Als 90. Mitglied neu aufgenommen: A. Schultz (li. Jennifer Hötzl)

Bei einer gut besuchten öffentlichen Mitgliederversammlung der Heilbronner LINKEN (31 Mitglieder, 14 Gäste, 4 wurden Mitglied) wählte der Kreisverband Heilbronn-Unterland der LINKEN einen neuen Kreisvorstand. Ihm gehören an:
Volker Bohn, Elke Ehinger, Hasso Ehinger, Jutta Fieberling, Klaus Hanselmann, Jennifer Hötzl, Johannes Müllerschön, Alois Muth, Wilfried Nodes, Jürgen Patzelt, Ergin Özcan, Helmut Schmidt, Dr. Anne Schultz und Florian Vollert.
Den Rechenschaftsbericht über ein sehr erfolgreiches 1. Jahr der LINKEN im Kreis Heilbronn-Unterland gab Hasso Ehinger. Er wies darauf hin, dass bereits 40% der Mitglieder nach der Gründung der LINKEN eingetreten sind und dieses Jahr voraussichtlich noch das 100. Mitglied aufgenommen wird.
Die Versammlung bekräftigte, dass die LINKE mit offenen Listen zur Gemeinderatswahl in Heilbronn und zur Kreistagswahl antritt und das Ziel Fraktionsstärke zu erreichen mit aller Kraft angestrebt wird. Die wachsende Kluft zwischen arm und reich sowie die Finanzmarktkrise machen Deutlich wie notwendig es ist die LINKE als parlamentarische und außerparlamentarische Kraft zu stärken. 5 Arbeitsgruppen zur Ausarbeitung des Wahlprogramms wurden beschlossen. Auch Nichtmitglieder sind zur Mitarbeit aufgerufen. Wer mitarbeiten möchte meldet sich bei Jürgen Patzelt (Tel. 07131/575135) dem Leiter des kommunalen Arbeitskreises.

Bericht über die Heilbronner Kreistagssitzung am 21.7.2008


Schon in der Begrüßung wies Landrat Piepenburg auf die „knappen Kassen“ des Kreises Heilbronn hin. Sehr verwundert mußte man den Reden der einzelnen Kreistagsabgeordneten lauschen, die sich mit Hinweisen auf die außerordentlich gute Konjunktur und somit Einkommensentwicklung des Kreises überboten.

Der erste Tagesordnungspunkt war die Verabschiedung des Kreisrates Kächele (SPD) aus gesundheitlichen Gründen und das Nachrücken des Kreisrates Kirchgeßner (SPD) in die Funktionen von Herrn Kächele.

Spannend wurde es dann bei dem Punkt „Entwicklung des Verwaltungshaushalts“ der etwa
247 Mio. € des 266 Mio. € des Gesamthaushaltes umfaßt. Man darf sich darunter natürlich nicht vorstellen, daß Beamte diese gewaltige Summe in verstaubten Ordnern verblättern. Er umfaßt natürlich auch den Neubau und Erhalt der Straßen, Schulen, anderen öffentlichen Einrichtungen, die Aufwendungen von Sozialhilfen und vielen sozialen Zuschüßen. Der zur Abstimmung gestellte Nachtragshaushalt zeigte im sozialen Bereich eine Minderbelastung von 2,3 Mio. €.

In folgenden sozialen Bereichen ergaben sich die nachstehend dargestellten Veränderungen.

Leistungen nach dem SGB XII Eingliederungshilfe            - 1,3 Mio. €

Leistungen an Asylbewerber und sonstige ausländische Flüchtlinge        - 0,8 Mio. €
Jugendhilfe                                        +1,3 Mio. €
UA 4820 Grundsicherung nach dem SGB II (Hartz IV)                - 1,2 Mio. €
Sonstige                                        -0,3 Mio. €


Erfreulich ist hier die Abnahme des Zuschuß für Hartz IV – Fälle von um 1,2 Mio. € von
23,7 Mio. €. Genauer betrachtet ist eine erbärmliche Bilanz, nämlich einer magerer Rückgang um 5,1%.  Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften was nichts über die Anzahl der Menschen die von
Hartz VI abhängig sind, ging vom temporären Höhepunkt im März 2007 mit 6077 auf den derzeitigen Tiefststand von 5541 zurück. Das ist trotz der guten Konjunktur ein kläglicher Rückgang um weniger als 10%. Zumal nach allen Erkenntnissen viele dieser Menschen in zeitlich befristeten Arbeitsverhältnissen und somit in unsicheren Arbeitsverhältnissen stehen. Man muß kein Prophet sein um vorher zu sagen, daß diese Klientel beim leisesten Abkühlen der Konjunktur wieder beim Landrat Piepenburg angestellt wird. Diese Gegebenheit ist nicht Ergebnis einer Anstrengung  der Politik, sonder ein zufälliges Ergebnis der zur Zeit herrschenden wirtschaftlichen Umstände.

Aufgefallen war in diesen sozialen Bereich der Abschnitt 45 der als einziger eine positive Veränderung, das heißt Mehrausgaben von 1,3 Mio. € aufweist (eigene Recherchen ergaben
1,41 Mio. € von von 20,053 Mio. €  auf 21,463 Mio. €). Grund genug um nach zu fragen und diese Position etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Im Abschnitt der Beschreibung der Veränderung im Nachtragshaushaltsplan wird auf eine steigende Zahl Jugendlicher hingewiesen die in ein Heim eingewiesen werden und damit sei ein „deutlich höheren und personellen Einsatz“ verbunden. Auf Nachfrage bei Insidern wurde bestätigt, daß es eine steigende Zahl Jugendlicher gibt, die psychische Störungen aufweisen oder auffällig werden und die professionell betreut werden müssen. Auf die Frage nach den Gründen dieser Entwicklung wurde bedeutet, daß durch zunehmenden Streß, durch berufliches Engagement oder verwehrtes berufliches Engagement die  Ressourcen der Familie vermehrt durch den Kampf ums Überleben aufgebraucht werden und für Kindererziehung zu wenig bleibt. Eine Vermutung sei erlaubt: Es wurden auch Kosten für die Prävention gescheut, soweit sie im Verantwortungsbereich des Kreises ist und war.
Der zweite Punkt innerhalb der Begründung ist Zitat: „Spürbar ist hier auch die öffentliche Diskussion der Kinderschutzfälle der letzten Monate.“  Auf gut deutsch heißt das, daß durch die öffentliche Diskussion, die Jugendämter genauer hinschauen müssen. Durch Ausdünnung des Personals war eine wirksame Kontrolle nicht mehr möglich und durch die öffentliche Beobachtung fürchten die Autoritäten man könnte ihnen im Fall der Fälle etwas vorwerfen, daß sie es  Amt und würden kosten könnte. Also lieber etwas investieren.
 
Interessant war die Dimension der Einsparung bei der Schülerbeförderung. Armin Waldbüßer (Grüne) wies darauf hin, dass der Kreistag dort Kürzungen zu Lasten der Eltern beschlossen hat, die jetzt wieder abgemildert werden müssten. Allerdings fand er im Plenum dafür keine Unterstützung. Ein entsprechender Antrag der Grünen wurde abgebügelt.

Der eigentliche Streitpunk beim Nachtragshaushalt war, daß trotz der drückenden Schuldenlast von knapp 50 Mio. € der Kreisumlagehebesatz (führt zu Einnahmen des Landkreises sie werden von den Gemeinden erhoben. Interessierte können auf  dem folgenden Link Nachlesen wie sie zustande kommen und erkennen, daß wir den bundesdeutschen Schnitt sagenhafte um 16% unterschreiten. de.wikipedia.org/wiki/Kreisumlage ) um 1% auf 30% gesenkt wird, wodurch dem Kreis Einnahmen von ca. 4 Mio. € entgehen.

Die Grünen wollten das Geld lieber für die bessere Vermittlung von Langzeitarbeitslosen ausgeben. Solche Vorhaben sind nicht nachhaltig. Die Wirtschaft stellt Arbeitskräfte ein die benötigt werden und nicht wenn sie besonders angepriesen werden.

Das SPD Minderheitsvotum des Abgeordneten Henning Siegel war interessant, der auf die 2 Mio.€ Zinsen verwies, der Kreis jährlich zu leisten hat und das Geld dazu verwenden wollte die bereits angesprochen Schulden zu tilgen. Nach eigen Recherchen sind es jedoch ausgewiesene 3.198.000 €, was pro Bürger des Landkreises immer hin eine Belastung von 10 € im Jahr darstellt.

Am sinnvollsten wäre jedoch diese Mehreinnahmen dazu zu verwenden, um durch die Ausweitung öffentlicher Aufträge, nachhaltig mehr Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Vorlage wurde mit der Mehrheit von CDU, SPD, FW, und FDP durchgewinkt. Sicher steht auch die Überlegung im Hintergrund, daß der Kreis Heilbronn nicht zu gut dastehen darf, sonst werden höheren Orts Gelüste geweckt und zur Unterstützung anderer Kreise Mittel umgeleitet.

Der TOP 7 „Stadtbahn Nord“ überraschte durch die Selbstgefälligkeit und Lobhudelei, mit der über die zeitliche Verzögerung bei der Umsetzung hinweggegangen wurde, nachdem der Stadtbahnausbau nach Bad Rappenau bis zur Landesgartenschau verpennt wurde. Bis 2012 will sich der Kreistag Zeit lassen, bis die Stadtbahn Nord vollendet ist. Einzig Kreisrat Klaus Ries-Müller (ÖDP) wies darauf hin, dass von der Planung bis zur Umsetzung dann sage und schreibe 20 Jahre ins Land gegangen sein werden. Er sprach im Zusammenhang mit einer funktionierenden Nord Süd Verbindung auch von einer Berücksichtigung der Zabergäubahn. Klar für uns LINKE ist, dass eine Börsenausgerichtete Bundesbahn und eine (Flächen-) Bahnfeindliche Landesregierung selbst für diesen großzügigen Zeitplan, immer größere Risiken birgt.

Bereits jetzt laden wir alle Interessierten ein zur nächsten öffentlichen Sitzung des Heilbronner Kreistags am 13. Oktober 2008, vermutlich ab 14 Uhr. Je nach Tagesordnungspunkten und je nach unseren Mobilisierungsmöglichkeiten könnten wir bereits zu diesem Zeitpunkt als LINKE medienwirksam in den Kreistag einziehen, - zumindest als kritische Zuschauer. Schaut doch mal rein ….        Berichterstatter für die LINKE Volker Bohn und Johannes Müllerschön.

Nachtrag zum TOP Wahl eines neuen Leiters des Jugendamtes in Heilbronn
Ein weiterer Punkt war die Vorstellung und Wahl des neuen Leiters des Jugendamtes in Heilbronn. Verwunderlich war, dass laut Landrat von 29 vorliegenden Bewerbungen „keine dieser Personen für diese Leitungsaufgabe in Betracht kommt“. Stattdessen wurde dem Kreistag Joachim Eberhardt vorgeschlagen. Seine Bewerbung hätte uns LINKE wohl kaum überzeugt. Seit „20 Jahren dem Landratsratsamt eng verbunden“ und mit der Aussage, dass das „Wirtschaftsgebot große Bedeutung (hat) im Krankenhaus (wo er herkommt) und bei der Jugend“ hätte er uns nicht überzeugt. Auch seine Aussage, dass er „Viel Strategie gelernt hat als Beauftragter Krankenhaus bei Herrn Piepenburg“ klang eher nach alten Seilschaften, denn als Kompetenz für jugendpolitische Initiativen. (jom)

DIE LINKE in Neuenstadt zu Rente und Kreistagswahl


Der Ortsverband Untere Kocher/Untere Jagst zeigte auf seiner jüngsten Versammlung in Neuenstadt den interessanten Film „Rentenangst“. Dazu wurden von Hasso Ehinger die Alternativen der LINKEN zur gegenwärtigen Rentenpolitik vorgetragen und lebhaft diskutiert. Im weiteren Verlauf der Versammlung erläuterte das für die Kreistagswahlen zuständige Vorstandsmitglied Johannes Müllerschön den Stand der Vorbereitungen. Mit 66 Kandidatinnen und Kandidaten will die LINKE im Landkreis Heilbronn mit einer eigenen Liste antreten, um gegen Politikverdrossenheit und für eine sozialere und gerechtere Politik einzutreten. Dazu wurden inhaltliche Schwerpunkte gesammelt, die jetzt noch ausgearbeitet und präzisiert werden sollen. Am 8.7.08 soll eine Kreismitgliederversammlung über die Teilnahme an den Kreistagswahlen beschließen. Besonders begrüßt wurden auf der Veranstaltung in Neuenstadt gleich drei Neue, die den Weg zu einer Veranstaltung der LINKEN das erste Mal fanden.

Heilbronner Kreistag beschließt Privatisierung des Rests vom Neckar.

Ohne Diskussion und ohne Gegenstimmen beschloss der Kreistag am 28.4.08 auf seiner Sitzung in Ilsfeld den Verkauf der restlichen Aktien der Neckar AG. Auch wenn es nur um Aktien im Nennwert von 7 100 Euro geht, so war diese Beteiligung die letzte Beteiligung des Landkreises an einem Energieversorgungsunternehmen, sieht man von den eher symbolischen 50 EnBW Aktien mal ab, die der Landkreis erst im März 2007 wieder erworben hat. Damit hat sich der Landkreis endgültig vom Daseinsbereich Energie und Wasserschiffahrt verabschiedet. Laut Landrat Piepenburg habe diese Beteiligung keine strategische Bedeutung, alle anderen Landkreise würden in Bälde auch verkaufen.
Die Neckar-AG (NAG), heute bereits eine 82-prozentige Tochtergesellschaft der EnBW Kraftwerke AG, wurde 1921 gegründet, um den Neckar von Mannheim bis Plochingen zur Großschifffahrtsstraße auszubauen. Zur Finanzierung des Ausbaus sollten Wasserkraftwerke an der 200 km langen Strecke errichtet werden. Inzwischen betreiben die NAG und die EnBW Kraftwerke AG an den 27 Staustufen insgesamt 26 Laufwasserkraftwerke.
„Wir wollen die Verschleuderung öffentlichen Eigentums beenden. Deswegen kämpfen wir gegen Privatisierungen und für starke öffentliche Unternehmen. …Nur mit starken öffentlichen Unternehmen haben demokratische Institutionen in vielen Bereichen Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten, z.B. auf eine klima- und ressourcenfreundliche Verkehrspolitik, auf eine gleichwertige Versorgung in Stadt und Land. Lebendige Demokratie, die auch etwas zu entscheiden hat, braucht einen vor Ort starken öffentlichen Sektor. Die Rekommunalisierung privatisierter Einrichtungen der materiellen, sozialen und kulturellen Grundversorgung bzw. ihre Rückführung in öffentliches Eigentum ist daher für uns ein eigenständiges politisches Ziel“. Bis solche Positionen (aus dem Leitantrag der LINKEN zum Cottbuser Parteitag) im Heilbronner Kreistag zu hören sind, dauert es wohl noch bis zu den nächsten Kommunalwahlen. Allerdings arbeitet der Kreisverband dran, zum Beispiel mit der Aktion „Die LINKE beobachtet neue Wirkungsfelder“, mit der Johannes Müllerschön den Heilbronner Kreisräten bei ihren einstimmigen Beschlüssen über die Schultern schaut. (jom)

Ein gelungener Abend mit Ursula Sladek von der EWS am 3.April 2008

 

Die Geschäftsführerin der Energiewerke Schönau/ Schwarzwald ( EWS ), hat heute im überfüllten Saal des Sportstättenrestaurant Besigheim über das Thema " Die Macht der Stromkunden-Ökostrom für Klimaschutz und Atomausstieg referiert.

 

Nach dem Supergau von Tschernobyl begann eine Elternitiative in dem kleinen Schwarzwaldstädtchen Schönau mit dem Kampf gegen die Atomenergie.

Als die Bitten der Bürger auf Atomstrom zu verzichten und erneuerbare Energien zu nutzen, bei den damaligen BADENWERKEN auf taube Ohren stießen, entstand die Idee, das Schönauer Stromnetz zu kaufen, um in Zukunft die Rahmenbedingungen selbst bestimmen zu können. Die Anti-Atom-Initiative ließ sich weder durch zwei Bürgerentscheide, noch durch überhöhte Forderungen in Millionenhöhe schrecken und so übernahm 1997- einmalig in Deutschland- eine Bürgerinitiative das Stromnetz und die Versorgung ihrer Gemeinde. Die Presse spricht heute noch von den " Schönauer Stromrebellen ", die den Kampf David gegen Goliath gewonnen haben" und der Sieg der Schönauer gegen die Atomlobby  wurde bundesweit bejubelt.

 

Etwa 72.000 Kunden haben sich bereits bundesweit für die Elektrizitätswerke Schönau entschieden. Dabei ist nicht nur das konsequent ökologische Handeln im eigenen NETZ und der saubere Strommix mit überwiegend aus Wasserkraft erzeugtem Strom ausschlaggebend, sondern auch die Förderung neuer ökologischer Stromproduktion.

 

Dezentrale Stromproduktion schafft Arbeitsplätze. Ein Stromwechsel ist jederzeit ohne große Formalitäten möglich. Ein Stromwechsel ist praktisch jederzeit ohne große Formalitäten möglich. Die Linke im Zabergäu gibt Ihnen gerne Auskunft darüber. Tel.01637432016.

 

Nutzen Sie ihre Macht als Konsument und bestimmen Sie welcher Strom aus der Steckdose kommt!

 

Die Linke im Zabergäu

Peter Kochert

23. Oktober 2007

1,8 km Menschen Hand in Hand rund um das KS-Gelände.

Mehr als 2000 Menschen bildeten eine Kette rund um die Kolbenschmidt-Betreibsanlagen, IG-Metaller aus den unterschiedlichsten Betrieben, hauptsächlich auch vom angrenzenden Autohersteller Audi, aber auch viele normale Bürger... mehr

 
15. Oktober 2007

Die Linke kümmert sich um jeden Dreck

Offener Brief an Landrat Piepenburg und die Kreisräte. mehr