DIE LINKE im Bundestag - aktuell und unbequem fürs Etablissement Kippling, Gisy, Lafontaine Immer am Ball .
Jau, jetzt ist sie wieder am wühlen, die Birthler, jetzt ist das Suchen nach den letzten Zipfelchen wieder freigegeben, jetzt wird wieder die letzte Zeile noch ausgequetscht.
Wenn einer bei der LINKEN auch nur noch ein Komma bei der Stasi hinterlassen hat, ist er des Teufels.
Und schon haut der SPIEGEL wieder in die gleiche Kerbe.
Was würde wohl alles herauskommen, wenn diese Behörde bei den anderen Parteien auch so penibel wäre, wenn sie etwa die Vita einer Merkel mit der gleichen Akrebie zerlegen würde?
Es ist fürchterlich, mit welcher Scheinheiligkeit hier wieder einmal agiert wird.
Wenn man gegen DIE LINKE mit Argumenten nicht mehr ankommt wird wieder das "Gespenst StaSi" aus dem Keller geholt, irgend etwas wird man dort schon finden, und sei es noch so banal.
BILD darf es dann genüsslich breittreten und der Rest der Medienmeute springt hinten drauf.
Der Bundespräsident ist offensichtlich weiter als ethablierten Parteien
Eine "energische staatliche und zwischenstaatliche Ordnungspolitik" sei unentbehrlich. Die Aufarbeitung der Wirtschaftskrise verlange "mehr Europa", als es die Staats- und Regierungschefs der EU bisher zuließen. Die Diskussion darüber, wer die Kosten der aktuellen Krise trage, habe "noch nicht einmal ernsthaft begonnen", sagte Bundespräsident Köhler bei der 60 Jahr-Feier des DGB. mehr...
Wenn Sie glauben, daß Niedriglöhne und Sozialabbau wirtschaftliche Kompetenz bedeuten, dann wählen Sie ruhig FDP oder CDU. Ein Herr Brüning hat das auch geglaubt, das daraus resultierende Fiasko ist bekannt. mehr...
27. April 2009
Der Begriff Sozialismus hat in Deutschland offenbar seinen Schrecken verloren! Die Sozialisten werden bei uns nicht mehr mit Kinderschändern gleichgesetzt. Bei einer zugegeben nicht repräsentativen Telefonumfrage durch die Sendung der ARD Hart aber Fair, bei der sich die Zuschauer zwischen Kapitalismus und Sozialismus entscheiden sollten, stimmten 54 % für den Sozialismus und nur 46 % der Zuschauer bevorzugten den Kapitalismus.
27. April 2009
VdK: Ausdehnung der Kurzarbeit darf nicht zur Rentenkürzung führen
Angesichts einer drohenden Rentenkürzung im Jahr 2010 forderte die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, heute in Berlin einen Schutzschirm für Rentner.
Laut einem Bericht des Handelsblatts erwarten Institute in diesem Jahr ein Absinken der Brutto-Lohn- und Gehaltssumme um 2,3 Prozent. Nach der Rentenformel würde dies zu einer Senkung der Renten im nächsten Jahr führen. Hauptgrund für das Absinken der Lohnsumme sei die starke Ausdehnung der Kurzarbeit, womit die Entlassung vieler Beschäftigter trotz Wirtschaftskrise verhindert werden soll.
VdK-Präsidentin Ulrike Mascher: Wenn eine arbeitsmarktpolitisch sinnvolle Maßnahme wie die Ausdehnung der Kurzarbeit zu einem sozialpolitisch höchst unerwünschten statistischen Nebeneffekt mit drastischen Auswirkungen für 20 Millionen Rentner führt, muss unverzüglich ein Schutzschirm für die Rentner aufgespannt werden. Was angesichts der Finanzkrise bei Banken möglich ist, muss auch für die gesetzliche Rentenversicherung möglich sein. Auch hier muss der Staat einspringen. Rentenkürzungen sind für die Rentnerinnen und Rentner unzumutbar, zumal diese in den letzten fünf Jahren einen Kaufkraftverlust von 8,5 Prozent zu verkraften hatten. (Michael Pausder)
5. April 2009
Gerechtigkeit absurd!
Ein übereifriger Sozialmitarbeiter aus Göttingen erwischte einen Sozialhilfeempfänger zweimal beim Betteln. Einmal wurde 1,40 Euro festgestellt und bei der zweiten Überprüfung 6,00 Euro! Die Folge war eine Sozialhilfekürzung um 120,00 Euro!
Als “grotesk und rechlich bedenklich” bezeichnete Gerd Nier von der Linkspartei in Göttingen den Vorfall. In Zeiten, in denen über Schutzschirme für Banken und Wirtschaftsunternehmen diskutiert werde und Milliardenbeträge nur so sprudelten, werde “bei den wirklich bedürftigen Menschen um jeden Cent einer möglichen Einsparung gefeilscht”.
Wenn die Richter bei Zumwinkel und Ackermann auch so hingelangt hätten wie die ARGE bei dem Sozialausgegrenzten würde man auch sagen müssen: es hätte nich unbedingt lebenslänglich sein müssen, ein paar Jahre Knast hätten genügt! wh
Von Torge Löding, San Salvador
Die von den Strategen der rechten ARENA-Partei geschürte Angstkampagne gegen einen drohenden Sozialismus hat die Mehrheit der Wähler in El Salvador dieses Mal nicht erschüttert. Sie schenkten dem Kandidaten der linken Befreiungsfront FMLN, Mauricio Funes, ihr Vertrauen, und
schickten die ARENA-Partei nach 20 Regierungsjahren in die Opposition.Frieden,Einheit und Fortschritt – dies sollen die Eckpfeiler der ersten linken Regierung unter Mauricio Funes in El Salvador sein. Bei seinem historischen Sieg gewann der Kandidat der Farabundisten (FMLN) gegenüber dem ultrarechten Anwärter Rodrigo Avila von der ARENA-Partei mit gut 51 Prozent der Stimmen. Erstaunlich ruhig blieb es am Wahltag. Viele Salvadorianer hatten Schlimmeres befürchtet, denn die Wahlkampagne war von ARENA gewalttätig und schmutzig geführt worden. Dem Frieden trauten Funes' Anhänger dann auch nicht so recht.Zehntausende zogen spontan insZentrum der Hauptstadt San Salvador und blockierten die Straßen bis in den frühen Morgen, um den Wahlsieg ihres Kandidaten zu feiern und jeden Zweifel daran zu beseitigen. Funes trat vor den Massen auf und erklärte,
an seiner Wahl zum Präsidenten bestehe kein Zweifel. Er rief zur nationalen Versöhnung auf und lud auch die ARENA-Partei ein, sich am Dialog für den Aufbau eines neuen El Salvador zu beteiligen. Unternehmern versprach er, das Privateigentum nicht anzutasten; dennoch wolle er fortan mehr für die Armen des Landes tun. Auf eine Zusammenarbeit mit rechten Abgeordneten im Parlament sei er angewiesen, da diese bei den Parlamentswahlen vor zwei Monaten zwar verloren hatten,aber die Linke über keine eigene Mehrheit verfügt. Die Angriffe auf seine Familie und sich in der Wahlkampagne verzeihe er.
Die ultrarechte ARENA regierte El Salvador seit 1989 mit harter Hand und gilt als die bestorganisierte Rechtspartei der Region. Ihr Wahlslogan lautete »Heimat oder Kommunismus«. Mit Hilfe einiger Kongressabgeordneter der Republikaner schürte sie die Angst, dass ein Wahlsieg Funes' den Strom der Überweisungen von Arbeitsmigranten aus den USA zum Versiegen bringen könnte. Diese machen mehr als 20 Prozent von El Salvadors Bruttoinlandsprodukt aus.
Die Einmischung der US-Republikaner kritisierte auch Ana Sol Gutiérrez. Die demokratische US-Abgeordnete ist das erste salvadorianische Kongressmitglied in den USA und nahm an den Wahlen in Salvador als internationale Beobachterin teil. »Einzelne Republikaner haben versucht, Maurico Funes in die Nähe eines Terroristen zu stellen. Die Regierung Obama teilt diese Auffassung nicht und erkennt Funes als gleichberechtigten Partner an«, sagte sie gegenüber »Neues Deutschland«.
Die USA bleiben auch für die Linksregierung von Funes ein wichtiger Partner. Inwieweit er auf eine Zusammenarbeit mit den lateinamerikanischen ALBA-Staaten setzt, ließ er vorerst offen. Besonders in diesem Punkt steht aber zu erwarten, dass der moderate Präsident aus der eigenen Regierung Druck von links bekommt, denn der neue Vizepräsident Salvador Sánchez ist nicht nur Veteran aus dem Bürgerkrieg. Er ist auch Vertreter des linken Parteiflügels und setzt auf Kooperation mit Kuba, Venezuela und Bolivien.
Für das neue Selbstbewusstsein in Lateinamerika ist der Wahlsieg der FMLN ein wichtiger Schritt, insbesondere weil El Salvador neben Kolumbien als engster Bündnispartner der USA galt. Und auch wenn Mauricio Funes vielleicht nicht ganz so links ist, wie sich viele FMLN-Mitglieder wünschen mögen – auf der Siegesfeier Sonntagnacht wurden lautstark Lieder aus dem Befreiungskampf in den 80er Jahren beschworen: »Wenn Nicaragua siegt, wird El Salvador folgen.«
13. Dezember 2009
Jetzt schreien sie alle wieder: Gewaltspiele verbieten! Psychologen in die Schulen! Die Hilflosigkeit der Gesellschaft kennt viele Reaktionen auf ihr eigenes Spiegelbild. Indes ist man in bestimmten Kreisen nicht bereit die Ursachen von Gewalt zu lokalisieren und zu beheben. Für den Irakkrieg brauchte man den freiwilligen und todesmutigen Söldner. In der Regierungszeit von Bush bekam man Tötungsspiele in Massen und keiner regte sich da rüber auf. Die Kinoserie Rambo zeigte der Jugend was ein Held ist. Tötung in Massen – Einzelgänger und unsterblich. In einer Gesellschaft wo sämtliche soziale Strukturen zerstört wurden und noch werden findet man keinen „humanen“ Helden. Sie sind nicht gefragt. Jeder für sich selbst – Eigenverantwortung bedingte die Verantwortungslosigkeit gegenüber dem Mitmenschen. Ein Euro Jobber – Hartz IV – Wanderarbeiter ( Leiharbeiter ) – sind die heutigen Werte einer inhumanen Gesellschaft die von der reinen Lehre des Neoliberalismus geleitet wird. Dies alles gespickt durch richterliche Rechtsbrüche/-sprüche (nicht im Namen des Volkes!) wo 1,30 Euro das Leben einer/s Bürgers/in zerstört – wo Millionäre, Manager durch ihre kriminelle Handlungen den Staat um Millionenbeträge betrügen und diese Handlungen mit quasi Freisprüche enden – aus gesorgt – wohlhabend – und ohne Gewissen! Man brauchte den Ungebildeten, Die Bildzeitung hetzte gegen Lehrer und Lehrerinnen, Bildungsausgaben wurden gekürzt – entgegen dem Grundgesetz führte man Studiumsgebühren ein. Nur noch Leistung zählt – für die Erziehung hat man keine Zeit mehr. Gemeinsinn ist nicht mehr gefragt. Aussortieren – nur die Harten und Unbeugsamen überleben. Eine Jugend ohne Ziel – ohne Werte – treffen auf eine Gesellschaft, die sich einen Dreck um den Armen und Bedürftige kümmert – höchstens noch das Nötigste wenn man seine Seele verkauft und dabei zur (unentgeltliche 1,00 Euro) Sklavenarbeit gezwungen wird. Man ist nichts wert – Jugend ohne Perspektive – keine Zukunft – ausgestoßen von der Gesellschaft – dies ist gewollt von den Herrschenden. Wer fragt eigentlich: wie viele Mitbürger/innen sind schon an den Folgen von Hartz IV verstorben sind– weil sie sich schämen oder keine 10 Euro für den Arztbesuch mehr hatten? In jedem Ort gibt es sie – die Opfer dieser kalten und gefühllosen Gesellschaft. Mitgefühl und Verständnis sind nicht gefragt. Die Opfer – auch dieses Massakers – ist in den Augen der Herrschenden nichts weiter als ein Kollaboralschaden ihres dem Bürger aufgezwungenen Systems. Es ist das Ergebnis der „Reformer“ die dies alles als modern und zeitgemäß bezeichnen
wh
8.3.2009 Mitteilung vom Friedensnetz Baden-Württemberg
Liebe Freundinnen und Freunde,
wir haben im Friedensnetz beschlossen, in diesem Jahr aus aktuellem Anlass den Ostermarsch um eine Woche vorzuziehen, um damit gleichzeitig an den internationalen Protesten anläßlich des NATO-Gipfels und NATO-Jubiläum in Baden-Baden, Kehl und Strasbourg teilzunehmen.
Deshalb soll der diesjährige Ostermarsch am 4. April von Kehl über die Europabrücke nach Strasbourg führen.
... Aufruf zum Ostermarsch und dessen Unterstützung
... Appell NEIN ZUM KRIEG - NEIN ZUR NATO
Es ist geplant einen Bus nach Kehl laufen zu lassen! Abfahrt 8 Uhr Busbahnhof Karlstraße in Heilbronn, Kosten 15 Euro.
Bitte per eMail zur Fahrt verbindlich bis 19. März 2009 anmelden! info@fb-hn.de

Die Demo wird unterstützt durch
(in der Reihenfolge der Zusage)
* VDK-Sozialverband Deutschland
* KAB-Katholische Arbeitnehmerbewegung
* AWO-Arbeiterwohlfahrt
* Naturfreunde
* Heilbronner Kreisseniorenrat
* Alevitischer Kulturverein
* VVN/BdA
* Frauenverband Courage
* Verein Sputnik
* Heilbronner Arbeitsloseninitiative
* attac
* DIDF (Türk. Kulturverein)
* die LINKE Heilbronn, Neuenstadt und Weinsberg
* solid-Jugend
* AfA der SPD,
* AG 60 Plus der SPD
* Katholische Betriebsseelsorge
ErstunterzeichnerInnen (s.u.)
c/o Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschaften
Christa Hourani, Zwingergasse 1, 7156 Burgstetten
webmasterzufo@yahoo.de
An
Koll. Michael Sommer
DGB – Bundesvorstand
Henriette-Herz-Platz 2
10178 Berlin
(gleichlautend an Einzelgewerkschaftsvorstände)
Bundesvorstand des DGB und
Bundesvorstände der DGB-Gewerkschaften
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
spätestens seit September 2008 ist klar, dass wir es mit einer Wirtschaftskrise zu tun haben, die in ihren Dimensionen nur noch mit der Weltwirtschaftskrise in den Folgejahren von 1929 vergleichbar ist. Damit steht eine Verteilungsauseinandersetzung ins Haus, wie sie unsere GewerkschafterInnengeneration noch nicht erlebt hat.
Schon jetzt haben 100 000 befristet Beschäftigte und ZeitarbeiterInnen ihre Arbeit verloren. Die Prognosen für Wachstum, Unternehmensumsätze und Erwerbslosigkeit verdüstern sich fast im Wochenrhythmus. Vielleicht zeitversetzt zu den USA, spätestens aber nach der Bundestagswahl werden wir mit Firmenzusammenbrüchen, massivem Druck auf die Lohn- und Sozialstandards und mit neuer Massenarbeitslosigkeit konfrontiert sein. Man muss nicht die Analogie zu 1929 bemühen, um zu erkennen: auch für die Gewerkschaften selbst und die Demokratie erwachsen aus dieser Krise erhebliche Risiken.
Angesichts all dessen sind wir beunruhigt und enttäuscht, dass die Gewerkschaften in den Debatten und Auseinandersetzungen fast nicht wahrnehmbar sind. Immerhin geht es um Kopf und Kragen der Lohnabhängigen und sozial Schwachen.
In dieser Situation ist Abwarten keine Option! Hoffnungen, durch Gespräche und Beteiligungen am allgemeinen Krisenmanagement ließe sich das Schlimmste abwenden, werden trügen, wie sie schon 1929 getrogen haben. Auf wen die Lasten der Krise in den nächsten Monaten und Jahren, wenn es um den Abbau der gigantischen Staatsverschuldung geht, abgewälzt werden, ist eine gesellschaftliche Machtfrage, die danach entschieden wird, was wir auf die Beines stellen, zu welcher Mobilisierung auf Straßen und Plätzen und in den Betrieben wir in der Lage sind.
Dass Ihr Euch in dieser Situation bisher nicht dazu durchringen konntet, zu dem ersten großen weltweiten Aktionstag am 28. März im Vorfeld des G 20 Gipfels in London aufzurufen, ist uns nicht nachvollziehbar.
Keiner kann garantieren, dass wir Hunderttausende sein werden in Frankfurt/M und Berlin. Und richtig ist auch, dass wir es bis jetzt erst mit den Vorboten der Krise zu tun haben. Aber jeder, der in Kontakt mit unsren KollegInnen steht, weiß, wie groß Verunsicherung, Angst und Wut sind. Jetzt ist es Zeit der so oft reklamierten Führungsverantwortung gerecht zu werden. Gewerkschaftliche Organisationen wurden geschaffen, um Ressourcen, Rücklagen und Strategien über den Tag hinaus aufzubauen bzw. zu entwickeln, um damit auch in politischen und ökonomischen Krisenzeiten gewappnet zu sein.
Wir appellieren daher an Euch, eine breite, offene und selbstkritische Diskussion über gewerkschaftliche Strategien in der Zukunft zu forcieren. Ansätze dazu gibt es ja bereits.
Wir appellieren weiter: lasst uns eine Strategie der globalen Solidarität entwickeln! In der Krise würde ein Rückfall in nationalen Standortkorporatismus nur zu einem beschleunigten Dumpingwettbewerb führen, deren Verlierer die ArbeitnehmerInnen in anderen Ländern und letztlich auch wir selbst wären.
Wir appellieren an Euch, offensiv und engagiert in breiten gesellschaftlichen Bündnissen gegen die Krise zu mobilisieren.
Wir appellieren an Euch, den Aufruf zum weltweiten Aktionstag gegen die Folgen der Krise am 28. März (auch als Auftakt zur EGB-Demo am 16.Mai) mit dem ganzen Gewicht der gewerkschaftlichen Organisation zu unterstützen: „Wir zahlen nicht für Eure Krisen!“
Mit freundlichen Grüßen,
Wolfgang Alles, IGM, Betriebsrat Alstom Power Mannheim
Martina Batel, Betriebsrätin Cellesche Zeitung, Celle
Werner Beiser, Vorsitzender des Personalrats Universität Freiburg
Dr. Thomas Böhm, Vorsitzender des Personalrats Klinikum Stuttgart
Dr. Michael Braedt, Personalrat Niedersächsisches Umweltministerium Hannover
Jürgen Brink, Mitglied im geschäftsführenden ver.di- Landesbezirksfachgruppenvorstand Medien, Osnabrück
Rainer Butenschoen, Vorsitzender Betriebsrat Verlagsgesellschaft Madsack, Hannover
Hasan Cakir, IG Metall, BR-Vors. Salzgitter Flachstahl
Ali Cicek, Betriebsrat Ford-Werke Köln
DGB Tübingen, SprecherInnen, c/o Tobias Kaphegyi
Bernd Egner, KBR-Vorsitzender Freudenberg/Whm,
Beiratsmitglied im Hauptvorstand der IG BCE
Gunter Fellmann, Personalratsvorsitzender Uni Hohenheim
Manuela Freuk, stellv. Vorsitzende Betriebsrat ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland, Leer
Reinhold Fertig (GEW), Kreisvorstand DGB Odenwaldkreis
Uwe Fritsch, Betriebsratsvorsitzender VW Braunschweig
Siegfried Heim, Vorsitzender des Betriebsrats Südwestpresse, Ulm
Jürgen Holz, Gewerkschaftssekretär, verdi Bundesverwaltung
Gerhild Hustädt, freie Journalistin, Bremen
IG Metall Berlin, Arbeitskreis Internationalismus
Anton Kobel; Gewerkschaftssekretär (verdi/HBV) i.R. (Schlecker-Kampagne)
Amadore Kobus, Leiterin ver.di-Landesfachbereich Medien in Niedersachsen und Bremen
Wilhelm Koppelmann; Osnabrück, Mitglied Große Tarifkommission ÖD
Stefan Krull (ehem.) BR VW-Wolfsburg und Ortsvorstand der IG Metall
Marianne Kugler-Wendt; Geschäftsführerin ver.di Heilbronn-Neckar-Franken
Peter Krug, Vorsitzender Betriebsrat Bremer Tageszeitungen AG
Heinz Josef Lange, Betriebsrat Firma Löseke, Hildesheim
Rodoula Matziari, Vorsitzende FG Hochschule und Forschung GEW Duisburg
Gisela Münchow, Erwerbslose, Hannover
Horst Nicoley, Gewerkschaftssekretär ver.di, Bremen
Rudi Rainer, EBR-Vorsitzender Phoenix Pharmagroßhandel
Wolfgang Rohm, ver.di- Vertrauensleutesprecher Uni Freiburg
Ludwig Rottgen; Betriebsrat, Dresdner Bank, Bonn
Ewa Rücker, freie Journalistin, Hannover
Dr. Werner Rügemer; politischer Publizist und Berater, Köln
Eberhard Schick, Johannes Reich, Ralf Kronig, DGB Betriebsgruppe SAP, Mannheim
Tanja Scheil, Vorsitzende Bezirksfachbereich Medien Weser-Ems, Betriebsrätin, Nortrup
Marion Schmedes, Vorsitzende Betriebsrat Osterholzer Zeitungsverlags GmbH
Helmut Schmitt, IG BCE, Vorsitzender OG Weinheim, stv. BR-Vorsitzender nora systems GmbH
Jörg Siebenhaar, Betriebsrat Robert Bosch Werke, Salzgitter
Heinz A. Siefritz; Gewerkschaftssekretär a.D., Langenargen
Volker Stehr, Vorsitzender Betriebsrat Braunschweiger Zeitung/Druckzentrum
Uwe Theilen, Vorsitzender des Gesamtpersonalrats Stadt Stuttgart
verdi-campus, Hochschulgruppe Uni Essen-Duisburg
Hanne Walz, Mitglied Gewerkschaftsrat ver.di
Herbert Wilzek, GPR-Vorsitzender Südwürttembergische Zentren für Psychiatrie
Prof. Dr. Bodo Zeuner, Berlin, GEW
Weitere Unterschriften unter www.angewerkschaftsvorstaen.de

Tobias Pflüger wird bei seiner Kandidatur für einen aussichtsreichen Listenplatz für das europäische Parlament vom Kreisverband Heilbronn unterstützt. Tobias Pflüger ist als unermüdlicher Friedensaktivist bekannt. Er ist als überzeugter Europäer auch grenzübergreifend bei den europäischen Schwesterparteien unterstützend tätig. Das Bild zeigt Tobias Pflüger bei der Präsentation der neuen Linken Kraft in Frankreich der Parti de Gauche (PG) in Straßburg. Die Kandidatur von Tobias Pflüger wird auch vom Regionalvernband Elsass der PG unterstützt und der PCF Nordelsass unterstützt.
Die FDP sieht in dem verhunzten Gesundheitsfonds anscheinend die Vorlage um aus der wirklich nicht mehr zeitgemäßen Gesundheitskostenmodell aus Zwangs- und Freiwilligenversicherung eine reine Privatversicherung zu machen.
Das Modell USA schreckt sie dabei wohl überhaupt nicht.
Trotz der vielen negativen Ergebnisse durch die Privatisierung von öffentlichen Daseinsaufgaben, trotz der Krise auf dem Finanzsektor, die FDP setzt ganz offensichtlich weiter auf den sogenannten „freien Markt“.
Wer immer noch an die Vorteile dieses Marktes auf allen Gebieten glaubt, hat die Auswirkungen einer solchen Politik in den USA unter Reagan, in England unter Thatcher, in Neuseeland oder in den letzten Jahren auch in Deutschland nicht gesehen oder nicht begriffen.
Für uns ist und muss in den nächsten Wochen und Monaten die FDP der eigentliche poitische Gegner sein, denn viele verunsicherte Bürger suchen nach einer Alternative. Diesen müssen wir klar machen, daß die FDP eben keine Alternative ist, sondern ein Garant für eine Politik „des weiter so“.
Für eine Politik der Fortführung der Agenda 2010 und der Hartz -Gesetze. Aber auch für eine Politik die weiterhin das Großkapital stärkt und keineswegs für eine Politik die auch den kleinen und mittleren Unternehmer im eigentlichen Blickfeld hat. Eine allgemeine private Krankenversicherung z.B. dient nur den Versicherungsmultis und wirft für einige Versicherungsvertreter zusätzliche Prämien ab, mehr aber nicht.
Wir müssen deutlich machen, daß ein guter Markt ein Markt ist, der aus einem ausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage besteht, und daß es keinen ausgeglichenen Markt geben wird, solange weiterhin die Angebotsseite überproportional gefördert wird.
Das Gebot der Stunde sind angemessene Löhne, erheblich mehr Beschäftigte im öffentlichen Sektor und eine Anpassung aller Hilfessätze, von Kindergeld über Bafög bis HartzIV, erst so kommt die jahrelang vernachlässigte Binnennachfrage wieder einigermaßen in Gang.
Wieviel kostete nochmal die Rettung der „HRE“ ???
Wir haben es geschafft!!! Trotz Fehlinformationen der bürgerlichen Presse! Es ist ein unglaublicher Erfolg der hessischen Genossen! Gegen die historische Wahrheit ist noch nie auf Dauer genügend Geld vorhanden gewesen um sie zu unterdrücken. 4% haben sie uns vorausgesagt! Der verurteilte Verbrecher Koch konnte nicht zulegen in Scharen sind ihm erneut die Wähler davon gelaufen. Lieber Markus! Nix nis mit Fast Drei Prozent.
Bohn
Am 7. Oktober war Welttag für Menschenwürdige Arbeit. Der deutsche Gewerkschaftsbund beteiligte sich mit einer Aktion in der Heilbronner Fußgängerzone. Es wurden Flyer verteilt die den Zusammenhang zwischen Lohndumping und Armut verdeutlichten. Das beliebte Monopoly Spiel wurde auf das reale Leben angepasst und man musste versuchen, entweder als Niedriglöhner mit 900 € oder als Durchschinttsverdiener mit 1.700 € eine Runde zu überstehen. Es lauerten auf dem Spielfeld Zahnarztkosten, Kosten für die Monatskarte oder Kosten für die Einschulung der Kinder auf den Spieler oder die Spielerin. Wie im richtigen Leben eine ziemlich kniffelige Aufgabe mit wenig Kohle über die Runden zu kommen.

In Heilbronn wurde im Juni ein Motorradclub linker Motorradfahrer gegründet. Die erste Ausfahrt wurde unternommen um zu einer Weiterbildungsmaßnahme der Partei DIE LINKE in Waldenburg zu gelangen. Mit gemäßigtem Tempo ging es durch die hügelige Landschaft auf kleinen kurvigen Straßen über Öhringen nach Waldenburg in die Künstlerkneipe Gleis 1. Nach der Fortbildungsmaßnahme am frühen Nachmittag wurde der Rückweg angetreten. Der Tag wurde in der Heilbronner Wohnung eines Motorrad Fahrers in gemütlicher Runde ausklingen lassen.
Neu Mitfahrer dürfen sich gerne melden bei Volker Bohn 0151/14906528 oder volker.bohn@dielinke-unterland.de
Die fahrbaren Untersätze obliegen keinerlei farblichen Präferenz. Die Fahrer hingegen sollten aber zumindest tendenziell links sein

DIE LINKE Baden-Württemberg warnt SPD vor Abgrenzung und fordert Wettbewerb um politische Positionen
DIE LINKE in Baden-Württemberg fordert die SPD im Lande auf, sich der Auseinandersetzung um die inhaltlichen Positionen zu stellen, anstatt eine Abgrenzungspolitik zu betreiben, die letztlich der SPD selber schadet und die Chance auf einen grundlegenden Politikwechsel verbauen würde.
Bernd Riexinger, Landessprecher der LINKEN in Baden-Württemberg: „DIE LINKE gewinnt deshalb an Zustimmung, weil die soziale Schieflage immer größer wird und der Aufschwung auch in Baden-Württemberg an der Mehrheit der Bevölkerung vorbei geht. Diesen Zustand hat die SPD selbst durch ihre Politik der Agenda2010 mit verursacht. Die Stimmung in der Bevölkerung hat sich gedreht und die Politik der sozialen Gerechtigkeit, wie sie DIE LINKE vertritt, gewinnt an Zustimmung.“
Bernhard Strasdeit, weiterer Sprecher der LINKEN: „Die von den Oberbürgermeistern der SPD geforderte harte Abgrenzung würde die SPD nur in eine noch größere Glaubwürdigkeitskrise stürzen. Mit wem will denn
die SPD zukünftig zum Beispiel auch in den Kommunen eine sozialere Politik durchsetzen? Mit der wirtschaftsliberalen FDP und den ebenfalls wirtschaftsliberalen Grünen wird das wohl kaum gehen.“ Die LINKE in Baden-Württemberg fordert die SPD auf in einen Wettstreit um die politischen Inhalte zu treten. „Wir wollen eine produktive Debatte über eine bessere Bildungs, -Wirtschafts,-Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in Baden-Württemberg. Da brauchen wir uns mit unseren Konzepten weder vor der SPD noch vor den anderen Parteien verstecken.
Ein wachsender Teil der Bevölkerung will eine grundlegend andere Politik und dafür steht DIE LINKE in Baden-Württemberg“, so Riexinger.

Nach dem SPD-Parteitag hatte ich schon die ersten Zweifel angemeldet.
Nun zeigt sich daß diese sehr wohl begründet waren. Das Quartett Mehdorn, Steinbrück, Tiefensee und Kauder versuchen ohne viel aufhebens diie Teilprivatiserung möglichst auch noch am Parlament vorbei duechzupauken, und die Mainstrammedien schweigen weitgehend. Behauptungen für und Argumnete gegen den Börsengang gibt es hier
Die Werte der Deutschen Bahn wurden von Generationen von Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern geschaffen. Sie gehören dem Volk. Der Wert der Bahn beträgt 200 Milliarden Euro. Ein Verkauf, egal ob an Großinvestoren wie Hedgefonds und Gazprom oder als Volksaktie, würde nur einen Bruchteil dieses tatsächlichen Wertes einbringen. Experten sind sich sicher, dass der Erlös einer Kapitalprivatisierung im glücklichsten Fall fünf Milliarden Euro betragen würde. Mehr
Die CDU Baden-Württemberg beschloß in Schöntal nahe dem Götz von Berlichingen Städtchen Jagsthausen folgende Resolution „Mindestlohngesetze umgehend stoppen!“
aus dem Eingangstext:
...gerade dort, wo der legendäre Ritter Götz von Berlichingen im Kreuzgang begraben liegt, der Freund doch recht klarer Worte. CDU-Generalsekretär Thomas Strobl MdB äußerte denn auch vor der Sitzung: "Der Geist des Reichsritters, der als Mann des unverhohlenen Wortes und der eisern zupackenden Tatkraft bekannt ist, wird hoffentlich wohltuend den Charakter unserer Gespräche und Beschlüsse prägen."
Nun, das hat er
Und in kursiv meine Anmerkungen
Betreff Resolution „Mindestlohngesetze umgehend stoppen!“
Die CDU Baden-Württemberg erkennt in der von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz vorbereiteten Verschärfung des „Mindestarbeitsbedingungengesetz“ und der damit verbundenen Einführung von Mindestlöhnen einen beispiellosen Angriff auf die Tarifautonomie. Die CDU Baden-Württemberg wird sich diesem Vorhaben mit voller Kraft entgegenstellen.
Schon etwas vordergründig, diese Argumentation mit der Tarifautonomie, wenn der Deutsche Gewerkschaftsbund und die meisten Gewerkschaften einen Mindestlohn fordern, wie soll dann dieses ein Angriff auf die Tarifautonomie sein.
Arbeitsplätze entstehen grundsätzlich nur dann und bleiben auch nur dann erhalten, wenn die Arbeitskosten nicht höher sind als die aus ihnen erwirtschaftete Produktivität.
Die meisten betroffenen Arbeitsplätze lassen sich doch überhaupt nicht über eine bestimmte Produktivität einordnen, oder lässt sich der Arbeitslohn eines Wachmanns an der Gebäudeanzahl messen, oder wollen Sie die Kosten der Supermarktkassierin nach deren Umsatz bestimmen. Diese Begründung ist mehr als hohl, denn gerade Arbeiten die nach den klassischen Refa-Methoden bestimmt werden können sind vom Mindestlohn kaum betroffen.
Bei einem Mindestlohn, der sich nicht an dieser Grundregel der Ökonomie, sondern am Sozialpopulismus der SPD und der Linken ausrichtet, besteht die Gefahr, dass die Löhne zu hoch festgesetzt werden. Die Folge wäre, dass hunderttausende von Arbeitsplätzen gerade im Bereich der gering qualifizierten Arbeit wegfallen werden. Der Aufschwung in Deutschland wäre beendet. Der Rückfall in Rezession und Stagnation wäre vorprogrammiert.
Nichts als unbewiesene Behauptungen, denen die Erfahrungen in allen Ländern der westlichen Hemisphäre wiedersprechen. Einzig die ewiggestrigen „Experten“ aus dem Arbeitgegberlager, wie Professor Sinn, oder Professor Hüther formulieren immer noch in der Richtung der Vertreter der einseitigen angebotsorientierten Marktwirtschaft, während schon längere Zeit und immer vehementer gerade in den USA und in GB die Bedeutung der Nachfrage wieder in den Vordergrund rückt. Wieder einmal hinkt Deutschland in der Entwicklung Jahre hinterher.
Den Mindestlohn, den die Sozialdemokraten heute so nachdrücklich fordern, haben sie aus guten Gründen nicht eingeführt, als ihnen das in den sieben Jahren der rot-grünen Regierungszeit möglich gewesen wäre.
Der Mindestlohn wurde erst durch die Lohnzurückhaltung, die Ausweitung der Leiharbeit und die Einführung von HartzIV, sowie den EinEuroJobs in den Jahren 2004 und 2005 zum Thema, erst ab dann wurden Niedriglöhne zu dem Problem das Rot-Grün sich selbst geschaffen hat. Die Frage Mindestlohn wurde jedoch schon 2005 von der LINKEN im Bundestagswahlkampf aufgegriffen, die SPD ist erst ein gutes Jahr später auf den fahrenden Zug gesprungen.
Für die CDU Baden-Württemberg besteht eine der größten Herausforderung gerade darin, Menschen mit geringer Qualifikation in Lohn und Brot zu bringen. Sozial ist, was Arbeit schafft. Das Argument, dass ein fehlender Mindestlohn Unternehmen die Möglichkeit gebe, die Löhne auf Dumping-Niveau festzusetzen und sich damit auf Kosten der Steuerzahler zu bereichern, ist falsch. Dieses Argument wäre nur gültig, wenn die Arbeitgeber einseitig den Lohn bestimmten.
Diese Argument ist nicht falsch, sondern vollkommen zutreffend, weil es den Gewerkschaften in vielen Bereichen gar nicht mehr möglich ist, angemessene Löhne durchzusetzen, da auf der einen Seite der Organisationsgrad der Gewerkschaftsmitglieder zu gering ist, und auf der anderen Seite viele Arbeitgeber überhaupt nicht mehr in Arbeitgeberverbänden organisiert, oder aus den Tarifverträgen ausgeschert sind.
Die Erfahrungen, die andere Länder mit dem Mindestlohn gemacht haben, sind katastrophal. Für Frankreich ermitteln alle Untersuchungen übereinstimmend Arbeitsplatzverluste, vor allem für Frauen und ge-ring qualifizierte jugendliche Arbeitnehmer. Die häufig von den Sozialdemokraten angeführten Befunde in den USA und Großbritannien können aufgrund der dortigen größeren Flexibilität des Arbeitsmarkts und der geringeren Abgabenbelastung nicht auf Deutschland übertragen werden. Sehr viel näher als die USA und Großbritannien ist uns Frankreich. Dort hat der Mindestlohn tausende Arbeitsplätze vernichtet.
Katastrophal sind einzig die Behauptungen, die hier aufgestellt werden. Was haben Abgabenbelastungen mit einem Mindestlohn zu tun. Und es gibt keinen einzigen Franzosen, der die Arbeitslosigkeit auf den Mindestlohn zurückführt, dieses schaffen nur deutsche arbeitgebernahe „Wirtschaftsexperten“.
Wenn nicht mehr die Tarifpartner den Lohn verhandeln sondern der Gesetzgeber ihn festsetzt, begibt man sich auf einen gefährlichen Pfad: Es stellt sich dann schnell auch die Frage, wann die linken Sozialpopulisten versucht sind, Preise für verschiedene Güter staatlich festsetzen zu lassen. Eine solche Politik hätte nichts mehr mit der Sozialen Marktwirtschaft zu tun. Mit den Vorschlägen für Mindestlohngesetze stellen die Sozialdemokraten deshalb die Systemfrage.
Löhne sind keine Ware, wie Kartoffeln, denn Löhne wirken nach zwei Seiten. Sie sind zwar Kostenfaktoren auf der Produktionsseite, gleichzeitig sind sie aber auch Nachfrage auf der Einnahmeseite. So weit zu denken ist den meisten sogenannten „Marktexperten“ und vielen Politikern aber anscheinend nicht mehr möglich. Sie sind seit Jahren in der einseitigen Sicht der Betriebswirtschaftslehre gefangen, die Löhne nur als Kosten sehen und sehen können.
Die CDU Baden-Württemberg wird nicht die Hand zur Einführung des Sozialismus in Deutschland reichen.
Es genügen keine Kurskorrekturen, wir fordern eine scharfe Wende.
Die CDU Baden-Württemberg lehnt alle Mindestlohngesetze eindeutig ab.
Unsere Positionen sind:
• Verantwortlich für die Lohnfindung müssen auch weiterhin die Tarifpartner sein und nicht der Deutsche Bundestag. Wir stehen zur Tarifverantwortung von Gewerkschaften und Arbeitgebern und wollen diese beispielsweise durch mehr Betriebsvereinbarungen weiterentwickeln.
Sicher sollte die Lohnfindung zu allerst die Aufgabe der Tarifpartner sein. Aber es ist nun einmal Realität daß durch eine irrwitzige Politik, zuerst von rot-grün, und seit 2006 von schwarz-rot das gesamte Lohngefüge ruiniert wurde, und es den Gewerkschaften in viele Bereichen nicht mehr möglich ist auch angemessene Löhne zu realisieren.
• Statt einem einheitlichen Mindestlohn setzen wir auf den Kombi-Lohn.
Oben schreiben Sie: Wenn nicht mehr die Tarifpartner den Lohn verhandeln sondern der Gesetzgeber ihn festsetzt, begibt man sich auf einen gefährlichen Pfad:
Vor allem wenn der Gesetzgeber einen Teil der Lohnkosten übernimmt begibt er sich auf einen noch viel gefährlicheren Pfad, denn er verzerrt die Konkurrenzsituation, indem er unfähigen Unternehmen mit Niedriglöhnen das Überleben ermöglicht und fähige Unternehmen in eine Abwärtsspirale drängt. Am Ende zahlt jeder Niedrigstlöhne und der Staat den Ausgleich, DAS WÄRE DANN WIRKLICH PLANWIRTSCHAFT !
"Unternehmen, deren Existenz lediglich davon abhängt, ihren Beschäftigten weniger als einen zum Leben ausreichenden Lohn zu zahlen, sollen in diesem Land kein Recht mehr haben, weiter ihre Geschäfte zu betreiben. Mit einem zum Leben ausreichenden Lohn meine ich mehr als das bloße Existenzminimum - ich meine Löhne, die ein anständiges Leben ermöglichen." (Theodore Roosevelt)
• Wir wollen die Arbeitnehmer in Deutschland durch eine weitere Senkung der Lohnnebenkosten entlasten. Mehr Netto im Geldbeutel der Bürger ist besser als mehr Mindestlohn in Deutschland.
Lohnnebenkosten sind Sozialkosten, wer diese senken will, muss auch dazu sagen, wie diese ansonsten getragen werden sollen. Wenn diese dann als private Versicherungskosten von den Arbeitnehmern getragen werden müssen, wie z.B. die Riester Rente, oder Praxisgebühr und Arneimittelkosten ist dieses das Gegenteil von mehr Netto.
• Wir wollen den verkrusteten und verriegelten Arbeitsmarkt in Deutschland flexibilisieren und damit dafür sorgen, dass arbeitslose Menschen schneller in Lohn und Brot kommen.
Was bitte wollen sie noch flexiblisieren, etwa den Kündigungsschutz? Wenn ein Arbeitgeber nach den möglichen zwei Jahren Befristung immer noch nicht weiss, ob er mit dem Arbeitnehmer zufrieden ist, bringt er dieses nie mehr heraus.
• Wir stehen für eine bürgerliche Politik der Mitte, die gemeinsam mit der Wirtschaft und nicht gegen sie Rahmenbedingungen für Wachstum und Arbeitsplätze in unserem Land schafft.
Dann sollten Sie vielleicht die „wahnsinnige Welt“ der Finanzen endlich entsprechend belasten. Ein erster Schritt wäre die Rücknahme der Steuerbefreiung von Unternehmensverkäufen, die fast nur den Hedgefonds, der Private Equity und Investmentbanken nützen. Und eine wirkliche Steuerreform für Unternehmen sollte Klein- und Mittelunternehmen nützen und nicht wie geplant hauptsächlich Konzernen.
Vielleicht sollte sich diese Regierung endlich auch wieder auf ihre eigenen Fachbeamten rückbesinnen, und sich ihre Gesetze nicht von Bertelsmann, MacKinsey oder Roland Berger schreiben lassen.

Das Forum Linke Kommunalpolitik in Baden-Württemberg veranstaltete am 29. September 2007 in Mannheim im Bürgerhaus Neckarstadt-West eine Tagung zum Thema: Wirtschaftspolitik einer Kommune am Beispiel Mannheims und seiner MVV. Das Interesse war so groß, daß erst ein größerer Saal organisiert werden musste, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Einerseits ein Erfolg, anderseits ist im Hinblick auf die Aufgaben die auf DIE LINKE in den nächsten 15 Monaten auf kommunalpolitischer Ebene zukommen ein erheblich größeres Engagement auf breiter Basis nötig.
Alleine schon das Einführungsreferat von Alexander Thomas, (Parlament. Mitarbeiter der Linksfraktion im Landtag Sachsen, zuständig für :Kommunal-, Region-, Europapolitik) zu den Themen: „Was sind kommunale Wirtschaftsaufgaben?“, „Welche Bedeutung hat die städtische Wirtschaftspolitik für die “Daseinsvorsorge?“ und „Wie schafft die Kommune die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft?“ brachte für die meisten eine erhebliche Wissensverbreiterung in Bezug auf die Grundlagen der Kommunalpolitik.
Zusammen mit den Ausführungen von Christoph Cornides, Landesschatzmeister von DIE LINKE Baden-Württemberg wurden vor allem die verschiedenen Geschäftsformen (Regiebetrieb, Anstalt, Gmbh, gGmbH oder AG) die den Kommunen zur Verfügung stehen und ihre verschiedenen Möglichkeiten diese zu nutzen, aber auch die Möglichkeiten der Kontrolle der Betriebe durch den Gemeinderat aufgezeigt. Gerade bei der Kontrolle von GmbHs wäre bei richtiger Ausgestaltung der Gesellschafterverträge eine erheblich bessere Kontrolle möglich, dieses ist aber anscheinend selbst den meisten Gemeinderäten nicht bekannt.
Das abschließende Referat von Thomas Trüper, Sprecher von DIE LINKE Mannheim zur „Wirtschaftspolitik einer Kommune am Beispiel Mannheims und seiner MVV“ zeigte dann auf, warum eine AG als Betriebsform für eine öffentliche Einrichtung absolut untauglich ist, da sich öffentliches Interesse und das Renditeinteresse von Anlegern nicht vereinbaren lassen.
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Wolfgang Gehrcke außenpolitischer Sprecher von DIE LINKE